Feb 062010

Auf meiner Festplatte fand ich noch Bilder einer Oldtimerrallye. Orientierungsfahrt heißt es ja offiziell. Ich weiß gar nicht mehr, wann diese stattgefunden hat. Auf jeden Fall wurden die Bilder noch mit meiner ersten digitalen Kamera aufgenommen, was die minderwertige Qualität belegt.

Nun also zu Bildern und dem Versuch zu erkennen, was für Fahrzeuge darauf zu sehen sind.

Oldtimerausfahrt 01


Das erste Bild zeigt ganz rechts definitiv einen Porsche 911 unbekannten Baujahres. In der Mitte steht ein Mazda RX-7 nach dem ersten Facelift, also Baujahr zwischen 1981 und 1985. Und links steht ein Ferrari. Um welches Modell und Baujahr es sich handelt, weiß ich leider nicht.

Oldtimerausfahrt 02


Das zweite Bild zeigt einen Mercedes-Benz 190 SL Baureihe W121 BII. In der Mitte steht ein weißer Triumph TR2 Roadster. Rechts daneben steht ein VW Käfer Cabriolet.

Oldtimerausfahrt 03


Das dritte Bild zeigt am linken Rand einen weiteren Porsche 911. Die geöffnete Haube gibt dem staunenden Kleinwagenfahrervolk den Blick auf den Hemi-Motor eines 1956er (Chrysler) Imperial frei, mit dem wir teilnahmen. Der grüne Wagen daneben ist mir unbekannt. Es folgt ein weiteres Käfer Cabrio. Und daneben steht ein Citroen Traction Avant in auffälliger Zweifarben-Lackierung.

Oldtimerausfahrt 04


Das letzte Bild zeigt im Vordergrund einen Opel Kadett C, ich glaube es war ein Coupé. Daneben steht ein Mercedes Ponton, keine Ahnung welches Modell genau. Der rote Roadster ist ein Triumph. Erst dachte ich, es sei ein TR4, aber die Recherchen ergaben, dass es sich wohl um einen für die USA gebauten TR250 handelt. Es folgt ein gelber Alfa Romeo GTV. Der nächste Wagen war mir ebenfalls bekannt: ein Golf I GTI der ersten Baureihe mit kleinen Rückleuchten und dem 1,6-Liter Motor mit 110 PS. Der Wagen gehörte mal meinem Cousin, der ihn dann aber an den Herrn verkaufte, der an der Oldtimerfahrt teilnahm. Im Hintergrund steht noch ein weiter Mercedes und rechts noch ein Porsche 911.

Es ist immer wieder interessant, welch bunte Mischungen bei solchen Veranstaltungen zusammen kommen. US-Cars sind meist die Ausnahme. Das merkt man dann häufig auch an der Planung dieser Fahrten, die nicht immer für Fahrzeuge mit solchen Abmaßen gemacht sind. Spaß hatten wir trotzdem.

Dez 282009

Vor einiger Zeit, als es noch ein wenig wärmer war, erblickte ich diesen automobilen Klassiker am Wegesrand: einen Mercedes 300 SL Roadster in einer sehr schönen Variante von blau.

300 SL Roadster Frontansicht


Leider sind mir die Bilder aufgrund der einbrechenden Dunkelheit und zweier relativer “Schnellschüsse im Vorbeilaufen” nicht sonderlich gut gelungen.

300 SL Roadster Heckansicht


Für die Freunde automobiler Geschichte:
Der 300 SL Roadster löste im Februar 1957 den weltbekannten Flügeltürer ab und wurde bis 1963 mit der internen Bezeichnung W198 II gebaut. Obwohl er etwas schwerer als sein geschlossener Vorgänger war, reichte die unveränderte Motorisierung mit ihren 215 PS noch immer für sportliche Fahrleistungen. Es wurden nur 1.858 Stück gebaut. Ich weiß nicht, wie viele davon bis heute überlebt haben, aber wenn man in den Besitz eines solchen Roadsters kommen möchte, sollte man aktuell mindestens 400.000 Euro im Sparstrumpf haben. Diese Tatsache lässt solch einen 300 SL für die meisten Menschen immer einen Traum bleiben.

Jun 162009

Neulich an der Tanke gesichtet: ein Mercedes-Benz 190 SL (W121 BII).

Mercedes-Benz 190 SL


Diese Roadster werden gerne mal mit dem großen 300 SL verwechselt, dessen optische Erscheinung zwar aufnahmen, aber technisch vollkommen unterschiedlich waren. Die 190er basierten auf dem Ponton-Mercedes und waren somit wesentlich günstiger zu erstehen.

Leider war nur dieser Schnappschuß im Vorbeirauschen möglich. Als ich kurze Zeit später wieder an der Tankstelle vorbei kam, war der SL natürlich schon weg. Schade.

Mai 122009
Audi TTS Roadster Front

Aus der Ferne konnte man schon die silbernen Spiegel erkennen: bei Audi ein Merkmal der äußerst potenten S-Modelle. In diesem Fall handelte es sich um einen Audi TTS, wie ich ihn auch schon einmal fahren durfte. Hier stand er aber als Roadster vor mir, was bei schönem Wetter sicherlich noch mal einen Ticken geiler ist als die Coupé-Variante. Das Blau ist auch etwas dezenter als das Orange, in dem der von mir pilotierte TTS das Werk verlassen hatte.

Audi TTS Roadster Heck

Was gibt es noch zu sagen? Vielleicht das einen 272 PS wahlweise mit 6-Gang-Schaltung oder S tronic Automatik in rund 5,5 Sekunden auf Tempo 100 katapultieren. Die Höchstgeschwindigkeit ist wie üblich bei 250 km/h abgeriegelt. Aber wer fährt im Roadster schon 250? Ach ja, ab 48.550,- Euro beginnt der Spaß – “nackt” in der Schaltversion. Will man schalten lassen und macht ein paar Häkchen zu viel in der Aufpreisliste, dann kann man auch gerne mehr ausgeben.

Apr 182008
Ein englischer Roadster? Mitnichten...

Bei einer Oldtimerrallye sieht man häufig englische Roadster der 50er, 60er und 70er Jahre. Diese sind meistens stilecht in british-racing-green (dunkelgrün) lackiert. Mir persönlich gefielen diese Wagen nie besonders, aber anscheinend erfreuen sie sich einer großen Beliebtheit bei den Oldtimerfreunden. Als wir vor einiger Zeit an einem solchen Event teilnahmen, entdeckten wir in den Reihen den auf den Bildern zu sehenden Roadster in der bereits erwähnten Standardfarbe.

Die Lösung findet sich am Heck

Eigentlich wollte ich diesen aufgrund des Desinteresses nicht weiter beachten. Im Vorbeigehen fiel mir dann aber auf das es sich nicht um einen der üblichen Austins handelte. Noch schlimmer: es war nicht mal ein Engländer! Des Rätsels Lösung war am Heck zu lesen: es handelte sich um einen Datsun 2000 (Fairlady Sports), also um ein japanisches Fahrzeug. Wem Datsun nichts sagt: heute heißen die Fahrzeuge Nissan.

Klassischer Raodster-Look aus Japan

Zurück zum Roadster. Laut “D”-Schild muß es wohl ein 1969er gewesen sein. Das Internet spuckt dazu folgende Daten aus: von 1968 bis 1970 gebaut. Angeblich auf 1.000 Stück limitiert, von denen die ersten 10 Leichtbauversionen zu Rennzwecken waren. Der Vierzylindermotor schöpft aus rund 2 Litern Hubraum ca. 150 PS und verhilft dem 910 kg leichten Wagen zu einer Höchstgeschwindigkeit von rund 200 km/h. Gar nicht so schlecht für eine Kopie, oder?

Apr 092008
Wiesmann - Doppelpack

Wiesmann Roadster sieht man äußerst selten. Auf dem Weg durch die Stadt kamen mir vor einem Hotel jetzt gleich zwei dieser BMW – befeuerten Geschosse vor die Linse, die schön hintereinander abgestellt worden waren. Da war der Porsche, der in der Reihe direkt hinter den beiden parkte, schon fast unauffällig. Deren Anblick ist man ja gewöhnt. Leider hatte ich keine Zeit, um mir die beiden Wagen mal aus der Nähe anzuschauen. Hat mal jemand einen Wiesmann Roadster für mich?

Apr 012008

Lange habe ich nach einem passenden Titel für diesen Beitrag gesucht, bis ich letztendlich zur Überzeugung gelangt bin, dass alleine der komplette Name dieses italienischen Geschosses schon für Aufmerksamkeit sorgen dürfte. Vor einiger Zeit erreichte mich mal wieder einer dieser merkwürdigen Anrufe: “Kommst Du mit? Ich muss mal testen, ob ich in einen Murciélago passe.” Wenn’s sein muss …

Natürlich war ich nicht wirklich gelangweilt. Wer hat schon mal eines dieser seltenen Exemplare aus der Nähe gesehen, geschweige denn drin gesessen? Ich kenne zumindest keinen. Am Standort des Roadsters angekommen erblickte man zuerst das gewaltige Heck mit den riesigen Rückleuchten sowie diversen Luftauslässen und einem mittleren Auspuffrohr, von dem jeder Lupofahrer träumt!

Wie selten dieses Fahrzeug ist, belegt die Tatsache, dass in Europa nur rund 5 Neuwagen verfügbar sind. Der Preis für die seit Ende letzten Jahres im Handel erhältliche Roadster-Variante beträgt derzeit rund 355.000,- Euro (in Worten: dreihundertfünfundfünfzigtausend). Wie sich dieser Preis zusammensetzt erfahren wir später – ob er gerechtfertigt ist, steht auf einem anderen Blatt.

Dafür erhält man eine Fahrmaschine, deren 12 Zylinder einen Hubraum von 6,5 Litern aufweisen und eine Leistung von 640 PS bereit halten. Die bringen den italienischen Stier bei Bedarf auf eine Höchstgeschwindigkeit von rund 330 km/h – offen versteht sich. Das Coupé legt noch mal 10 km/h drauf. Erstaunlicherweise soll der Roadster sogar Toupetträgerfreundlich sein, da man trotz fehlendem Verdeck im Innenraum von den immensen Windgeschwindigkeiten nichts mitbekommen soll.

Wo wir gerade bei Geschwindigkeiten sind: Im Ledergestühl Platz genommen bleibt der Blick direkt an einem Aufkleber haften, der an der Innenseite des Verdecks angebracht ist. Seine Bedeutung: Nicht schneller als 200 km/h fahren! Hört sich komisch an, ist aber so. Man sitzt also in einer 640 PS – Maschine und darf auf der Autobahn nicht an einem VW Passat vorbeiziehen? Ja, solange das Verdeck zu ist. Es besteht sonst die Gefahr, dass sich dieses einfach verabschiedet. Und man mag es kaum glauben, rund 8.000 Euro ruft Lamborghini für dieses Stückchen Stoff mit unverkleidetem Metallgestänge auf.

Weitere Ersatzteilpreise gefällig? Heckstoßstange rund 14.000 Euro – ohne Diffusor natürlich. Irgendwie muss man ja auf 355.000,- kommen. Auch wenn ich nicht davon überzeugt bin, dass die Herstellung und die Materialkosten dieser Stoßstange genauso teuer wie ein ganzer Golf V sind. Aber was will man machen. Bestes Beispiel dafür, dass der gewillte Kunde gerne zahlt, ist das neue Entertainmentsystem von Kenwood mit Touchscreen zur Steuerung von Musik, DVD und Navigation. War vorher noch ein wirklich gutes Navi aus dem Hause Audi verbaut, beschwerten sich die Lambokunden wohl über mangelnde Exklusivität. Nun gibt es das maßgeschneiderte Kenwood-System, das bei weitem nicht an das Audi-Navi rankommt – dafür ist es aber exklusiv. Ob es schnell genug ist, weiß ich nicht. Bestimmt gehört zu den Standardansagen der Navistimme folgender Satz: Huch, schon vorbei – wenn möglich, bitte wenden.

Insgesamt ein beeindruckendes Stück automobiler Ingenieurskunst. Wenn auch der Einstieg beschwerlich und das Platzangebot begrenzt ist. Und auch diverse Berichte über kuriose Mängel und Unfälle (siehe z. B. www.lambounfall.de ) sollte man nicht ignorieren, wenn man bereit ist, den Preis einer netten Finca in Spanien doch lieber in einen Supersportwagen zu investieren.

Die Bilder zu diesem Beitrag wurden wieder entfernt, um eventuellen Abmahnschreiben entgegen zu wirken. Lamborghini mag es angeblich nicht, wenn man Bilder von Lamborghinis veröffentlicht!