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    Letztens verlasse ich das Werkstattgelände und entdecke ein Jaguar XK Cabriolet, das wohl einen heftigen Unfall hatte.

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    Abgesehen von der völlig zerlegten Front fiel aber auch die Beifahrertüre auf, in deren unterem Teil sich ein großes Loch befand.

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    Sah aus, als hätte jemand mit dem Fuß rein getreten. Dann wäre die Tür aber recht instabil, was mehr als erschreckend wäre. Da ich einige Ersatzteilpreise von Jaguar kenne, würde ich hier eine ziemlich hohe Schadenssumme vermuten.

    Nach dem Flop mit der Aufkleber-Aktion geht es nun wieder “back to the roots” und es folgt ein automobiles Thema.

    [inspic=335,left,fullscreen,thumb]Als ehemaliger Besitzer eines Mercedes der Modellreihe W123 bin ich diesen Fahrzeugen irgendwie verbunden und freue mich immer, wenn ich mal wieder einen auf hiesigen Straßen sehe. Das ist nicht mehr allzu häufig, da die meisten vermutlich weggerostet sind oder nun ihren Lebensabend im entfernten Ausland verbringen. Total überrascht hat mich dann letzten Donnerstag dieses weiße Cabrio. Überrascht deshalb, weil es offiziell nie ein W123 Cabriolet gegeben hat. Es muss sich also um eine der Umbauten eines Coupés handeln. Ob das Cabrio qualitativ brauchbar ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber nett aussehen tut es allemal, oder?

    [inspic=199,left,fullscreen,thumb]Wer nun einen Beitrag über hohe Spritpreise erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Davon gibt es sicherlich auch schon genügend im Netz. Und da wir derzeit kein Auto haben, interessiert mich dieses Thema auch nur beiläufig. Interessant fand ich allerdings das Karmann Ghia Cabrio, dass in strahlendem Sonnenschein in geöffnetem Zustand an der Tankstelle auf seinen Besitzer wartete. Wie schon so häufig erwähnt, ist rot nicht wirklich meine Traumfarbe, aber dem VW stand sie gut zu Gesicht. Ich glaube, die meisten dieser Fahrzeuge wurden in dieser Farbe geordert. Ein Bekannter hat eine Coupé-Version davon in der Garage stehen, allerdings ist diese weiß, was auch super aussieht (zumindest wenn er sauber ist). Schon toll, was so alles im Sommer über Aachens Straßen rollt.

    [inspic=103,left,fullscreen,thumb]Wiesmann Roadster sieht man äußerst selten. Auf dem Weg durch die Stadt kamen mir vor einem Hotel jetzt gleich zwei dieser BMW – befeuerten Geschosse vor die Linse, die schön hintereinander abgestellt worden waren. Da war der Porsche, der in der Reihe direkt hinter den beiden parkte, schon fast unauffällig. Deren Anblick ist man ja gewöhnt. Leider hatte ich keine Zeit, um mir die beiden Wagen mal aus der Nähe anzuschauen. Hat mal jemand einen Wiesmann Roadster für mich?

    Aston Martin DB9 Volante rechts So oder ähnlich könnte der nächste Bond-Titel lauten – vorausgesetzt, dass der britische Topagent weiterhin der alten Tradition verpflichtet wird, einen Aston Martin als Dienstfahrzeug zu bewegen. Aber der Reihe nach. Eines schönen Tages ruft mich ein Bekannter an: “Ich muss einen DB9 aus Düsseldorf holen. Kommst Du mit?” DB9? Aston Martin? James Bond? Cool! Die Leistungsdaten lassen Böses erahnen: 12 Zylinder mit jeweils rund einer Bierflasche Inhalt (in Zahlen: 0,5 Liter pro Zylinder = 6 Liter Hubraum insgesamt), knapp über 450 PS, Höchstgeschwindigkeit jenseits der 300 km/h.

    Aston Martin DB9 Volante Front Nach einer kurzen Bedenkzeit von geschätzten 3,6 Millisekunden meine überraschende Antwort: “JAAA!” Zur kurzen Erläuterung: zwischen Düsseldorf und Aachen (mein Wohn- und gleichzeitig der vorläufige Bestimmungsort des DB9) gibt es eine wunderbare Autobahn, auf der es eines weitestgehend nicht gibt: ein Tempolimit. Natürlich hatte die Sache einen Haken. Da wir ja irgendwie nach Düsseldorf mussten, war ich derjenige, der mit dem anderen Auto wieder gen Heimat rollen durfte. Aber egal. Wann bekommt man schon mal einen Aston Martin aus der Nähe zu sehen

    Aston Martin DB9 Volante Heck Der erste Anblick lässt das Autofahrerherz höher schlagen. In gediegenem Ambiente präsentiert sich der Wagen in Anwesenheit einiger seiner Kollegen. Der Wagen ist dunkelblau und vermittelt bereits im Stand den Eindruck 200 zu fahren. Leider ist es ein Cabrio oder Volante, wie es im Hause Aston Martin so schön heißt. Abgesehen davon, dass mir das Coupe optisch besser gefällt, hat die offene Karroserieform einen weiteren entscheidenen Nachteil: es ist ein Schönwetterauto. Logisch, ist ein Cabrio, werden Sie nun denken. Stimmt, aber von Zeit zu Zeit soll es in hiesigen Gefilden auch mal regnen und dann bleibt der Deckel zu. In diesem Zustand bietet der Wagen dem durchschnittlich gewachsenen Mitteleuropäer eine Kopffreiheit, die ihren Namen nicht verdient. Scheint für den Export nach Italien gebaut worden zu sein …

    Aston Martin DB9 Volante Interieur Der Händler bewegt den Wagen ins Freie und zeigt uns wie der Tankdeckel geöffnet wird. Sicherlich einer der wichtigsten Bedienhinweise. Übergabe erfolgt. Und der erste Weg führt natürlich zur Tankstelle. Das Biest will schließlich gefüttert werden. Zeit für eine erste Inaugenscheinnahme. Der Blick schweift durch den Innenraum. Dieser will mir nicht so recht gefallen. Die Verwendung verschiedenster Materialien in diversen Farben wirkt nicht stimmig. Holz ist zwar edel und sicherlich very british, hat aber in einem Sportwagen eigentlich nichts verloren.

    Aston Martin DB9 Volante Seite Und das es sich bei dieser Flunder um einen Sportwagen handelt verdeutlicht nicht zuletzt die Sitzposition. Der Aufforderung “Setz dich mal rein!” folge leistend, versuche ich meine 193 cm in das Vehikel zu bugsieren. Die Sitzfläche fällt steil nach hinten ab, zwingt das Gesäß in Richtung Rückenlehne. Der gesamte Sportstuhl lässt sich nur begrenzt nach hinten verschieben, so dass ich ein weiteres Sportwagenmerkmal, die Schaltpaddel, auch bequem mit den Knien bedienen könnte. Grund des Platzmangels: es handelt sich offiziel um einen 2+2 Sitzer. Wobei man bei den hinteren Plätzen nicht wirklich von Sitzen sprechen kann, es sei denn, der Fondpassagier ist ein Yorkshireterrier. Zum Glück ist Daniel Craig mit 1,83 m Körperlänge der kleinste aller James Bond – Darsteller und somit hatte er vielleicht ein wenig mehr Platz als meine Wenigkeit.

    Aston Martin DB9 Volante links Der nächste Stop erfolgte an einer Raststätte kurz vor Aachen. Die zum Beitragtitel animierende Aussage des Aston-Piloten auf Zeit:”Das ist ein Bandscheibenkiller. Der ist ja hart wie ein Brett!” Eine Bratwurst später schlendern wir zum Fahrzeug zurück. Da ich im gut gedämmten VW Phaeton kaum etwas von der Geräuschkulisse des DB9 mitbekomme, bitte ich um eine Hörprobe. Beeindruckend! Kurz noch diverse Funktionen der unzähligen Schalter im Cockpit gecheckt und weiter ging es. Und eins ist mal sicher: mit so einem Gefährt hat man immer freie Bahn. Denn obwohl wir mit annähernd gleicher Geschwindigkeit über die Autobahn “flogen”, ließen es sich die Verkehrteilnehmer, die nach dem Anblick des englischen Geschosses noch bereitwillig die linke Spur geräumt hatten, nicht nehmen, direkt vor mir wieder auszuscheren. Ich saß ja auch “nur” in einem Volkswagen.

    Fazit:
    Sollten Sie nicht der Größte sein, auf ein Einfamilienhaus gut verzichten können und einen Hund namens Daisy besitzen, dann wäre dieser Wagen vielleicht genau das Richtige. Dafür erhält man eine solide Verarbeitungsqualität, Leistung ohne Ende, eine freie Spur auf der Autobahn sowie die neidischen Blicke sämtlicher Verkehrsteilnehmer. Denken Sie mal drüber nach …

    [inspic=32,left,fullscreen,thumb]Letztes Jahr in den Sommermonaten kam mir dieses Motiv vor die Linse. Auf den ersten Blick nichts Ungewöhnliches zu entdecken. Ein paar Autos stehen am Straßenrand. Allerdings hatte der Fahrer des Chryslers das Verdeck geöffnet gelassen. Auch noch nicht tragisch. Wenn er nicht unter diesem ständig mit Naturabfällen um sich werfenden Baum geparkt hätte. Und der Crossfire stand dort eine ganze Weile. Und der Baum gab sein Bestes. Die Reinigung war bestimmt anstrengend ;-)

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