Die Parkhausszenen waren im Kasten, so dass wir uns nun samt Equipment in die Autos verteilen konnten, um zur letzten Location zu gelangen, die fußläufig nicht zu erreichen war. Als nächstes sollten die Szenen der Abfahrt gedreht werden, mit denen der Film laut Storyboard startet. Hierzu wurde ein Mehrfamilienhaus mit leichtem Plattenbautouch sowie ein putzig Einfamilienhaus benötigt. Passenderweise war dies in ein und derselben Straße zu finden. Begonnen wurde mit der Abfahrt des Kadetts. Dies hatte den Hintergrund, dass es schon recht spät war und die Darstellerin der Oma noch ihren Flieger nach Berlin erwischen musste.
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Nachdem diese Aufnahmen im Kasten waren, hatte der Kadett B nun Feierabend und es ging einige Meter weiter, wo der Mitsubishi schon der Mitsubishi auf seinen Auftritt wartete. Laut Storyboard sollte der Proll in seinen Wagen steigen und mit drehenden Rädern davon brausen. Also wurde erst der Proll neben dem Wagen gefilmt. Das coole Entriegeln der Tür wurde nur simuliert, da es keine Fernbedienung gab. Drinnen lag jemand im Auto und betätigte kurz den Warnblinker, um die optische Anzeige zu simulieren.
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Dann musste der Kamerakran erneut aufgebaut werden – gar nicht so ein leichtes Unterfangen.
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Es folgten erste Probeaufnahmen. Der Besitzer des Mitsubishis pilotierte diesen nun selbst, da es in der Szene so richtig zu Sache gehen sollte.
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Dann folgten ein, zwei Takes mit quietschenden Rädern, was zahlreiche Schaulustige anlockte.
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Nachdem sich der Qualm etwas verzogen hatte und der Geruch des verbrannten Gummis so langsam aus der Nase verschwand, wurde wieder abgebaut.
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Alle Aufnahmen waren getätigt und es lag nun an der Schnittkunst des Kameramanns, einen kurzen Werbespot daraus zu kreieren.
Es dauerte etwas, doch dann gab es endlich den Spot, wie er auch in den Kinos in und rund um Aachen zu sehen ist:
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In besserer Qualität kann der Film auch direkt auf der APAG-Seite betrachtet werden.
Bemerkungen:
Es ist sehr faszinierend zu sehen, wie viel Aufwand es ist einen so kurzen Spot zu drehen. Letztendlich kamen viele gedrehte Szenen gar nicht zum Einsatz, da nur eine bestimmte Spotlänge möglich war. Zieht man hier von den 52 Sekunden noch den Abspann und die Szene vor dem Bluescreen ab, kommen nur 40 Sekunden Material zum Einsatz. Dafür waren wir von 9.00 Uhr morgens bis ca. 19.00 Uhr abends beschäftigt! Das erklärt ein wenig, warum Dreharbeiten für Kinofilme so lange dauern.
Auch erfährt man hautnah, dass beim Film nur getrickst wird. Szenen werden mehrfach neu gedreht bis alles passt. Nicht passende Dinge werden durch Tricks oder Nachbearbeitung passend gemacht. So kam zum Beispiel während der Dreharbeite kein einziges Geräusch aus der Anlage des Mitsubishis – die Musik wurde nachträglich hinzugefügt.
Letztendlich war es ein super Tag, alle Beteiligten waren sehr sympathisch und einen Nupsi haben wir auch erhalten. Muss man einfach mal erlebt haben. Jederzeit wieder.
Und nun warte ich auf den etwas längeren Director’s Cut, der noch angekündigt wurde.