Am gestrigen Morgen hatte ich etwas Zeit. Und da ich bei Twitter mitbekommen hatte, dass WordPress 3.0 da ist und bei einigen Followern schon problemlose Upgrades stattgefunden hatten überlegte ich kurz, kam dann zum Entschluss, ebenfalls ein Update vorzunehmen, da meine Version ja mehr schlecht als recht lief (die Stammleser mögen sich vielleicht an meine Probleme erinnern).
Ich nutzte die bloginterene Exportfunktion zur Sicherung der Kategorien, Beiträge, Kommentare und Schlagwörter. Ansonsten machte ich, vermutlich wie üblich, alles falsch. Ohne weitere Sicherungen fuhr ich fort, lud mir die neue Version runter, entpackte diese, startete mein FTP-Programm, lösche die alten Dateien (bis auf die config) und packte die neue Version online.
Dann rief ich das Upgrade auf und WordPress teilte mir mit, dass Änderungen an der Datenbank notwendig seien. Diese nahm es dann auch vor und bestätigte, dass alles paletti sei. Ich freute mich schon wie ein Schneekönig, ob des reibungslosen Updates. Bis ich meine Seite aufrief. Ich starte auf eine weiße Seite. Der Versuch, ins Backend zu kommen endete ebenfalls auf einer weißen Seite. Ich löschte per FTP alle(!) Plugins, um diese als eventuelle Fehlerquelle ausschließen zu können, doch es tat sich nichts. Kurz gegoogelt und auch mangelnden Speicher als Fehlerquelle ausgeschlossen, da ich diesen ja mittels .htaccess erhöht hatte und die .htaccess noch auf dem Server lag.
Mittlerweile dachte ich das 1. Mal über eine Aufgabe des Bloggens nach. Mit Word (!
) eine schöne html-Seite erstellen und ins Netz packen, fertig. Hab ich dann aber doch nicht gemacht. Diesmal löschte ich alle Dateien vom Server, löschte meine Datenbank (!) und fing quasi bei null an. Ich lud WP 3.0 hoch, rief die Installation auf und kurze zeit später hatte ich ein funktionierendes Blogsystem der neuesten Generation mit einer sehr jungfräulichen Datenbank.
Dann ging es an den Import der Daten. Die maximale Größe dafür war auf 2 MB limitiert. Da meine Datei aber rund 7 MB groß war, musste ich auch diesen Wert mittels .htaccess-Eintrag erhöhen. Dann folgte endlich der Import. Nach einer Änderung in der Permalinkstruktur, sind die Beiträge nun auch unter der – auch google – bekannten Adresse zu finden.
Ansonsten ist das Blog weiterhin jungfräulich, nutzt das Standardtheme, die Blogroll ist leer, es gibt kein einziges Plugin.
Ausserdem:
Alle Bilder sind weg. Das heißt, weg sind sie nicht, sie liegen auf meiner Platte. Allerdings wurden diese mittels Plugin hochgeladen, verwaltet und angezeigt. Dieses Plugin werde ich auf keinen Fall mehr installieren, es benötigt Dateien aus älteren WordPress-Versionen, um überhaupt zu laufen, da es nicht mehr weiterentwickelt wird.
Und nun stellt sich die Frage, ob ich wirklich fast 1.400 Bilder händisch in die entsprechenden Beiträge einpflegen soll? Oder ob ich den ganzen Schmuh einfach bei Flickr hochlade und das Blog platt mache?
Immerhin kamen fast 80 % der Besucher über die google Bildersuche. Diese Bilder werden aber jetzt nicht mehr unter der gewohnten Adresse gefunden und somit landen die Leute im Nichts.
Ich bin gerade sehr unentschlossen …

