Als ich vergangenes Wochenende den 5er BMW wieder zurück in die Halle brachte, in der er meist ungenutzt sein Dasein fristet, entdeckte ich diesen Citroen wieder.
Keine Ahnung, ob es sich um eine ID oder DS handelt, aber noch viel schlimmer: ich weiß nicht, ob es sich um eine Restauration handelt oder ob die Göttin als Schlachtfahrzeug dient.
Ich bin mir auch ob des Fortschritts nicht sicher. Es ist schon einige Zeit her, als ich das letzte Mal in der Halle war und ich kann mich daher nicht mehr erinnern, wie der Wagen damals aussah.
Natürlich hätte es dieser Oldtimer verdient, in einen entsprechend guten Zustand versetzt zu werden. Aber alleine wird er es kaum schaffen, auch wenn er manchmal ein merkwürdiges Eigenleben entwickelt und Lebenszeichen von sich gibt, indem dann einfach so ein Lämpchen flackert, um kurze Zeit später wieder aus zu gehen. Hat was von Stephen Kings Christine …
Gestern durften wir mal wieder eine Eifel-Tour absolvieren. Mit dem sommerbereiften 5er BMW ging es los, denn der Schnee, der uns bisher an Fahrten mit dem 525i hinderte, war ja nun weg. Dafür gab es aufgrund des Sturmtiefs Xynthia diverse andere Probleme, die den Verkehr behinderten.
Da wir erst gegen 18.00 Uhr am Bestimmungsort in der Eifel sein mussten, wollten wir vorher noch bei meinem Cousin vorbei. Ich berichtete bereits über ihn und das Dorf ohne DSL, in dem er wohnt. Kurz vor der Abfahrt riefen wir ihn an. Seine Info: “Es gibt keinen Kaffee, ich hab keinen Strom. Und der Rest des Ortes auch nicht!” Wir kamen aus Richtung Simmerath – Eischerscheid und fuhren die ersten paar Kurven nach Hammer runter, bis wir auf einmal vor diesem Hindernis standen:
Also drehten wir und als wir keine 5 Minuten wieder in Eischerscheid ankamen, lag dieser Baum auf der Straße:
Der musste also gerade erst gefallen sein. Zum Glück versperrte er nicht die ganze Fahrbahn. Wir fuhren vorbei, hielten an der nächsten Bushaltestelle und wählten den Notruf 112. Da ging keiner dran! Also wählten wir 110 und gaben die Verkehrshindernisse durch. Dann versuchten wir den 2. Weg, um nach Hammer zu kommen. Leider war diese Strecke bereits abgesperrt. In Erwartung weiterer Verkehrsstörungen entscheiden wir uns direkt unser Hauptziel anzusteuern.
Dieses Vorhaben begann dann auch sogleich mit einem Umweg und kurze Zeit später sahen wir erneut, wie eine Strecke, die wir normalerweise befahren, gesperrt wurde. Wir hofften, dass diese Sperre auf unserer Rückfahrt verschwunden ist, was sich aber leider nicht bewahrheitete.
Es ging weiter, vorbei am Rursee, dem in eine Richtung kurzzeitig gesperrten Camp Vogelsang, immer wieder auf der Straße liegenden Bäumen ausweichend. Dann überkam mich doch stärkerer Harndrang, so dass ich, um diesem zu fröhnen, auf kürzestem Wege ein Restaurant einer amerikanischen Fastfoodkette in einem Gewerbegebiet in Kall ansteuerte. Bei der Einfahrt in besagtes Gewerbegebiet fiel mir eine KFZ-Prüfstelle der GTÜ auf. Eigentlich nichts Besonderes, hätte ich nicht davor einen Hubschrauber stehen sehen. Also suchte ich nach dem Toilettengang die passende Straße, um zur Prüfstelle zu gelangen. In einer der Straßen entdeckte ich erst noch einen Pontiac Firebird Formula aus den Endsiebzigern (vielleicht auch ein früher 80er):
Leider kamen wir so nur zum vorderen Haupteingang der Prüfstelle – der Helikopter stand hinter dem Gebäude. Dafür stand neben dem Eingangstor dieser Kampfjet:
Sah schon ein wenig merkwürdig aus und man erwartet in einem normalen Gewerbegebiet ja auch kaum russische Kampfflugzeuge.
Ein Schild neben dem Jet verriet, dass es sich um eine Mikojan-Gurewitsch MIG-23 handelte, einen einsitzigen Schwenkflügler.
Wir fuhren aus der Sackgasse raus in die nächste hinein, um eventuell doch noch ein Bild des Helikopters machen zu können. Dieser stand jedoch etwas weiter weg:
Auch hierbei scheint es sich um ein russisches Fluggerät zu handeln. Wenn ich es richtig identifiziert habe, ist es ein Mil Mi-8, den es in zivilen und Militärvarianten gab.
Auf dem weiteren Weg hielt ich noch bei einer Ford-Werkstatt, da ich dort auf einer der letzten Touren hinter einer Scheibe einen alten Ford Escort im Renntrim gesehen hatte. Leider spiegelte es zu sehr, so dass die Bilder vom Escort und einem Taunus oder Granada, der ebenfalls im Showroom stand, nichts geworden sind. Dafür stand neben dem Gebäude ein alter Traktor, dem der Besitzer wohl den Namen Elch gegeben hatte, wie das Schild vermuten lässt:
Daneben stand dann noch ein Ford Transit mit Hochdach. Zwar nicht die ganze alte Version, aber dennoch interessant. Leider stand kein Preis dran.
Auf dem Rückweg fuhren wir noch bei einem Schrottplatz vorbei. Neben vielen Fahrzeugen, die der Abwrackprämie zum Opfer gefallen sind, stand dort auch dieser Oldtimer in der Reihe:
Ich habe keine Ahnung, was das gewesen sein könnte. Vielleicht eine Citroen Gangsterlimousine oder Ähnliches – auf jeden Fall alt.
Nachdem wir nun einige Bilder von Fahrzeugen meines Vaters gesehen haben, die er vor meiner Zeit hatte, widmen wir uns nun den Autos, die ich auch kenne (oder zu deren Zeit ich zumindest auch schon existiert habe).
Vor einiger Zeit hatte ich ja schon mal dieses Bild gezeigt:
Es zeigt mich vor einer “Göttin”. Zu diesem Fahrzeug habe ich auf der DVD meines Vaters nun noch zwei weitere Bilder gefunden, die ich euch nicht vorenthalten möchte:
Diesen Citroen fuhr mein Vater so ca. 1975 / 1976. Leider weiß er nicht mehr, ob es eine ID oder DS, eine 19 oder 20 war. Egal, denn es ist ein Kultfahrzeug.
Hier gibt es noch flott ein Bild eines Wagens, den mein Vater nur rund 3 Wochen hatte, da er von einem abbiegenden Fahrzeug gerammt wurde:
Es handelte sich um einen Audi 80 – genauer gesagt um einen Auto Union Audi F103 und da er 80 PS hatte, war es der erste Audi 80, der zwischen 1966 und 1969 gebaut wurde. Der Nachfolger dieser Baureihe hieß dann tatsächlich Audi 80 (“Audi” als Hersteller und “80″ als Modellbezeichnung).
Dieses Bild zeigt des Wagen eines Kameraden meines Vaters bei der Bundeswehr. Es handelte sich um einen zwischen 1964 bis 1967 gebauten Ford P5. Ob es ein Taunus 17M oder Taunus 20M war, weiß mein Vater nicht mehr, er vermutet aber letzteres. Auffällig sind die an der Front verbauten Zusatzscheinwerfer.
Das Bild entstand wohl Ende der 1960er Jahre. Und für die neugierigen Leser: die Dame in der zeitgenössischen Kleidung ist meine Mutter in jungen Jahren.
Nach dem Taunus 12M folgte, wenn ich es richtig verstanden habe, dieser BMW 1800 der damals so genannten “Neuen Klasse”, aus der sich auch die überaus beliebten zweitürigen 02-Modelle ableiteten.
Angeblich soll der BMW grün gewesen sein. Aufgrund der Qualität der eingescannten Fotos hätte ich ihn glatt für gelb gehalten.
Auf dem zweiten Bild wird er von einem weißen Wagen überholt. Dies ist wohl ein Fiat, zu dem ich demnächst auch noch etwas schreiben werde.
Kaum zu glauben, dass ein BMW von einem Fiat überholt wird, vermutlich hat er ihn absichtlich passieren lassen. Denn der zwischen 1963 und 1968 gebaute BMW 1800 erreichte mit seinen 90 PS garantiert bessere Fahrleistungen, die mein Vater auch gerne auf diversen Fahrten durch die Eifel Richtung Kaserne nutzte.
Als er im Hunsrück noch schnell eine Kolonne bestehend aus Lastkraftwagen und Autos überholen wollte (er kannte die “Rennstrecke” von den Fahrten an den Wochenenden nach eigener Aussage in- und auswendig), war die Beschleunigung des 1800ers wieder mehr als ausreichend. Allerdings zog hinter einem LKW ein langsamerer PKW auf seine Spur und trotz einer Vollbremsung konnte ein Auffahrunfall mit der einhergehenden Kaltverformung des flotten Bayern nicht verhindert werden.
Keine Ahnung, was danach aus dem Wagen wurde. Mein Vater hatte noch recht viele Autos. Ein BMW war aber, so glaube ich, nicht mehr dabei. Ob es an der anscheinend nicht überzeugenden Bremsleistung lag, entzieht sich ebenfalls meiner Kenntnis.
Nach einer kurzen Blog-Abstinenz geht es nun weiter mit Bildern von der DVD meines Vaters. Und da machen wir dann auch direkt mit seinen Fahrzeugen weiter. Heute gibt es mal das Bild eines Ford Taunus 12M aus der Bauzeit von 1959 bis 1962, also die modernisierte Variante ohne Weltkugel, die aufgrund ihres Streifens an der Seite auch gerne Streifentaunus genannt wurde.
Mein Vater fuhr diesen grauen Ford während seiner Zeit bei der Bundeswehr regelmäßig auf der Strecke Aachen – Idar-Oberstein. Das Foto entstand 1967 in den Niederlanden. Mehr Bilder gibt es von diesem Ford, der heute ein prima Oldtimer wäre, leider nicht.
Auf einem der Treffen in Kerkrade kam uns dieser 1966er Ford Thunderbird vor die Linse.
Es handelte sich um eins der 5.049 mal gebauten Convertibles – also Cabriolets. Noch beeindruckender als die mit Doppelscheinwerfern versehene Front, fand ich die Heckpartie mit dem durchgehenden Leuchtenband:
Die als Viersitzer ausgelegten Thunderbirds sahen in diesem letzten Jahr der so genannten Vintage-Thunderbirds noch richtig gut aus, mit dem Design der Folgebaujahre konnte ich mich nicht mehr anfreunden.
Aber auch schon in 1966 gingen die Verkaufszahlen trotz gesenkter Preise zurück. An den V8 Motoren mit 6,4 Litern Hubraum wird es wohl kaum gelegen haben.
Als ich mal mit einem Freund unterwegs war, der seiner damaligen Freundin ein Auto kaufen wollte, entdeckten wir auf dem Weg zum Verkäufer diesen 1960er Chevrolet.
Leider kann ich nicht sagen um welches Modell es sich bei diesem Chevy handelt. Ein Impala, also das damalige Topmodell, ist es definitiv nicht, da er dafür zu wenig Chrom-Zierrat aufweist. Bleibt also nur noch ein Biscayne, das Einsteigermodell, oder ein Bel Air, der sicherlich am meisten verkauft wurde.
Der zweitürige Sedan entsprach nicht mehr so ganz dem Originalzustand, stand aber sonst ganz gut da. 1960 war das letzte Jahr, in dem es noch Heckflossen gab. Danach wurde die Optik eher langweilig.
Auf der gestrigen Tour durch die Eifel fuhr ich erneut bei einem (ehemaligen?) Opelhändler vorbei, in dessen Schaufenster ich schon einige Male einen Oldtimer gesehen hatte. Gestern hatte ich allerdings die Möglichkeit, kurz zu halten und ein Foto zu machen. Leider ist es nicht sonderlich gut geworden:
Irgendwie kam mir das Fahrzeug von der Art her bekannt vor und so durchsuchte ich meine Festplatte und fand einen gleich aussehenden Oldtimer, den ich bei den Flugtagen im letzten Jahr fotografiert hatte:
Die weiteren Bilder offenbarten eine Modellbezeichnung, was für die Recherche im Internet sehr hilfreich war. Es handelt sich um einen Morris Minor 1000 Traveller Woody.
Der Zustand des roten Minor 1000 war sehr gut und so zog der an prominenter Stelle geparkte Wagen doch eine Blicke auf sich.
Interessant war das authentische britische Kennzeichen, welches zusätzlich zum deutschen Pendant am Heck montiert war.
Der ganz oben gezeigte grüne Traveller steht schon seit geraumer Zeit zum Verkauf. Ob der Preis gerechtfertigt ist, weiß ich nicht, da ich zum Zustand nichts sagen kann und die z. B. bei mobile.de angebotenen Fahrzeuge große Preisunterschiede aufweisen. Aber vielleicht findet sich ja noch ein Sammler von in England produzierten Wagen. Denn einen Lebensabend in einem Schaufenster wünscht man doch keinem Oldtimer, oder?














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