Gestern war es wieder so weit: ich musste in die Eifel. Hin und zurück insgesamt 120 km. Eigentlich in 2 Stunden zu bewerkstelligen. Gestern dauerte es fast doppelt so lang. Um 9.00 Uhr sollte ich da sein, fuhr nach einem Blick aus dem Fenster in weiser Voraussicht schon um 7.30 Uhr los. Für die Leser, die sich hier in der Gegend ein wenig auskennen, werde ich mal ein paar Ortsangaben einfließen lassen.
In Aachen selbst waren die Straßen halbwegs normal befahrbar. Ein Räumfahrzeug suchte man allerdings vergeblich. Bis zur Monschauer Straße war auch wenig los, doch kurz vor dem Abbiegen Richtung Himmelsleiter stieß ich auf die erste Gruppe langsam fahrender Fahrzeuge. Gut, dass es ein kurzes zweispuriges Stück gibt, auf dem sich die Schisser überholen ließen.
In Roetgen war was den Schnee angeht schon Land unter und auch in Lammersdorf wussten die meisten am Wegesrand ihre Einfahrten frei schaufelnden Menschen wohl nicht mehr, wohin mit dem weißen Zeug.
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Bis Kesternich (ein Orteil von Simmerath) benötigte ich aufgrund diverser Verkehrshindernisse, wie z. B. ständig auf der Bremse stehender Ford-Transit-Paket-Transporter, rund 45 Minuten! Runter zum Rursee ging es ähnlich langsam. Zeit für den obligatorischen Zwischenstopp am fast vollständig zugefrorenen und eingeschneiten Rursee.
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Die meisten dort beheimateten Enten schliefen so früh morgens allerdings noch.
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Als ih die Weiterfahrt antrat, sauste ein kleiner LKW vorbei, hinter dem ich wieder auf die Hauptstraße einbog. Einige Meter weiter mussten wir aber schon wieder bremsen, denn im folgenden Anstieg kam uns ein Sattelzug rückwärts entgegen.
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Da er dies aber auf der Gegenfahrbahn tat, zog der Kleinlaster einfach daran vorbei. Ich wartete mit ausreichendem Sicherheitsabstand, da ich mir nicht sicher war, wo der Sattelschlepper hin will.
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Dann zog auch ich vorbei und 2 Kurven weiter hatte ich den Kleinlaster wieder eingeholt, denn dieser stand mit weiteren LKW in einer Reihe. Davor waren die blauen Rundumleuchten eines Polizeiwagens zu erblicken.
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Einer der grün gekleideten Herren regelte dann den Verkehr. Erst durfte die Gegenseite fahren. Angeführt von einem Räumfahrzeug folgten diverse PKW. Dann waren wir dran. Alle PKW zogen an den auf dem Bild zu sehenden LKW vorbei und somit war ich ganz vorne und hatte freie Fahrt. Am Camp Vogelsang war auch alles schön weiß:
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Bei der darauf folgenden Straße hatte ich nicht nur freie Fahrt, sondern auch freie Wahl, wo ich diese fortsetzen will, denn es gab nur eine weiße Fläche ohne erkennbare Unterschiede.
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Die weitere Fahrt führte dann hinter eine Wagenkolonne, die einem LKW hinterher schlich, der sich vorsichtig einen Berg hinunter bremste.
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Es ging vorbei an einem Kleinwagen, in dem niemand saß. Dahinter stand ein LKW mit Warnblinkanlage. Was dort passiert war, weiß ich nicht.
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Kurz vor Erreichen des Ziels folgte wieder ein Teilstück mit durchgehender Schneedecke, auf der das Fahren doch sehr angenehm war.
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Auf der Rückfahrt war schon wesentlich mehr los. Es gab mehr “Staus”, mehr rutschende und schleichende LKW, deren Fahrer einem schon Leid taten, da sie ja aus beruflichen gründen unterwegs waren und das dafür zur Verfügung gestellte Arbeitsgerät vermutlich nicht immer sonderlich wintertauglich war.
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Interessant zu sehen, wenn dann selbst ein LKW den anderen überholt.
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Nach einiger Zeit begegnete uns dann ein Räumfahrzeug. Es war, glaube ich, der, der mir schon auf der Hinfahrt entgegen kam.
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Bis zum Rursee folgten wir dann einem LKW, der während dieser Talfahrt fast konstant auf der Bremse stand.
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Vom Rursee rauf Richtung Simmerath sahen wir dann noch einen Bekloppten, der einen mit Warnblinkanlage rollenden LKW vor einer uneinsehbaren Rechtskurve überholte.
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Ich entschuldige mich für die Bildqualität, die Kamera hatte sich in den Videomodus verstellt, so das hier nur Screenshots gezeigt werden können. Zu guter Letzt erblickten wir auf der Monschauer Straße noch einen Abschlepper, der entgegen der Fahrtrichtung auf unserer Spur stand. Zuerst konnten wir den Grund seiner Anwesenheit nicht entdecken, doch dann sahen wir im zugeschneiten Acker neben der Straße einen Kleinwagen stehen.
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Keine Ahnung, wie er dahin gekommen ist oder was er da wollte, auf jeden Fall kam er aus eigener Kraft wohl nicht mehr da weg.
Die Fahrt war mehr als interessant, aber dennoch sehr anstrengend, da einem die anderen Verkehrsteilnehmer, deren Fahrverhalten man ständig im Auge behalten musste, doch einiges an Konzentration abforderten.

