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    Bei einer Tour zum Flughafen hatte ich kürzlich die Gelegenheit, die Mercedes A-Klasse einer Bekannten zu fahren. Krankheitsbedingt benötigte diese ein Fahrzeug mit Automatikgetriebe. Um Rahmen der Abwrackprämie wurde dann ihr Astra Cabrio mit Schaltgetriebe durch die hier gezeigte A-Klasse ersetzt.

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    Als A150 mit 95 PS mag der kleine Mercedes für den Stadtgebrauch sicherlich ausreichend motorisiert sein, aber in Verbindung mit der Autronic, wie die Automatik bei Mercedes genannt wird, wirkt das ganze Fahrverhalten sehr träge.

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    Innerstädtisch fällt dies kaum auf, begibt man sich aber auf eine Landstraße oder gar Autobahn, sollte man einiges an Geduld mitbringen, da alles recht langsam abläuft.

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    Das Wageninnere präsentiert sich schlicht und übersichtlich, wirft keinerlei Fragen auf. Die Verarbeitung wirkt solide, wenn auch stellenweise etwas billig. Die leicht erhöhte Sitzposition verschafft einem einen schönen Überblick über das Verkehrsgeschehen.

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    Gewöhnungsbedürftig, aber typisch für Mercedes: der fehlende Hebel rechts hinterm Lenkrad. Der Scheibenwischer wird über den Blinkerhebel links gesteuert.

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    Störend: der Hebel des Tempomat, der ober halb des Blinkerhebels angebracht ist und an dem ich aus genau diesem Grund des Öfteren hängen blieb. Auch die Bedienknöpfe am Lenkrad sind nicht s toll platziert, bei der Standardhandhaltung (10 vor 3) drückte ich mit Teilen der Hand mehrfach versehentlich den Lautstärkeknopf.

    Insgesamt sicherlich ein schöner Kleinwagen für die Stadt, der für längere Touren aber entweder stärker motorisiert oder mit einem Schaltgetriebe ausgestattet sein sollte.

    Seit dem Hallentreffen bei Martin steht mein Rad nun auf dem Balkon (sonst steht es immer im Keller). Aber da ich noch etwas daran arbeiten wollte, hielt ich den Balkon für den besseren Ort, da hier oben in der Wohnung auch das Werzeug sowie weitere Teile liegen.

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    Bereits in der Halle stellten wir fest, dass an der Halterung des Bordcomputers etwas abgebrochen ist. Michael meinte, dass es bei seiner Halterung an der gleichen Stelle brach. Sollbruchstelle? :mrgreen:

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    So wollte ich mich heute an die Demontage begeben. Allerdings machte ich mich vorher noch auf die Suche nach dem Fahrradcomputer und etliche Stunden später wurde ich auch fündig:

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    Natürlich funktionierte der Sigma Sport BC 600 aufgrund einer leeren Batterie nicht mehr. Schade eigentlich, denn das Teil war nicht schlecht und genügte meinen Ansprüchen vollends. Aber der Ersatz der Batterie und des Halters (vorausgesetzt, man bekommt ihn überhaupt noch) steht preislich vermutlich in keinem Verhältnis zu einer Neuanschaffung. Die Einsteigergeräte von VDO oder Sigma sind schon für rund 10,- Euro zu bekommen. Wie schon erwähnt reichen mir die Grundfunktionen, wobei es mir weniger um die Geschwindigkeit geht, sondern vielmehr um die gefahrene Strecke.

    Wegen dem ständig läutetenden Telefon bin ich dann doch nicht mehr zur Demontage gekommen – die werde ich morgen nachholen. Und den BC 600 werde ich dann samt Zubehör in die Tonne werfen und mal die Onlineshops diverser Fahrradläden nach einem günstigen Ersatz durchstöbern.

    [inspic=643,left,fullscreen,thumb]Die Autobahn ist recht gut frequentiert an diesem Tag. Es gibt nur wenige Streckenabschnitte, in denen einen keine Baustelle ausbremst. Doch selbst in diesen Teilstücken ist an ein schnelles Vorankommen nicht zu denken. Gemächlich schiebe ich mich mit rund 100 km/h auf der mittleren Spur an den LKW vorbei. Die linke Spur ist nur unbedeutend schneller. Irgendwann bollert ein Ferrari an mir vorbei. Ob sich der Besitzer der italienischen Sportflunder wohl ärgert? Leistung satt, aber mit 120 km/h über die Bahn rollen zu müssen ist sicherlich kein schönes Gefühl. In welchem Gang mag er wohl sein? Im 2. oder 3. vielleicht. Schon Scheiße, wenn man den Kaufpreis eines kleinen Eigenheims für seinen Wagen hingelegt hat, diesen aber nicht seinem Naturell entsprechend bewegen kann …

    Dies ist keine der üblichen Stänkereien gegen LKW-Fahrer, wie sie heutzutage leider überall vorzufinden sind, sondern eine ernst gemeinte Frage. Vielleicht kann sie mir einer der hier mitlesenden “Brummifahrer” ja beantworten.

    [inspic=248,left,fullscreen,thumb]Wir sehen hier einen LKW, der nach etlichen gefühlten Kilometern schon fast an seinem “Kollegen” vorbei ist. Diese Art von Überholmanövern ist vermutlich der Grund, warum man von “Elefantenrennen” spricht. Ich kann durchaus verstehen, wenn ein LKW-Fahrer ein wesentlich langsameres Fahrzeug überholen möchte. Sogar ich, der meist recht zügig unterwegs ist, ermögliche einem LKW das Ausscheren, wenn ich sehe, dass dieser z. B. auf einen unserer holländischen Nachbarn aufläuft, der krampfhaft versucht, bei rund 70 km/h sein rollendes Eigenheim trotz Windböen auf der Fahrbahn zu halten. Der LKW-Fahrer blinkt, ich bremse und lasse ihn rausziehen, er kann mit unverminderter Geschwindigkeit passieren und schert wieder ein – alles bestens.

    Da in Deutschland für LKW eine maximale Höcstgeschwindigkeit von 80 km/h gilt, verstehe ich aber nicht, wieso der eine den anderen LKW mit einem Geschwindigkeitsplus von 2 km/h überholen muss. Denn es ist nicht so, dass der rechts auf dem Bild zu sehende LKW wesentlich langsamer war.

    Kann mir das bitte jemand aus der Praxis erklären? Gibt ja vielleicht einen mir als Autofahrer unbekannten Grund. Danke.

    Wer kennt es nicht? Man fährt so mit grob geschätzten 53 km/h eine Hauptstraße lang. In weiter Ferne mündet von rechts eine Seitenstraße ein. Dort steht ein Wagen. In der Annahme, dass dieser wohl wartet, da man selbst ja Vorfahrt hat, nähert man sich mit unverminderter Geschwindigkeit. Kurz vor Erreichen dieser kritischen Stelle kommt der andere Fahrer – warum auch immer – auf die wahnwitzige Idee: “Das schaff’ ich noch!”

    Und er gibt Gas – leider nicht genug! Denn nachdem er seinen rollenden Schrotthaufen vor dem eigenen Gefährt um die Kurve gehievt hat, vergißt er leider weiter zu beschleunigen und ruckelt vermutlich mit rund 23 km/h vor einem her. Die Differenz von rund 30 km/h führt dazu, dass man innerhalb kürzester Zeit den Hersteller des Endschalldämpfers einwandfrei entziffern kann, das Bremspedal fast durch die Bodengruppe jagt, den Blinkerhebel beim Betätigen der Lichthupe fast abreißt und durch die Schläge auf die Hupe beinahe der Airbag ausgelöst wird!

    Nach einem flüchtigen Blick in den Rückspiegel, um zu kontrollieren, wer denn da hinter ihm so einen Lärm veranstaltet, bemerkt der Andere seinen Fehler, schaltet hoch in den 2. Gang und der Wagen nimmt an Fahrt zu. Die erhobene Hand als entschuldigende Geste hindert einen nicht, weiter zu fluchen und ebenfalls wild – wenn auch nicht ganz so freundlich – zu gestikulieren.

    Das ist die erste von anderen Verkehrsteilnehmer falsch genutzte Geschwindigkeit. Teil 2 folgt in Kürze …

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