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    Ich bin nicht gerade ein Fan der Marke Opel und das unverwechselbare Anlassergeräusch lässt mir jedes mal einen kalten Schauer über den Rücken laufen. In meiner Vergangenheit gab es zwar diverse Kontakte zur Marke und auch das ein oder andere Modell in unserem Besitz, aber so richtig überzeugt war ich nie. Ein Modell ist mir aber in guter Erinnerung geblieben, auch wenn wir uns mal damit gedreht haben und mit offenen Fenstern und kurzen Hosen in einem Brennnesselbusch gelandet sind: der Opel Ascona B.

    Opel Ascona B Sport 1

    In einem B-Ascona drehte ich im Alter von 17 Jahren meine ersten Runden, freilich ohne Führerschein. Den holte ich allerdings auch mit dem selben Opel Ascona ab, mein Bekannter fuhr hin, ich wieder zurück. Ich mochte den Ascona, auch wenn meine Erinnerung mittlerweile etwas verblasst ist.

    Opel Ascona B Sport 2

    Umso mehr freute ich mich, als wir kürzlich noch einmal so ein Fahrzeug zu Gesicht bekamen, denn leider sind sie wie alle coolen Opel aus meiner Jugend (Manta B, Kadett C Coupé, Kadett D, etc.) fast vollständig aus dem Straßenbild verschwunden, viele hätten heute schon das Zeug zum Oldtimer – zumindest dem Alter nach. Die meisten Wagen sind aber sicherlich verbastelt und verheizt worden, der Rest fiel garantiert Rost und Abwrackprämie zum Opfer.

    Opel Ascona B Sport 3

    Der hier gezeigte Ascona B ist sogar ein Sondermodell – ein Opel Ascona B Sport – in diesem Fall die potenteste Version mit dem Zweiliter Einspritzmotor, wie das E am Heck erkennen lässt. Und derging für sein Alter auch ganz ordentlich, in der Beschleunigung hatte unser 20 Jahre jüngerer Saab echt Probleme dranzubleiben.

    Opel Ascona B Sport 4

    Insgesamt machte der Ascona einen schönen und vor allem originalen Eindruck. Der Irmscher-Heckspoiler sowie das mattschwarz abgesetzte Hinterteil des Kofferraumdeckels sind so korrekt, ebenso die Alufelgen im Sterndesign. Leider fehlten die Aufkleber an den Seiten des Wagens.

    Opel Ascona B Sport 5

    Fehlt nur noch die Zulassung als Oldtimer. Doch der Ascona wurde 1980 / 1981 so angeboten, könnte also sein, dass der Besitzer sich noch ein Jahr gedulden muss, bis er das begehrte H-Kennzeichen beantragen kann.

    Gestern nahm ich einen Termin bei meinem Hausarzt wahr. Dabei ging es aber eigentlich nicht um die noch immer vorhandenen Schmerzen nach meinem Treppensturz oder die derzeitige Erkältung, die meinen Taschentuchverbrauch in schwindelerregende Höhen treibt, sondern um mein Hauptproblem: Sodbrennen.

    Seit 2008 habe ich damit Probleme und im August 2008 durfte ich mich einer Magenspiegelung unterziehen. Diese ergab, dass der Muskel am Mageneingang nicht richtig verschließt und ich somit regelmäßig überlaufe und mir die Säure in die Speiseröhre klettert, was wohl auf Dauer auch nicht so toll ist.

    Damals wurde mir von zwei Ärzten gesagt, dass eine Operation bzw. das damit zu erzielende Ergebnis in keinem Verhältnis zu eventuellen Komplikationen stünde und somit doch lieber Tabletten nehmen solle – bis an mein Lebensende. Seit rund 2,5 Jahren werfe ich diese nun täglich ein, aber da sie zeitweise auch nicht so hundertprozentig helfen, wollte ich bei dem Termin nochmals die Möglichkeiten abstimmen.

    Der Doktor tätigte zwei aufschlussreiche Aussagen:
    1. „Sie wollen mit einer OP etwas erzwingen, was sie durch ein Wechsel ihres Lebenswandels viel besser in den Griff bekämen.“
    2. „Sie werden kein 2. Helmut Schmidt.“

    Mein Lebenswandel gefiel ihm also nicht. Und damit meinte er hauptsächlich, dass ich keinen Sport treibe und mein Tagesablauf katastrophal sei. Warum auch immer. Stand der Dinge:

    06.30 Uhr: Erwachen und Aufstehen
    06.35 Uhr: Nach dem Toilettengang ein erster Kaffee und eine Zigarette („Western-Frühstück“)
    Bis ca. 11.00 oder 12.00 Uhr diverse (5 – 6) weitere Tassen Kaffee und noch mehr Zigaretten.
    Dann gegen Mittag ein Brot oder auch mal zwei.
    Es folgen weitere Tassen Kaffee, Zigaretten und allerlei Leckereien zwischendurch.
    Abends gibt es dann das, was andere Menschen als Mittagessen bezeichnen würden.
    Beim Fernsehen folgen dann diverse Knabbereien.
    Sollte es mich überkommen, esse ich gegen 22.00 Uhr noch ein paar Pizzabaguettes.
    Literweise fließt ein koffeinhaltiges Kaltgetränk durch die Kehle.
    Gegen 01.00 Uhr gehe ich ins Bett.

    Nun soll ich morgens Haferbrei essen, mittags zur Not eine Suppe (besser ein richtiges Mittagessen), abends Brote oder Ähnliches. Keine Zigaretten, kein Alkohol (nicht, schwer, da ich keinen trinke), nur zwei Tassen Kaffee (eventuell auch drei) und so weiter und sofort. Und Laufen soll ich. Alle drei Tage. Langsam anfangen und dann steigern, bis ich eine Stunde am Stück laufen kann.

    Na, ja, wo ich schon mal da war, verschrieb er mir noch was wegen meiner Erkältung und fragte, ob ich schon gegen die normale Grippe und die Variante vom Schwein geimpft sein. Ich verneinte und rund 10 Minuten später hatte ich in beiden Oberarmen jeweils eine Spritze stecken. Gerade die Impfung gegen die Schweinegrippe kann ja tolle Nebenwirkungen aufrufen. Ich bin begeistert.

    Nun werde ich meine Ernährung umstellen müssen, den Konsum von Kaffee limitieren und das Rauchen einstellen reduzieren. Und das mit dem Laufen … *seufz*

    Sport?

    3 Kommentare

    In einem Alter Mitte der Dreißiger kann man sich zum Thema Sport ruhig mal Gedanken machen. Wie war es früher? Wie ist es jetzt? Wie könnte es in Zukunft sein?

    Meine bisherigen sportlichen Erfahrungen sind eher nicht erwähnenswert. Abgesehen von der mehr oder eher minder erfolgreichen Teilnahme am schulischen Sportunterricht, meldeten mich meine Eltern vor langer Zeit zum Judo an. Der kleine Marco schaffte immerhin die erste Prüfung zum gelben Gürtel, musste dann aber wieder aufhören, da sich die Fall- und Wurfübungen nicht mit der Kindermigräne vereinbaren liessen.

    Ausgewachsen wies ich dann eine Körperlänge von rund 1.93 m auf (die Angabe variiert je nach dem, wer misst). Dazu aber nur ein Gewicht von 72,5 kg. Auf deutsch gesagt war ich ein eher schmächtiges Kerlchen, ein Strich in der Landschaft. Dies führte pauschal schon mal zu diversen Rückenproblemen.

    Während der Zeit in der Höheren Handelsschule wurde ich zusammen mit einem Klassenkameraden Mitglied in einem Fitneßstudio. Dicke Muckis waren das Ziel. Während mein Kumpel den Umfang seiner Arme und sonstiger Extremitäten beeindruckend vergrößern konnte, blieb ich der dünne Hering – obwohl ich stärker wurde und die gleichen Gewichte stemmen konnte wie er. Sehr niederschmetternd. Ein Austritt lag also nah und wurde auch vollzogen.

    Nach der Schule “durfte” ich zur Bundeswehr. Als damaliger Hypotoniker (Blutniederdruck – kommt gerne bei großen, dünnen Menschen vor) war die Entscheidung mich mit T3 zu mustern zwar nicht nachvollziehbar, aber man musste sich dem halt beugen. Beim ersten längeren Marsch mit vollem Gerödel durften wir uns alle 10 m in den Straßengraben werfen. Als ich nach dem 2. Mal allerdings nicht mehr aufstand (Blutdruck 60 zu nicht mehr messbar), war mir eine Rückfahrt im Tonner sowie eine Ausmusterung mit T6 sicher.

    Nach einiger Zeit verschwand der Blutniederdruck. Mit ein paar Leuten stürzte man sich nun auf die Sportart Badminton. In der Schule noch belächelt (wir spielten “Federball” im Sitzen, hatten Spaß und entsprechend schlechte Noten), gaben wir uns diesmal richtig Mühe. Ich hielt mich gar nicht für so schlecht, bis eines Tages zwei Sportasse den Nachbarplatz gebucht hatten. Nach 2 Minuten Beobachtung des Spiels der Cracks war klar, dass wir nichts konnten. Diese Erfahrung so wie der Umstand terminlicher Differenzen ließ unser Engagement schnell im Sand verlaufen.

    Es folgte eine Sportart, die von vielen nicht als solche angesehen wird: Billard. Regelmäßig trafen ich mich mit einem Arbeitskollegen zum Spiel – bis auch das weniger wurde und letztendlich stoppte. Radfahren ist auch ein interessantes Thema: als Jugendlicher ständig mit dem Velo unterwegs (auch wirklich weite Strecken), fiel das Interesse an unmotorisierten Zweirädern schlagartig mit dem Erwerb des 1. Führerscheins, der zum Führen eines Leichtkraftrades bemächtigte. Als der Führerschein Jahre später mal einen Monat Urlaub machte, wurde ein Fahrrad für die täglichen Fahrten zur Arbeit angeschafft. Das war toll. Man hätte es beibehalten sollen. Tat man natürlich nicht. Der Monat war rum und schon startete die morgendliche Parkplatzsuche vor dem Büro wieder. Als das Fahrrad später noch mal zum Einsatz kam, legte ich mich aber mal so richtig auf die Schnauze und seit dem steht es im Keller.

    Die letzte sportliche Betätigung folgte in der Zeit der Arbeitslosigkeit. Die Aussicht auf eine Stelle im Beamtentum lockte. Allerdings gehörte zum Einstellungstest auch ein Sportteil. Während alle anderen Leistung durchweg als gut zu bezeichnen waren, ließ mich der Sporttest trotz (sicherlich zu wenig) Vorbereitung scheitern. Vielleicht aber auch gar nicht so schlecht.

    Das war es dann mit den überschaubaren sportlichen Tätgkeiten. Es folgten Motorsport und weitere interessante Sportarten – allerdings nur vom Sofa aus im Fernsehen betrachtet. Und trotz der schlechten Essgewohnheiten – morgens Westernfrühstück (Kippe und Kaffee), mittags feste Nahrung (Brot) und abends warmen Essen, sowie nachts bei Bedarf noch eine fetttriefende Tiefkühlpizza – hielt ich mein Gewicht. Bis zum Alter von 29.

    Als ob man einen Schalter umgelegt hätte, änderte sich alles mit der magischen 30. Meine Frau wurde mit unserer Tochter schwanger und es schien, als würde ich aus Solidrität ebenfalls eine Kugel bekommen. Doch meine Frau entband, ihre Kugel verschwand und meine blieb. Leider war der Bauch die einzige Stelle am Körper, die dicker wurde. der Rest blieb dürr. Also sehe ich nun aus, wie ein schwangeres Topmodel. Zugegeben: ganz so drastisch ist es nicht, trage ich ein Sweatshirt und stehe zur Abwechslung mal gerade, fällt es kaum auf. Aber wenn ich ins Hohlkreuz gehe …

    Seit Jahren überlege ich, was man so an sportlichen Aktivitäten unternehmen könnte. Die Arbeitslosigkeit sorgte zwangsläufig für genügend Zeit, während einem der HartzIV-Satz aber jegliche beitragspflichtige Mitgliedschaften in einem Sportverein versaute. Natürlich gibt es genügend Sportarten, die sich (zumindest anfänglich) kostengünstig betreiben lassen: Laufen, Radfahren, etc.

    Aber da ist ja noch ER: der innere Schweinehund. ER nimmt einem gerne das letzte Quäntchen Motivation. Das ich nicht der einzige “Hundebesitzer” dieser Art bin, konnte ich jetzt bei Ralf lesen, der ebenfalls noch mit der Erziehung des Tieres kämpft. Er sucht Leidensgenossen – vielleicht schliesse ich mich an.

    Und wenn ich groß bin, werde ich vielleicht ähnlich wie tAXMAN über große Erfolge im sportlichen Bereich berichten können. Drückt mir die Daumen!
    Sixpack – ich komme!

    Gestern fahre ich mit dem 68er Opel Kadett B zur Tankstelle. Der Tank hörte sich so hohl an, da dachte ich, es wäre sinnig, ihn noch mal ein wenig zu füllen. Als ich so die einzige freie Säule ansteuere, entdecke ich daneben ein älteres BMW-Coupé mit H-Zulassung. Interessanterweise grüßte mich der Besitzer, der gerade seine Windschutzscheibe reinigte – Oldtimerfahrer unter sich. ;-)

    Während er so reinigte und ich tankte, begannen wir mit dem gegenseitigen “Verhör”. Er sei mehr durch Zufall an den Wagen gekommen. Auf meine unwissende Nachfrage, ob es sich um einen 3.0 handelt (was ja vom Grundsatz her auch nicht falsch war), korrigierte er auf 1972er BMW 3.0 CSL. Diese 3 Buchstaben machen das Ding so selten. Sie stehen für “Coupe Sport Leichtbau”.

    Besonders das Leichtbau ist interessant. So erklärte mir der Besitzer den Einsatz von Aluminiumteilen, zeigte mir, wie dünn das Blech des Dachs ist und das der BMW noch nicht mal eine Innenraumbeleuchtung hat. Mit diesen Massnahmen brachten die Ingenieure den BMW damals auf ein Leergewicht von nur noch 1.165 kg anstelle von bis zu rund 1.400 kg im normalen CS.

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    Leider musste ich dann bezahlen gehen und er musste weiter, so dass mir auf die Schnelle nur noch ein Foto des Hecks beim Verlassen der Tankstelle gelang. Aber vielleicht trifft man sich ja noch mal irgendwo.

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