Um den BMW parken zu können, musste mein Bekannter erst einmal diesen Wagen hier versetzen, damit ich Platz fand.
Es handelt sich um einen Chevrolet Camaro Z28 Baujahr 1987.
Das erkennt man zum Beispiel an der im Heckspoiler integrierten 3. Bremsleuchte und dem Tacho, der nun bis 145 Meilen bzw. 240 Kilometer pro Stunde reicht.
Der Z28 ist unter Anderem an dem umlaufenden silbernen Streifen zu erkennen, den es auch in einer goldenen Variante gab.
Manch einem Leser, der gerne diverse TV-Serien in den 80ern sah, wird dieses Modell bekannt vorkommen. Einer der Simon – Brüder aus der Serie “Simon & Simon” fuhr einen Wagen in der gleichen Farbe.
Der Wagen in der Serie war wie der hier gezeigte ebenfalls ein Targa. In hiesigen Gefilden bleiben die Dachhälften wetterbedingt aber wohl öfter an Ort und Stelle.
Innen erwartet einen dann die übliche 80er-Jahre-Plastiklandschaft, die eher funktional als schön ist.
Obwohl der Z28 “nur” einen 5-Liter-V8 verbaut hat, geht er wohl ganz gut, was im Video, welches ich mit meiner Digitalkamera gemacht habe, nicht so gut rüberkommt.
Alles in Allem ein nettes Geschoß, dass bei Interesse sogar den Besitzer wechseln würde. Sollte sich also jemand wie der jüngere der beiden Simon-Brüder fühlen wollen, kann er hier schon mal den Wagen bekommen.
Auf einem der Treffen in Kerkrade kam uns dieser 1966er Ford Thunderbird vor die Linse.
Es handelte sich um eins der 5.049 mal gebauten Convertibles – also Cabriolets. Noch beeindruckender als die mit Doppelscheinwerfern versehene Front, fand ich die Heckpartie mit dem durchgehenden Leuchtenband:
Die als Viersitzer ausgelegten Thunderbirds sahen in diesem letzten Jahr der so genannten Vintage-Thunderbirds noch richtig gut aus, mit dem Design der Folgebaujahre konnte ich mich nicht mehr anfreunden.
Aber auch schon in 1966 gingen die Verkaufszahlen trotz gesenkter Preise zurück. An den V8 Motoren mit 6,4 Litern Hubraum wird es wohl kaum gelegen haben.
Als ich mal mit einem Freund unterwegs war, der seiner damaligen Freundin ein Auto kaufen wollte, entdeckten wir auf dem Weg zum Verkäufer diesen 1960er Chevrolet.
Leider kann ich nicht sagen um welches Modell es sich bei diesem Chevy handelt. Ein Impala, also das damalige Topmodell, ist es definitiv nicht, da er dafür zu wenig Chrom-Zierrat aufweist. Bleibt also nur noch ein Biscayne, das Einsteigermodell, oder ein Bel Air, der sicherlich am meisten verkauft wurde.
Der zweitürige Sedan entsprach nicht mehr so ganz dem Originalzustand, stand aber sonst ganz gut da. 1960 war das letzte Jahr, in dem es noch Heckflossen gab. Danach wurde die Optik eher langweilig.
Auf meiner Festplatte fand ich noch Bilder einer Oldtimerrallye. Orientierungsfahrt heißt es ja offiziell. Ich weiß gar nicht mehr, wann diese stattgefunden hat. Auf jeden Fall wurden die Bilder noch mit meiner ersten digitalen Kamera aufgenommen, was die minderwertige Qualität belegt.
Nun also zu Bildern und dem Versuch zu erkennen, was für Fahrzeuge darauf zu sehen sind.
Das erste Bild zeigt ganz rechts definitiv einen Porsche 911 unbekannten Baujahres. In der Mitte steht ein Mazda RX-7 nach dem ersten Facelift, also Baujahr zwischen 1981 und 1985. Und links steht ein Ferrari. Um welches Modell und Baujahr es sich handelt, weiß ich leider nicht.
Das zweite Bild zeigt einen Mercedes-Benz 190 SL Baureihe W121 BII. In der Mitte steht ein weißer Triumph TR2 Roadster. Rechts daneben steht ein VW Käfer Cabriolet.
Das dritte Bild zeigt am linken Rand einen weiteren Porsche 911. Die geöffnete Haube gibt dem staunenden Kleinwagenfahrervolk den Blick auf den Hemi-Motor eines 1956er (Chrysler) Imperial frei, mit dem wir teilnahmen. Der grüne Wagen daneben ist mir unbekannt. Es folgt ein weiteres Käfer Cabrio. Und daneben steht ein Citroen Traction Avant in auffälliger Zweifarben-Lackierung.
Das letzte Bild zeigt im Vordergrund einen Opel Kadett C, ich glaube es war ein Coupé. Daneben steht ein Mercedes Ponton, keine Ahnung welches Modell genau. Der rote Roadster ist ein Triumph. Erst dachte ich, es sei ein TR4, aber die Recherchen ergaben, dass es sich wohl um einen für die USA gebauten TR250 handelt. Es folgt ein gelber Alfa Romeo GTV. Der nächste Wagen war mir ebenfalls bekannt: ein Golf I GTI der ersten Baureihe mit kleinen Rückleuchten und dem 1,6-Liter Motor mit 110 PS. Der Wagen gehörte mal meinem Cousin, der ihn dann aber an den Herrn verkaufte, der an der Oldtimerfahrt teilnahm. Im Hintergrund steht noch ein weiter Mercedes und rechts noch ein Porsche 911.
Es ist immer wieder interessant, welch bunte Mischungen bei solchen Veranstaltungen zusammen kommen. US-Cars sind meist die Ausnahme. Das merkt man dann häufig auch an der Planung dieser Fahrten, die nicht immer für Fahrzeuge mit solchen Abmaßen gemacht sind. Spaß hatten wir trotzdem.
Denkt man auf Fahrzeuge an Kuba, dann hat man meist die amerikanischen Oldtimer der 50er Jahre vor Augen, die man entweder schon mal live oder zumindest in einer Fernsehdokumentation gesehen hat. Wie es der Zufall so will, waren auf der DVD, die mir mein Vater schickte, auch Bilder aus dem seinem Kuba-Urlaub dabei. Und zwar nur diejenigen, die irgendwelche Fahrzeuge zeigen. Diese werde ich hier zeigen und ich werde versuchen, die fotografierten Fahrzeuge zu identifizieren.
Dies ist nicht immer ganz einfach, der zum Einen der Zustand häufig nicht so gut ist und so auch schon mal das ein oder andere markante Anbauteil fehlt. Zum Anderen werden auch schon mal Teile von Fremdfabrikaten verbaut, was die Identifizierung auch nicht gerade einfacher macht. Bei dem ersten Bild wird diese auch noch durch die Entfernung zum Fahrzeug erschwert, denn selbst wenn man das Bild durch Anklicken vergrößert, sind nur wenige Details zu erkennen. Ich vermute einfach mal, dass es sich um einen Chevrolet aus dem Jahre 1950 handelt. Sollte jemand anderer Meinung sein, bin ich für Vorschläge immer dankbar.
Dieses Bild ist auch mehr als interessant. Zwar baute Studebaker tatsächlich Pickup Trucks, aber hier handelt es sich um einen 1950er Studebaker PKW, mit der so genannten “bullet-nose”. Viele kennen diesen Wagen, der in einer rosa Lackierung zur Deko in der 80er-Jahre-Musiksendung “Formel Eins” gehörte. Der hier gezeigte wurde zum Pickup umgebaut, was Oldtimerliebhabern sicherlich Tränen in die Augen treiben dürfte.
Selbst dieser von vorne noch recht original wirkende 51er Chevrolet blieb vom Anbau nicht originaler Teile nicht verschont. So finden sich auf den hinteren Kotflügeln stehende Rückleuchten, die vermutlich von einem 1955er oder 56er Chrysler Imperial stammen und auf dem Chevrolet wohl als Blinker dienen sollen.
Dieser 51er Dodge macht ebenfalls noch einen guten und vor Allem auch originalen Eindruck. Doch wer schon einmal eine der oben erwähnten Dokus gesehen hat, wird wissen, dass der von außen gut aussehende Oldtimer auch gerne mal mit aktueller Technik ausgestattet wird. So hat das US-Car dann auch gerne mal einen Dieselmotor aus den Ostblockländern unter der Haube und auch der Innenraum wird mit moderneren Sitzen “aufgewertet”. Viele dieser Fahrzeuge laufen nämlich als Taxi und müssen somit leicht zu reparieren sein, um ständige Einsatzbereitschaft sowie entsprechende Einnahmen zum Lebensunterhalt zu garantieren.
Auf diesem Bild sieht man links einen 1953er Chevrolet, rechts daneben einen Dodge aus dem Jahre 1950. Beide machen zwar einen originalen Eindruck, allerdings haben sie mit den chromblitzenden Klassikern amerikanischen Automobilbaus, wie man sie z. B. aus Filmen wie “American Graffiti” kennt, nur noch wenig gemeinsam. Im Gegensatz zu Ausfahrten am Wochenende, wozu solche Fahrzeuge von Liebhabern hierzulande genutzt werden, müssen sie sich auf Kuba im Alltag behaupten.
Hier sieht man die Unterschiede ganz gut. Beide Bilder zeigen jeweils ein Fordmodell aus dem Jahr 1957. Während der Ford auf dem linken Bild einen sehr gepflegten Eindruck macht, erkennt man auf dem rechten Bild die bereits erwähnte Ersatzteilverwendung. So steht der Ford auf Mercedesfelgen (die ihm gar nicht mal so schlecht stehen) und auch bei ihm befinden sich, wie schon beim weiter oben gezeigten Chevrolet, stehende Leuchten auf den Kotflügeln, die es natürlich nie auf einem 57er Ford gab.
Repariert und “getunt” wird anscheinend auch auf der Straße, wie man am Fahrzeug im Hintergrund ganz gut erkennen kann. Und scheinbar stört sich niemand daran – auf deutschen Straßen fast schon undenkbar. Der 1940er Chevrolet, der im Vordergrund zu sehen ist, fügt sich mit seinem eher schlechten Zustand perfekt ins Bild mit kaputten Straßen und alten Gebäuden ein. Dies ergibt aber insgesamt ein stimmiges Bild, das einen gewissen Charme hat.
Dieser Wagen hat mir echt Kopfschmerzen bereitet, denn ich konnte einfach nicht ergründen, um welchen Hersteller es sich handelt. Dies wird durch fehlende Teile noch erschwert. So fehlt zum Beispiel der Kühlergrill, der eine Identifizierung doch sehr erleichtern würde. Fakt ist, dass es sich um ein Vorkriegsfahrzeug handelt, also vor 1942 gebaut. Aufgrund der einteiligen Frontscheibe wird ich auf die erste Hälfte der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts tippen. Und es ist wahrscheinlich auch ein amerikanisches Fahrzeug. Wenn also jemand eine Idee hat, immer her damit.
Weniger schwer ist dieser Wagen zu erkennen, den der VW Käfer ist sicherlich auf der ganzen Welt bekannt – so wohl auch auf Kuba. Beim Baujahr dieses dunkelblauen Exemplars bin ich mir nicht sicher. Ich meine, liegende Scheinwerfer und dünne Stoßstangen zu erkennen. Aber da selbst hier in Europa die Teile zwischen verschiedenen Baujahren wild hin und her gewechselt werden, um dem Käfer einen anderen Look zu verpassen, weiß man ja nach dem bisher gesehen nicht, ob hier nicht auch schon Teile getauscht wurden. Ich würde ihn auf jeden Fall für ein vor 1970 gebautes Fahrzeug halten. Aber da gibt es sicherlich Spezialisten, die das anhand weiterer Merkmale weiter eingrenzen können.
Widmen wir uns nun größeren Fahrzeugen. Den Anfang macht dieser Transporter eines mir unbekannten Herstellers. Der Aufschrift nach handelt es sich um ein Fahrzeug der Bank und somit vermutlich um einen Geldtransport. Das Problem scheint dabei nicht zu sein, dass der Wagen überfallen wird, sondern das er das Geld durch Rostlöcher im Boden verliert.
Vertrauenswürdig sieht er zumindest nicht aus. Aber vielleicht ist er auch schon außer Dienst gestellt und wird nun für andere Aufgaben genutzt.
Eine Nummer größer ist dieser nicht mehr ganz so ansehnliche Bus. Auch hier ist mir der Hersteller nicht bekannt. Und auch der Einsatzzweck entzieht sich meiner Kenntnis. In Ermangelung an Fenstern vermute ich einfach mal, dass er nicht für die Personenbeförderung genutzt wurde. Obwohl man sich da nach der Sichtung der noch folgenden Bilder nicht so ganz sicher sein kann, denn anscheinend steigen Kubaner in fast alles ein, was sie von A nach B befördert.
Hier zum Vergleich ein Bus des gleichen Herstellers, der aufgrund seines Aufbaus garantiert zur Personenbeförderung eingesetzt wurde. Durch seinen Zustand erweckte dieser aber wohl auch wesentlich mehr Vertrauen, in einem Stück am gewünschten Zielort anzukommen. Vielleicht lässt sich für einen Kenner der Busszene hier auch leichter ein Hersteller erkennen. Denn trotz der Nahaufnahme rechts stehe ich noch immer auf dem Schlauch.
Auch eine interessante Variante für den öffentlichen Personennahverkehr ist dieser IFA W50 LKW aus der ehemaligen DDR, auf dessen Fahrgestell ein Bus-Aufbau hinter der Fahrerkabine installiert wurde. Ob es diesen Bus-Aufbau so gab oder ob er aus einem Koffer selbst gebastelt wurde, entzieht sich leider auch meiner Kenntnis. In den noch immer so genannten neuen Bundesländern gab es ihn aber vermutlich nicht.
Immerhin erscheint der “IFA Bus” aber noch sicherer als dieser LKW, der anscheinend ebenfalls zur Beförderung von Menschen genutzt wurde, wie das Schild einer Bushaltestelle sowie die Trittstufen am Heck der Ladefläche des Trucks vermuten lassen. Erinnert mich irgendwie an die Bundeswehr, wo man auch auf der Ladefläche des Tonners transportiert wurde. Kann man gut finden, muss man aber nicht.
Und wenn man von Kuba und der Beförderung von Personen spricht, dann darf der so genannte “Camello” natürlich nicht fehlen. Dabei handelt es sich um einen Sattelzugomnibus, der seinen Namen wegen der zwei Höcker am Anfang und am Ende des Aufliegers bekam. Gezogen wurden sie meist von amerikanischen Trucks. 2008 wurde aber der letzte dieser Camellos, die meist extrem überladen waren, außer Dienst gestellt.
Das war es mit den Bildern von in Kuba im Einsatz befindlicher Fahrzeuge. Sollte überhaupt jemand bis hierher gelesen haben, würde ich mich über Kommentare sehr freuen.
Im September waren wir auf einem kleinen US-Car-Treffen. Warum auch immer (
) hatte es dieser Jeep unseren Kindern ganz besonders angetan:
Während unser Sohn noch alleine hochklettern konnte, musste ich unsere Tochter hochheben.
Monströse Reifen hatten das Ding. Dazu noch die übliche Höherlegung. Wie sich das fährt, kann ich nicht sagen, aber der Besitzer fand es gut. Nur wie wechselt man da in freier Wildbahn einen Reifen?
Da hatte ich letztes Jahr doch tatsächlich den Bericht zum Shelby Mustang vergessen. Daran erinnert wurde ich durch die Neuauflage der Fernsehserie Knight Rider, über die ich mich in einem separaten Beitrag noch auslassen werde.
Wer nicht mehr genau weiß, worum es geht, der kann sich hier noch einmal informieren:
Die Mustangs: Vorgeschichte und Ankunft
Die Mustangs: Entladung und Abfahrt
Die Mustangs: 2008 Ford Mustang Bullitt
Wer sich nun wieder eingelesen hat (und vermutlich nach einer Pause wieder zurückgekehrt ist), kann sich nun dem Bericht zum 2007 Ford Mustang Shelby GT widmen. Allerdings wird dieser zum Großteil aus Bildern bestehen, da mir mein mittlerweile schlechtes Gedächtnis (man wird alt) den Zugang zu den meisten Informationen verwehrt.
Schick sieht er aus mit seiner Kriegsbemalung – der Shelby. Doch schon da scheiden sich die Geister. Denn eigentlich ist es kein richtiger Shelby, sondern nur ein Ford Mustang mit Shelby-Package. Dennoch ist und bleibt es ein Hingucker. Der obligatorische Doppelstreifen, der Streifen an der Seite, die überall am und im Auto verteilen Shelby-Schriftzüge und -Logos. Die Haubenhalter und Lufteinlässe und – hutzen sorgen weiterhin für eine sportliche Optik.
Doch hier kann man diret Kritikpunkte finden:
So ist der sportliche Grill nur vor den originalen gesetzt worden, die Hutze auf der Haube ist trotz Nietenoptik hauptsächlich geklebt, sämtliche Lufteinlässe sind eh ohne Funtion – mehr Schein als Sein. Die Haubenhalter (beim deutschen TÜV eigentlich ein No-go) sind dagegen funktional – allerdings mehr zur optischen Unterstützung, da der normale Verriegelungsmechanismus noch vorhanden ist. Schlecht: für die Haubenhalter wurden recht lieblos 2 Löcher in die Haube gebohrt, der Rost wird bald kommen, da es keine weitere Bearbeitung gab – Amis …
Über die Platzierung der Antenne auf dem vorderen Kotflügeln sowie die unlackierten Außenspiegel kann man streiten, muss man aber nicht.
Die Räder im alten Design gefallen und sind im Gegensatz zum Bullitt-Mustang in Wagenfarbe lackiert.
Man öffnet die Fahrertür und schaut auf die Türverkleidung: typisch Amis – viel Plastik! Die Einstiegsleiste erinnert, in was für ein Fahrzeug man einsteigt.
Das Armaturenbrett entspricht weitestgehend dem aus dem Bullitt-Mustang, allerdings ist die Aluverblendung gebürstet und nicht geriffelt, auf ihr prangert zwischen den Lüftungsdüsen eine Plakette mit Shelby-Seriennummer. Der Schaltknauf ist weiß.
Für die Sitze gilt das gleiche wie beim Bullitt: elektrisch verstellbar, gut kontuiert, aber durch das Leder bei flotter Gangart zu rutschig. Hinten kaum Platz. Auf dem Lenkrad gibt es das Standard-Mustang-Pony anstelle einer Shelby-Cobra, die Ziffern auf den Instrumenten sehen etwas anders aus, als im Bullitt. Ansonsten wurde allenortens billig wirkender Kunststoff verbaut.
Dieser Shelby hatte kein Navi. Dafür aber das große Soundsystem, welches mit dem kleinen Innenraum keine Mühe hatte. Der Woofer im Kofferraum sorgte für ein Kribbeln in der Magengegend. Diese Leistung der Anlage braucht man aber auch, möchte man während der Fahrt Musik hören.
Unter der Haube werkelt der Standard-V8 mit 4,6 Litern Hubraum, der im Shelby allerdings ein paar PS mehr haben soll. 325 sollen es sein. Dies sorgt für vergleichbare Fahrleistungen wie beim Bullitt, gefühlt ist der Shelby schneller, was sicherlich auch an der Geräuschkulisse liegt, die die X-Pipe-Auspuffanlage produziert.
Insgesamt kann der Shelby alles etwas besser. Das Fahrwerk ist knackiger, die Lenkung präziser. Letztendlich ist er aber mehr ein Show- als ein Rennfahrzeug. Habe unseren Sohn damals damit von der Schule abgeholt: so viele herunterfallende Kinnladen habe ich selten gesehen.
Hier noch ein kurzer Videozusammenschnitt in gewohnt mieser Qualität
, der das Grummeln und Röhren aber nicht so schön wiedergibt:
Das war es erst einmal. Leider hat mein Bekannter den Wagen mittlerweile verkauft. Aber es hat auf jeden Fall Spaß gemacht, damit durch die Gegend zu (p)rollen.
Vor einiger Zeit gab es mal wieder eine Blutspendeaktion an einer recht belebten Stelle in der Aachener Innenstadt. Das Deutsche Rote Kreuz hatte dort ein Blutspende-Mobil geparkt. Durch Martin für das Thema Bus sensibilisiert, fiel mir schon aus einiger Entfernung der doch eher ungewöhnliche Bus auf, den ich natürlich direkt einmal aus der Nähe betrachten musste.
Die Proportionen schienen schon ein wenig merkwürdig und hatten mit den hiesigen europäischen Modellen wenig gemein.
Auf der Seite machte ich dann den Schriftzug “Blue Bird” aus, der auch an der Front des Busses zu finden war.
Es handelt sich hier um einen amerikanischen Hersteller, der eher für seine gelben Schulbusse bekannt ist.
Wäre vielleicht auch ein nettes Wohnmobilprojekt.
Mein Bekannter kauft aus Amerika ja schon mal recht interessante Fahrzeuge. So z. B. amerikanische Klassiker wie den 56er Imperial oder auch schon mal aktuellere Modelle, wie Dodge Pickups oder neue Mustangs. Zu den bisher extremsten Fahrzeugen gehörten sicherlich die SRT-10-Pickups und der Mustang mit Shelby-Paket (zu letzterem wird noch ein separater Bericht folgen).
Wenn er wieder in Kauflaune ist, durchstöbere ich auch häufig das Internet nach interessanten Oldies. So konnte ich schon mal den ein oder anderen Wagen finden, den er dann auch kaufte. Aus Spaß schicke ich ihm dann auch manchmal sehr extreme Fahrzeuge: extrem höher gelegte Pickups mit riesigen Reifen oder irgendwelche 50er-Jahre-Straßenkreuzer, die aber nur 5 Millimeter über dem Boden kauern und mit 20-Zoll-Bling-Bling-Rädern ausgerüstet sind. Er kaufte diese Fahrzeuge verständlicherweise natürlich nie. Nie? Doch, denn eines Tages fand ich ein total umgebautes Fahrzeug, von dem ich ausging, das es zwar witzig anzuschauen, aber für Deutschland total unbrauchbar sei. Ich sandte ihm dies also in der Annahme, dass wir beide uns wieder köstlich amüsierten und das Thema nach wenigen Tagen vergessen ist. Doch diesmal kam alles anders.
Auf der Suche nach einem Imperial (Luxusmodell der Firma Chrysler) aus den 50er- oder 60er Jahren, stieß ich auf ein Fahrzeug, das von seinem Besitzer einem extremen Customizing unterzogen wurde: es wurde zu einem Drachen umgebaut!
Der Kühlergrill wurde mit Wurfmessern (!) zu einem großen Maul mit Zähnen ungebaut, auf der Haube ist ein Drachenkopf montiert, der tatsächlich Feuer und Rauch speien kann. Die Außenspiegel werden von Drachenklauen gehalten, an den Seiten sieht es so aus, als wäre die Karosse aufgerissen einen Blick auf die Drachenhaut freizugeben.
Im Innenraum wird das Konzept dann fortgeführt. Die Mittelkonsole wurde als Drachenkörper ausmodelliert, in dem ein halbes Schwert steckt (echt! schweres Metall). Auch die Türöffner sind kleine Schwerter.
Aus dem Kofferraum ragt dann der Drachenschwanz. Diesen wollte der Verkäufer eigentlich noch beweglich gestalten – der Antriebsmotor und die restliche dafür notwendige Technik existiert bereits, allerdings kam es nicht mehr zum Umbau. Diverse kleinere Arbeiten runden das Design ab.
Wie erwähnt kam diesmal alles anders. mein Bekannter verguckte sich in den Wagen, der in den Staaten bereits diverse Preise eingeheimst hatte. Nach einigen Preisverhandlungen schickte er die Kohle nach Amerika und nach diversen Schwierigkeiten mit dem Zoll verließ der Wagen Amerika.
In Deutsachland angekommen, bewahrheitete sich mal wieder die alte Theorie, dass Bilder nicht immer unbedingt den wahren zustand eines Fahrzeugs präsentieren. Dieser war doch schlechter als angenommen. Aber trotzdem erregt der vom Verkäufer leibevoll Drag-on genannte Imperial auch hierzulande Aufsehen.
Als mein Bekannter allerdings meinte, er würde dafür eine Straßenzulassung bekommen (sogar mit H-Kennzeichen), zweifelten wir ein wenig an seinem Verstand. Den TÜV-Prüfer will ich sehen, der das Ding für verkehrstauglich hält.
Nach diversen Mängeln und Reparaturen sowie einigen Lackierarbeiten steht der Wagen nun nach dem letzten US-Car-Treffen der Saison (wo der Wagen prompt einen Preis für den radikalsten Umbau bekam) in einer trockenen Halle und wartet auf einen Käufer, der ihn in der nächsten Saison entsprechend nutzt, weitere kleine Mängel beseitigt und eventuell weitere Umbauten vornimmt.
Hier noch ein kurzes Video:
Für weitere Infos und ein besseres Video schaut einfach mal hier vorbei:
http://www.imperialclub.com/Yr/1962/62Dragon/index.htm
Achtung: englische Sprache.
Bei Interesse einfach melden!
Jahrelang fuhr mein Cousin einen Peugeot 406 Kombi, den er 2000 neu gekauft hatte. Er träumte immer von einem richtigen US-Car: ein Chevrolet Blazer sollte sein. So ein richtiger Brocken mit 8 Zylindern aus den Endsiebzigern. Leider sind diese selten in einem brauchbaren Originalzustand zu bekommen. Und wenn, dann zu reichlich überzogenen Preisen. Da der Peugeot immer mehr kränkelte und die Reparaturkosten so langsam den Fahrzeugwert überstiegen, musste ein brauchbarer Ersatz her.
Letzte Woche schellte es dann an der Tür und mein Cousin schneite unverhofft rein. Nach ein wenig Smalltalk erzählte er dann von seinem Neuerwerb: ein 2003er Jeep Grand Cherokee, fast Vollausstattung, von einem älteren Herrn, der nun nach längerer Krankheit das zeitliche gesegnet hatte und dessen Erben mit dem großen Gefährt nichts anfangen konnten. Ein Glückgriff. Auch wenn es sich in meinen Augen nicht um ein US-car handelt, da für den europäischen Markt konzipiert. Besonders in der variante wie er ihn nun fährt. Denn auf den spritvernichtenden V8 angesprochen, grinste mein Cousin nur verneinend und erzählte vom kräftigen Drehmoment des 270 CDI-Motors, denn Mercedes ebenso wie das Fünfgangautomatikgetriebe einpflanzte. Stimmt: Jeep = Chrysler = Daimler-Chrysler – zumindest 2003.
Wenn es auch kein Blazer ist, so hat er jetzt zumindest ein großes, geländegängiges Zugfahrzeug, dass fast 3,5 Tonnen ziehen kann und darf. Jeder wie er mag.



























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