Feb 082010

Seit dem Hallentreffen bei Martin steht mein Rad nun auf dem Balkon (sonst steht es immer im Keller). Aber da ich noch etwas daran arbeiten wollte, hielt ich den Balkon für den besseren Ort, da hier oben in der Wohnung auch das Werzeug sowie weitere Teile liegen.

Fahrradcomputer 01


Bereits in der Halle stellten wir fest, dass an der Halterung des Bordcomputers etwas abgebrochen ist. Michael meinte, dass es bei seiner Halterung an der gleichen Stelle brach. Sollbruchstelle? :mrgreen:

Fahrradcomputer 02


So wollte ich mich heute an die Demontage begeben. Allerdings machte ich mich vorher noch auf die Suche nach dem Fahrradcomputer und etliche Stunden später wurde ich auch fündig:

Fahrradcomputer 03


Natürlich funktionierte der Sigma Sport BC 600 aufgrund einer leeren Batterie nicht mehr. Schade eigentlich, denn das Teil war nicht schlecht und genügte meinen Ansprüchen vollends. Aber der Ersatz der Batterie und des Halters (vorausgesetzt, man bekommt ihn überhaupt noch) steht preislich vermutlich in keinem Verhältnis zu einer Neuanschaffung. Die Einsteigergeräte von VDO oder Sigma sind schon für rund 10,- Euro zu bekommen. Wie schon erwähnt reichen mir die Grundfunktionen, wobei es mir weniger um die Geschwindigkeit geht, sondern vielmehr um die gefahrene Strecke.

Wegen dem ständig läutetenden Telefon bin ich dann doch nicht mehr zur Demontage gekommen – die werde ich morgen nachholen. Und den BC 600 werde ich dann samt Zubehör in die Tonne werfen und mal die Onlineshops diverser Fahrradläden nach einem günstigen Ersatz durchstöbern.

Apr 092009
Ferrari im Stau

Die Autobahn ist recht gut frequentiert an diesem Tag. Es gibt nur wenige Streckenabschnitte, in denen einen keine Baustelle ausbremst. Doch selbst in diesen Teilstücken ist an ein schnelles Vorankommen nicht zu denken. Gemächlich schiebe ich mich mit rund 100 km/h auf der mittleren Spur an den LKW vorbei. Die linke Spur ist nur unbedeutend schneller. Irgendwann bollert ein Ferrari an mir vorbei. Ob sich der Besitzer der italienischen Sportflunder wohl ärgert? Leistung satt, aber mit 120 km/h über die Bahn rollen zu müssen ist sicherlich kein schönes Gefühl. In welchem Gang mag er wohl sein? Im 2. oder 3. vielleicht. Schon Scheiße, wenn man den Kaufpreis eines kleinen Eigenheims für seinen Wagen hingelegt hat, diesen aber nicht seinem Naturell entsprechend bewegen kann …

Aug 042008

Dies ist keine der üblichen Stänkereien gegen LKW-Fahrer, wie sie heutzutage leider überall vorzufinden sind, sondern eine ernst gemeinte Frage. Vielleicht kann sie mir einer der hier mitlesenden “Brummifahrer” ja beantworten.

Elefantenrennen

Wir sehen hier einen LKW, der nach etlichen gefühlten Kilometern schon fast an seinem “Kollegen” vorbei ist. Diese Art von Überholmanövern ist vermutlich der Grund, warum man von “Elefantenrennen” spricht. Ich kann durchaus verstehen, wenn ein LKW-Fahrer ein wesentlich langsameres Fahrzeug überholen möchte. Sogar ich, der meist recht zügig unterwegs ist, ermögliche einem LKW das Ausscheren, wenn ich sehe, dass dieser z. B. auf einen unserer holländischen Nachbarn aufläuft, der krampfhaft versucht, bei rund 70 km/h sein rollendes Eigenheim trotz Windböen auf der Fahrbahn zu halten. Der LKW-Fahrer blinkt, ich bremse und lasse ihn rausziehen, er kann mit unverminderter Geschwindigkeit passieren und schert wieder ein – alles bestens.

Da in Deutschland für LKW eine maximale Höcstgeschwindigkeit von 80 km/h gilt, verstehe ich aber nicht, wieso der eine den anderen LKW mit einem Geschwindigkeitsplus von 2 km/h überholen muss. Denn es ist nicht so, dass der rechts auf dem Bild zu sehende LKW wesentlich langsamer war.

Kann mir das bitte jemand aus der Praxis erklären? Gibt ja vielleicht einen mir als Autofahrer unbekannten Grund. Danke.

Mrz 272008

Wer kennt es nicht? Man fährt so mit grob geschätzten 53 km/h eine Hauptstraße lang. In weiter Ferne mündet von rechts eine Seitenstraße ein. Dort steht ein Wagen. In der Annahme, dass dieser wohl wartet, da man selbst ja Vorfahrt hat, nähert man sich mit unverminderter Geschwindigkeit. Kurz vor Erreichen dieser kritischen Stelle kommt der andere Fahrer – warum auch immer – auf die wahnwitzige Idee: “Das schaff’ ich noch!”

Und er gibt Gas – leider nicht genug! Denn nachdem er seinen rollenden Schrotthaufen vor dem eigenen Gefährt um die Kurve gehievt hat, vergißt er leider weiter zu beschleunigen und ruckelt vermutlich mit rund 23 km/h vor einem her. Die Differenz von rund 30 km/h führt dazu, dass man innerhalb kürzester Zeit den Hersteller des Endschalldämpfers einwandfrei entziffern kann, das Bremspedal fast durch die Bodengruppe jagt, den Blinkerhebel beim Betätigen der Lichthupe fast abreißt und durch die Schläge auf die Hupe beinahe der Airbag ausgelöst wird!

Nach einem flüchtigen Blick in den Rückspiegel, um zu kontrollieren, wer denn da hinter ihm so einen Lärm veranstaltet, bemerkt der Andere seinen Fehler, schaltet hoch in den 2. Gang und der Wagen nimmt an Fahrt zu. Die erhobene Hand als entschuldigende Geste hindert einen nicht, weiter zu fluchen und ebenfalls wild – wenn auch nicht ganz so freundlich – zu gestikulieren.

Das ist die erste von anderen Verkehrsteilnehmer falsch genutzte Geschwindigkeit. Teil 2 folgt in Kürze …