Es erreichte mich eine Mail, in deren Betreffzeile “Für Deine Hall of Fame …” stand. Sie war von Martin und enthielt einen Dateianhang. Als ich die Datei gespeicherte hatte, wusste ich nach dem Öffnen nicht so wirklich, ob ich entsetzt sein oder lachen sollte.
Martin hatte einen älteren Mercedes fotografiert, dessen angeschweißte Metallteile irgendwie merkwürdig aussahen. Ob der so genannte /8 (sprich: Strich-Acht) durch diese Anbauten zusammengehalten wird, entzieht sich leider meiner Kenntnis. Einen anderen Zweck kann ich mir leider nicht vorstellen, es sei denn, dass es sich um Kunst handelt.
Dieser Wagen der zwischen 1968 und 1976 gebauten Baureihe W115 wird trotz seines Alters wegen genannter Anbauten und einem vermutlich auch sonst recht schlechten Gesamtzustand niemals ein H-Kennzeichen (Oldtimerzulassung) erhalten.
Der Besitzer kann froh sein, dass es in Aachen keine Umweltzone gibt – noch nicht.
Oldtimer werden gerne mit Lenkradsperren gesichert, da es aufgrund der antiquierten Technik kaum andere Möglichkeiten gibt. Aktuelle Fahrzeuge verfügen aber mittlerweile über elektronische Wegfahrsperren und Alarmanlagen. Den meisten Menschen reicht das an Sicherheit.
Dem Fahrer eines aktuellen VW Multivans wohl nicht, denn er bastelte mit Hilfe eines Schweißgerätes aus diversen Metallteilen diese Konstruktion:
Ich war ein wenig überrascht, als ich dies sah. Die Recherche im Internet ergab allerdings, das es so etwas auch zu kaufen gibt. Eine Lenkradsperre mit Navi-Sicherung, da diese ja auch nur zu gerne aus geparkten Autos geklaut werden, um schwächer ausgestattete Modelle so kostengünstig aufrüsten zu können. Da diese Sicherungen nicht ganz so günstig sind und / oder für den Multivan nicht passten, legte der Besitzer hier selbst Hand an. Nicht schlecht …



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