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    11.45 Uhr in Deutschland. Es schellt an der Tür. Ich öffne die Wohnungstür und drücke auf. Ein Mann blökt irgendwas mit “Post” ins Treppenhaus. Der Briefträger war doch schon da. Ich drehe mich um und will den Briefkastenschlüssel holen, da steht der Herr auch schon fast in unserer Wohnung – in der Hand ein Päckchen. ‘Sicher für die Nachbarn.’, denke ich mir, doch er fragt, ob ich ich bin. Ich bejahe, er drückt mir den Karton in die Hand und verschwindet.

    Da stehe ich nun mit meinem Päckchen bis 2 kg, das ungefähr die Größe eines Schuhkartons hat, aber kaum etwas wiegt. Komisch, ich habe nichts bestellt. Es folgt der Blick auf den Absender: klickfreundlich GmbH aus Herford. Nie gehört, nie gesehen.Da es im Päckchen nicht tickt und das Schütteln keinen Aufschluß über den Inhalt liefert, entscheide ich mich, es zu öffnen.

    Vorsichtig entferne ich den Adressaufkleber – vielleicht brauche ich den noch. Ich öffne das Päckchen und erblicke einen Flyer sowie einen Haufen Füllmaterial. Der Flyer bewirbt eine relativ neue Automobilbörse im Netz. Es gibt einen Hinweis auf einen BMW x5 mit merkwürdiger Beschreibung. Ich wühle im Karton und finde ein originalverpacktes ferngesteuertes Auto (besagter X5) in Matchboxautogröße.

    Der Flyer bewirbt weiterhin ein Gewinnspiel. Ich soll einen Link zu besager Autobörse setzen und habe die Chance, ein Wochenendfahrt mit einem Ferrari oder Hummer zu gewinnen. Oder einen Reisegutschein. Mehr findet sich nicht.

    Warum schicken die mir das? Wer ist diese Firma? Woher haben die meine Adresse? Und was passiert, wenn ich nicht verlinke? Muss ich den kostenlosen Spielzeug-BMW dann wieder zurückgeben?

    “klickfreundlich” durch die Suchmaschine gejagt, ein paar Treffer. Die Seite der Marketingagentur besitzt ein Impressum. Adresse in Köln, vermutlich Herforder Telefonnummer – merkwürdig.
    Ich glaube, ich schreibe die mal an und frage, woher die meine Adresse haben …

    [inspic=251,left,fullscreen,thumb]Da hatte ich doch noch dieses von mir gebastelte Bild auf der Festplatte liegen. Würde auch gut zu dem aktuellen Bild passen, dass derzeit durch die Presse geistert und auf dem sich ein Audi Q7 und ein Fiat 500 beim Crashtest begegnen. Aber eigentlich ging es mir damals im alten Blog darum, dass der Daewoo aus Korea von Chevrolet geschluckt wurde und dann einfach alle koreanischen Kleinwagen ein Chevroletlogo bekamen. Somit waren die hierzulande erwerbbaren Chevrolet keine typischen Amischlitten, sondern eher kleine asiatische Blechdosen.

    Und als wäre das für den US-Car-Fan noch nicht schlimm genug, nein, die Deppen dachten tatsächlich, dass sie nun zur US-Car-Szene gehören würden und meldeten sich mit solchen Sätzen, wie er im Titel zu finden ist, in US-Car-Foren an. Eine Autozeitung machte wohl mal den Test und fuhr mit einem Ex-Daewoo Matiz zum Ami-Treffen. Die Kommentare der V8-Fahrer beim Anblick des schuhkartongroßen 4-Zylinders brauche ich hier wohl nicht wiederholen …

    [inspic=179,left,fullscreen,thumb]Geländewagen sind in Mode. Allerdings heißen die Dinger ja nicht mehr so. Auf neudeutsch nennt man sie nun SUV (Sport Utility Vehicle). Sehen kann man sie haufenweise vor Kindergärten, Grundschulen und auf Aldi-Parkplätzen – alles Ziele, die junge Mütter halt so ansteuern. Wo man sie garantiert nicht sieht: im Gelände. Viele dieser Möchtegern-Geländewagen sind für den Einsatz abseits der Straßen auch gar nicht mehr konzipiert, sei es mangels fehlendem Allradantrieb oder fehlender Bodenfreiheit oder anderer nötiger Dinge.

    [inspic=180,right,fullscreen,thumb]Ganz anders ist da ein Fahrzeug, welches hier in Aachen eher mit den zu schmalen Straßen kämpft. Zwar wird dieser Hummer H1 auch nicht im Gelände bewegt, jedoch könnte man es, wenn man denn wollte. Der Wagen der auf Basis des militärischen Humvee entstand, weist noch alle Feinheiten auf, die man für das Durchqueren schwierigen Terrains benötigt. Inkl. Reifendruckregulierung aus dem Innenraum. Ansonsten verwöhnt diese zivile Version natürlich auch mit allen Annehmlichkeiten eines modernen SUVs: Ledersitze, Soundsystem, elektrische Fensterheber, etc. Die Parkplatzsuche gestaltet sich in europäischen Gefilden aber bestimmt schwierig. Gut, wenn man da noch einen H3 als Ausweichfahrzeug hat ;-)

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