Feb 142010

Trotz des andauernden Schneefalls fand heute am Sonntag, den 14.02.2010, der Kinderkostümzug in Aachen statt.

In der nachfolgenden Galerie sind 80 Bilder des Kinderzuges in loser Reihenfolge zu sehen, die alle von einer erhöhten Position in der Theaterstraße gemacht wurden. Ich entschuldige mich im Vorfeld für die witterungsbedingt schlechte Qualität einiger Bilder.

Die Fotos sind online in der Größe 800 x 600 Pixel zu sehen. Sollten Sie an einem der Bilder Interesse haben, so können Sie dies unter blog @ stoehr24.de gerne in Originalgröße von 3456 x 2592 Pixeln anfordern.

Bilder zum Vergrößern bitte anklicken.

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Die Kinder schienen trotz des schlechten Wetters viel Spaß gehabt zu haben!

Feb 132010

Am Montag, den 15.02.2010, zieht der Rosenmontagszug wieder durch Aachen. Die Aufstellung erfolgt auf dem Adalbertsteinweg, von wo aus sich der Rosenmontagszug dann um 11.11 Uhr in Bewegung setzt.

Der Zugweg:
Adalbertsteinweg
Kaiserplatz
Wilhelmstraße
Normaluhr
Theaterstraße
Elisenbrunnen (Friedrich-Wilhelm-Platz)
Peterstraße
Komphausbadstrasse
Seilgraben
Großkölnstraße
Markt
Jakobstraße
Karlsgraben
Templergraben (Auflösung)

Die Route stammt aus diversen Quellen, ich übernehme natürlich keinerlei Gewähr, dass sich der Weg nicht ändert oder die Veranstaltung wegen schlechten Wetters sogar abgesagt wird.

Heute wurde allerdings im Lokalradio schon erwähnt, dass die Großkölnstraße aus Sicherheitsgründen für Zuschauer gesperrt werden soll.
Erste Auswirkungen des Wetters, die aber zur Sicherheit entlang der Strecke beitragen werden.

Feb 132010

Gestern war es wieder so weit: ich musste in die Eifel. Hin und zurück insgesamt 120 km. Eigentlich in 2 Stunden zu bewerkstelligen. Gestern dauerte es fast doppelt so lang. Um 9.00 Uhr sollte ich da sein, fuhr nach einem Blick aus dem Fenster in weiser Voraussicht schon um 7.30 Uhr los. Für die Leser, die sich hier in der Gegend ein wenig auskennen, werde ich mal ein paar Ortsangaben einfließen lassen.

In Aachen selbst waren die Straßen halbwegs normal befahrbar. Ein Räumfahrzeug suchte man allerdings vergeblich. Bis zur Monschauer Straße war auch wenig los, doch kurz vor dem Abbiegen Richtung Himmelsleiter stieß ich auf die erste Gruppe langsam fahrender Fahrzeuge. Gut, dass es ein kurzes zweispuriges Stück gibt, auf dem sich die Schisser überholen ließen.

In Roetgen war was den Schnee angeht schon Land unter und auch in Lammersdorf wussten die meisten am Wegesrand ihre Einfahrten frei schaufelnden Menschen wohl nicht mehr, wohin mit dem weißen Zeug.

Eifel-Tour 01


Bis Kesternich (ein Orteil von Simmerath) benötigte ich aufgrund diverser Verkehrshindernisse, wie z. B. ständig auf der Bremse stehender Ford-Transit-Paket-Transporter, rund 45 Minuten! Runter zum Rursee ging es ähnlich langsam. Zeit für den obligatorischen Zwischenstopp am fast vollständig zugefrorenen und eingeschneiten Rursee.

Eifel-Tour 02


Die meisten dort beheimateten Enten schliefen so früh morgens allerdings noch.

Eifel-Tour 03


Als ih die Weiterfahrt antrat, sauste ein kleiner LKW vorbei, hinter dem ich wieder auf die Hauptstraße einbog. Einige Meter weiter mussten wir aber schon wieder bremsen, denn im folgenden Anstieg kam uns ein Sattelzug rückwärts entgegen.

Eifel-Tour 04


Da er dies aber auf der Gegenfahrbahn tat, zog der Kleinlaster einfach daran vorbei. Ich wartete mit ausreichendem Sicherheitsabstand, da ich mir nicht sicher war, wo der Sattelschlepper hin will.

Eifel-Tour 05


Dann zog auch ich vorbei und 2 Kurven weiter hatte ich den Kleinlaster wieder eingeholt, denn dieser stand mit weiteren LKW in einer Reihe. Davor waren die blauen Rundumleuchten eines Polizeiwagens zu erblicken.

Eifel-Tour 06


Einer der grün gekleideten Herren regelte dann den Verkehr. Erst durfte die Gegenseite fahren. Angeführt von einem Räumfahrzeug folgten diverse PKW. Dann waren wir dran. Alle PKW zogen an den auf dem Bild zu sehenden LKW vorbei und somit war ich ganz vorne und hatte freie Fahrt. Am Camp Vogelsang war auch alles schön weiß:

Eifel-Tour 07


Bei der darauf folgenden Straße hatte ich nicht nur freie Fahrt, sondern auch freie Wahl, wo ich diese fortsetzen will, denn es gab nur eine weiße Fläche ohne erkennbare Unterschiede.

Eifel-Tour 08


Die weitere Fahrt führte dann hinter eine Wagenkolonne, die einem LKW hinterher schlich, der sich vorsichtig einen Berg hinunter bremste.

Eifel-Tour 09


Es ging vorbei an einem Kleinwagen, in dem niemand saß. Dahinter stand ein LKW mit Warnblinkanlage. Was dort passiert war, weiß ich nicht.

Eifel-Tour 10


Kurz vor Erreichen des Ziels folgte wieder ein Teilstück mit durchgehender Schneedecke, auf der das Fahren doch sehr angenehm war.

Eifel-Tour 11


Auf der Rückfahrt war schon wesentlich mehr los. Es gab mehr “Staus”, mehr rutschende und schleichende LKW, deren Fahrer einem schon Leid taten, da sie ja aus beruflichen gründen unterwegs waren und das dafür zur Verfügung gestellte Arbeitsgerät vermutlich nicht immer sonderlich wintertauglich war.

Eifel-Tour 12


Interessant zu sehen, wenn dann selbst ein LKW den anderen überholt.

Eifel-Tour 13


Nach einiger Zeit begegnete uns dann ein Räumfahrzeug. Es war, glaube ich, der, der mir schon auf der Hinfahrt entgegen kam.

Eifel-Tour 14


Bis zum Rursee folgten wir dann einem LKW, der während dieser Talfahrt fast konstant auf der Bremse stand.

Eifel-Tour 15


Vom Rursee rauf Richtung Simmerath sahen wir dann noch einen Bekloppten, der einen mit Warnblinkanlage rollenden LKW vor einer uneinsehbaren Rechtskurve überholte.

Eifel-Tour 16


Ich entschuldige mich für die Bildqualität, die Kamera hatte sich in den Videomodus verstellt, so das hier nur Screenshots gezeigt werden können. Zu guter Letzt erblickten wir auf der Monschauer Straße noch einen Abschlepper, der entgegen der Fahrtrichtung auf unserer Spur stand. Zuerst konnten wir den Grund seiner Anwesenheit nicht entdecken, doch dann sahen wir im zugeschneiten Acker neben der Straße einen Kleinwagen stehen.

Eifel-Tour 17


Keine Ahnung, wie er dahin gekommen ist oder was er da wollte, auf jeden Fall kam er aus eigener Kraft wohl nicht mehr da weg.

Die Fahrt war mehr als interessant, aber dennoch sehr anstrengend, da einem die anderen Verkehrsteilnehmer, deren Fahrverhalten man ständig im Auge behalten musste, doch einiges an Konzentration abforderten.

Feb 112010

Am Sonntag, den 14.02.2010, zieht der vom Aachener Kinderkarneval (AKiKa) organisierte Kinderkostümzug wieder durch Aachen. Die Aufstellung erfolgt in der Oppenhoffallee, von wo aus sich der Kinderzug dann um 11.30 Uhr in Bewegung setzt.

Der Zugweg:
Oppenhoffallee
Lothringerstraße
Wilhelmstraße
Normaluhr
Theaterstraße
Elisenbrunnen (Friedrich-Wilhelm-Platz)
Peterstraße
Komphausbadstrasse
Seilgraben
Minoritenstraße
Großkölnstraße
Markt
Jakobstraße
Ecke Karlsgraben (Auflösung)

Die Route stammt aus diversen Quellen, ich übernehme natürlich keinerlei Gewähr, dass sich der Weg nicht ändert oder die Veranstaltung wegen schlechten Wetters sogar abgesagt wird.

Wir hoffen natürlich auf besseres Wetter, damit die Kinder nicht im Schnee nach den Kamellen wühlen müssen und die schönen Kostüme von dicken Jacken verdeckt werden. Leider sind die Wetteraussichten allerdings nicht so rosig.

Dennoch: Alaaf!

NACHTRAG:
Heute wurde im Lokalradio erwähnt, dass die Großkölnstraße aus Sicherheitsgründen für Zuschauer gesperrt werden soll.
Erste Auswirkungen des Wetters.

Feb 082010

Da stehe ich neulich bei einem der hiesigen Lebensmitteldiscounter an der Kasse und lasse während der Wartezeit den Blick schweifen. Und als er so an Kasse 2 vorbeizieht, bleibt er bei diesem Produkt hängen:

1. FC Köln Fan-Speck


Fan-Speck vom 1. FC Köln.

Nun drängten sich direkt mehrere Fragen auf:

  1. Warum wird so etwas in Aachen und nicht in Köln verkauft?
  2. Warum ist der Preis von 2,99 auf 0,99 Euro gesenkt worden?

So schlecht spielen die Kölner Kicker derzeit doch gar nicht, als dass man derartige Artikel außerhalb von Köln verkaufen muss, oder?

Feb 042010

Nun ist er weg – der Schnee. Zumindest hier in Aachen. Was bleibt, sind Matsch und Wassermassen. Also genau die richtige Zeit für einen Rückblick auf die weiße Pracht, über die sich die meisten Menschen in den vergangenen Wochen geärgert haben.

Schnee auf dem Spielplatz


Auf dem obigen Bild ist der verschneite Spielbereich im Gemeinschaftsgarten zu sehen. Ich glaube, die Kinder waren die Einzigen, die sich über die Schneemassen freuten.

gestreute Wege


Vor dem Haus sah es nicht anders aus. Dafür war der Gehweg von der Straße, an den Garagen vorbei bis zu den Mülltonnen immer schön geräumt – und das mehrmals täglich. Der Vorteil wenn man in einem Haus des Bundes wohnt.

Lieferwagen mit Traktionsproblem


Die Zufahrt zu den Häusern und Parkplätzen war allerdings nicht geräumt, was bei einigen Paketlieferanten für Frust sorgte. Da sie nicht rückwärts zur Straße zurück wollten, versuchten sie die freien Parklücken zum Wenden zu nutzen. Das funktionierte meistens aber nicht. Die heckgetriebenen Lieferwagen kämpften mit Traktionsproblemen.

BMW 525 zugeschneit


Auch uns machte der Schnee am vergangenen Wochenende einen Strich durch die Rechnung. Wir hatten uns einen sommerbereiften 5er BMW von einem Bekannten geliehen. Die Wettervorhersage behauptete etwas von nur 2 Tagen Schnee. Da die immer gerne übertreiben und in Aachen nur selten etwas davon liegen bleibt, waren wir optimistisch. Pech gehabt – es gab fast nonstop Schnee und der BMW stand nur rum. Nur in einziges mal waren wir damit unterwegs.

verschneite Strasse in der Eifel


Da wir regelmäßig in die Eifel fahren, waren das vergangenes Wochenende besonders spannend. Den BMW konnten wir ja nicht nutzen, das Ersatzfahrzeug hatte mit den Straßenverhältnissen kein Problem. Der Geländewagen meines Cousins lief wohl auch entsprechend gut.

Rursee teilweise zugefroren


Der Rursee, der an der Fahrtstrecke liegt und an dem wir immer einen Zwischenstopp einlegen, war größtenteils zugefroren. EInige Enten saßen auf dem Eis, anderen war es wohl zu glatt, also begaben sie sich ins kalte Naß.

Insgesamt hat uns der Schnee nicht sonderlich beeinträchtigt, was aber auch daran liegt, dass wir meist zu Fuß unterwegs sind. Schade ist, dass wir nicht einmal richtig mit den Kindern zum Schlittenfahren konnten. Aber vielleicht bietet sich die Gelegenheit ja noch mal.

Feb 022010

Als ich neulich zu meinem Hausarzt unterwegs war, staunte ich nicht schlecht, als sich der Frankenberger Park viel heller als üblich präsentierte.

Frankenberger Park in Aachen 01


Und das lag nicht nur an der jahreszeitlich bedingten Kahlheit der Bäume, sondern viel mehr daran, dass die Stadt Aachen sich wohl entschlossen hatte, die den Park eingrenzenden Sträucher, Büsche und Hecken zu entfernen.

Frankenberger Park in Aachen 02


Gar keine schlechte Idee, wie ich finde. Vorausgesetzt, es wir nicht irgendeine Ersatzbepflanzung stattfinden, hat man nun freien Blick auf die teilweise doch recht schönen Altbauten des Frankenberger Viertels in der Bismarckstraße und Rehmannstraße.

Frankenberger Park in Aachen 03


Und vielleicht hält diese Maßnahme auch das biertrinkende Gesocks fern, dass sich bisher immer im Schutz der Büsche aufhielt.

Jan 312010

Mein aktuelles Fahrrad ist eigentlich kein Fahrrad, sondern ein ATB. Aber dazu später mehr. Beginnen wir in frühester Kindheit. Ich war wie viele andere Jungs und genoss die mobile Freiheit, die einem ein Fahrrad vermittelte. Diese Freiheit begann mit diversen Rädern an die ich mich nicht mehr erinnere und von denen es auch keinerlei Bildmaterial gibt.

Zur Kommunion bekam ich dann ein BMX – Rad, dass mein Vater irgendwie gebastelt und lackiert hatte (wenn ich mich recht entsinne). Es war hellblau und hatte gelbe Felgen sowie einen gelben Lenker. Eins hat sich in mein Gedächtnis allerdings eingebrannt: es war schwer – sehr schwer!

Mein BMX Rad


Im Hintergrund sieht man übrigens den Granada meines Vaters, aber dazu werde ich in einem extra Beitrag noch etwas schreiben.

In der Radlaufbahn folgte ein eigenes Rennrad, welches ich auf eigener Achse über die damals noch mit Grenzposten besetzte Grenze von Belgien nach Deutschland überführte. Irgendwann “erbte” ich das zum Tourenbike modifizierte Rennrad meines Vaters. Keine Ahnung was aus den ganzen Dingern geworden ist. Es folgte eine Zeit ohne Fahrrad, da man ja mittlerweile motorisiert war.

Stassen ATB 001


Bis zum Jahr 2000. Die 160 km/h, die ich mit unserem BMW beim Überholen eines Opas in seinem Mercedes erreichte, gefielen dem Polizisten, der auf einmal mit der Kelle auf der Landstraße stand nicht so gut. Das einmonatige Fahrverbot führte dazu, dass ich mir Gedanken machen musste, wie ich den täglichen 12 km langen Weg zur Arbeit bewerkstellige. Einige Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln liessen mich an dieser Lösung schnell zweifeln. Die einzige Alternative blieb ein unmotorisiertes Fahrzeug.

Stassen ATB 002


Ich wälzte Zeitschriften und Kataloge und war eigentlich der Meinung, dass ein Mountainbike genau das Richtige für mich sei. Nachdem ich mir einige Modelle und Ausstattungsvarianten rausgesucht hatte, machte ich mich mit gesammelten Informationen auf zum ersten großen Fahrradladen. Dieser bot aber nur so Hightech-Superteuer-Vollausstattungs-Markenräder an, die weit über dem Budget lagen.

Stassen ATB 003


Zu guter Letzt führte mich mein Weg dann zu einem kleinen, aber feinen Fahrradgeschäft im Osten der Stadt. Dort riet man mir von einem Mountainbike ab. Die Begründungen waren klangen plausibel: zum Einen wollte ich nicht wirklich im richtig unwegsamen Gelände fahren, zum Anderen sorgte meine Körperlänge von über 1,90 m für eine Sitzhaltung, die der eines Affens auf dem Schleifstein in nichts nachstand.

Stassen ATB 004


Man zeigte mir ein so genanntes All Terrain Bike (ATB), dass im Gegensatz zum MTB größer war. Die 28er Reifen waren auch dünner und somit eher straßentauglich, als die breiten und grobstolligen Reifen eines Mountainbikes. Ansonsten war die Ausstattung ähnlich karg: kein Licht, keine Schutzbleche, kein Gepäckträger. Kurz: kein unnötiges Gewicht.

Stassen ATB 005


Aber immerhin hatte es vorne schon eine Federgabel sowie einige Shimano-Bauteile. Nach einer kurzen Probefahrt um den Block und einer fast noch kürzeren Preisverhandlung verließ ich den Laden samt Fahrrad und einem dicken Schloss, das ich bei den Verhandlungen noch dazu bekam. 1.150,- DM habe ich damals bezahlt, immerhin rund ein halbes Monatsgehalt.

Stassen ATB 006


So bestritt ich nun den täglichen Arbeitsweg, der sich dank entsprechender Abkürzungen auf rund 10 km verkürzen ließ, mit dem Rad. Bis eines Tages mein Führerschein zurück kam. Danach wurde das Rad fast gar nicht mehr bewegt, außer bei diversen Umzügen in den LKW rein und wieder raus.

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Ca. 2005 fuhr ich nochmals damit. Reichlich ungeübt, aber voller Tatendrang hüpfte ich vom in 10 Metern Reichweite durch Mülltonnen versperrten Gehweg auf die Straße. Leider verdrehte sich beim Aufkommen das Vorderrad, schlug mir den Lenker aus der Hand und ließ mich über selbigen nach vorne absteigen.Ich verschwand beim Notarzt, das Fahrrad in der Garage. Bis zum nächsten Umzug.

Stassen ATB 008


Dann musste es leider draußen stehen, was für den Zustand, der hier auf den Bildern zu sehen ist, nicht gerade förderlich war. Es kam noch das ein oder andere mal zum Einsatz, vegetierte aber die meiste Zeit vor sich hin.

Stassen ATB 009


Wir zogen in unser aktuelles Domizil, in dem es immerhin einen Gemeinschaftsfahrradkeller gab. Da dieser aber immer mehr einer Fahrradwerkstatt bzw. einem Fahrradfriedhof gleicht, fand das MTB schnell in unserem abgeschlossenen Kellerraum einen Platz.

Stassen ATB 010


Da stand es dann bis zum heutigen Vormittag, als ich es mal aus dem Keller holte, um diese Bilder zu machen. Und warum? Weil ich in diesem Beitrag mitteilte, dass mein Arzt mir Sport bzw. genauer gesagt Laufen empfohlen hat. Allerdings ist Joggen ja nicht so meins.

Stassen ATB 011


Und da kamen Martin, der Hobbyradler und Michael, der Fast-Alpen-mit-dem-Rad-Überquerer, dass ich auch mal mit ihnen Radfahren sollte. Dazu musste aber erst einmal der aktuelle Ist-Zustand des Rades festgestellt werden.

Stassen ATB 012


Nun gibt es halt Rost an diversen Stellen, die Reifen sind platt, der Sattel eingerissen (war eh nicht bequem). Ich erinnere mich, dass die Schaltung bei den letzten Fahrten schon nicht mehr sonderlich präzise war. Mal sehen, was noch einzustellen und zu reparieren ist, um es wieder einsatzfähig zu machen. Eigentlich hatte ich noch eine Inspektion bei Stassen frei, aber ob die das nach 10 Jahren noch einlösen? :mrgreen:

Ein Austausch des ganzen Rades kommt aus finanziellen Gründen jedenfalls nicht in Frage und so hoffe ich, dass wir es repariert bekommen. Und dann geht es los – also wenn der weiße Kram weg ist und man nicht wie ein Michelin-Männchen gekleidet durch die Gegend radeln muss.

Jan 272010

Der Auftrag lautete: “Seien Sie um 11.30 Uhr an der Uniklinik in Köln!” Eigentlich kein Problem. Laut Internet erwarteten mich von der Startadresse in Aachen rund 70 km und eine Fahrzeit von rund 50 Minuten.

Gegen 10.30 Uhr bin ich kurz vor der Autobahnauffahrt, als mein Handy klingelt. Der Vorausgefahrene informiert über einen Stau zwischen Buir und Kerpen. Ich denke kurz über eine alternative Route nach, denke mir aber, dass der Stau durch den morgendlichen Berufsverkehr verursacht und vermutlich weg sein wird, wenn ich die Stelle erreiche.

Ich fahre auf die A4 und bis Düren läuft alles super. Dann entdecke ich in der Ferne die ersten LKW mit Warnblinkanlage auf der rechten Spur. Auf der linken Spur geht es zügig weiter. Rund 2 km lang sausen wir an den Brummis vorbei, bis es zu ersten Bremslichtern auf der der linken Spur kommt. Dann wird es zäh. Die Überkopftafeln warnen vorm Stau, beschränken die Höchstgeschwindigkeit auf 60 km/h.

Stau auf der Autobahn


Das hätte ich noch schön gefunden, denn in der Realität waren es nur 25 km/h. Dann stand ich irgendwann. Im Radio erzählten sie was von 2 km Stau – die Ahnungslosen. Die Kolonne näherte sich einer Baustelle. Es wird nach ganz rechts auf den Standstreifen zusammengeführt, was also eine einspurige schmale Gasse ergibt. Auf den normalen Fahrspuren steht eine Kehrmaschine. Vereinzelt schlendern Mitarbeiter an den gelben Streifen entlang, die zu Zeiten der Bauarbeiten die aktuelle Verkehrsführung markierten. Der eine erhitzt, der andere Mitarbeiter versucht die Streifen von der Fahrbahn abzupuhlen.  Nach rund 200 m war der Spuk vorbei und der Rest der Fahrt lief normal. Nach ca. 1,5 Stunden kam ich in Köln an.

Warum müssen die solche Arbeiten zu Zeiten des Berufsverkehrs beginnen und bis zur Mittagszeit ziehen? Und warum mit so wenig Personal?

Jan 132010

Vor einiger Zeit berichtete ich über meinen Cousin, der in ein kleines 100-Seelen-Dorf gezogen war. Dort gab es kein DSL und selbst die Bereitsstellung eines Telefonanschlusses stellte sich als spannendes Unterfangen heraus. Die Story findet ihr hier.

Das war 2008. Den Telefonanschluß hatte er ja noch erhalten, DSL war damals nicht möglich, die Möglichkeit über Satellit zu teuer.
Im Jahr 2009 war dieses Thema mal wieder ein Tagespunkt bei einer Versammlung der Anwohner. Hammer (so heißt dieser Teilort von Simmerath, was offiziell zu Aachen gehört und sich in der Voreifel befindet) sollte aber nun an das moderne DSL-Netz angeschlossen werden. Und tatsächlich begannen irgendwann die Arbeiten, es wurde gebuddelt und die Telekom verlegte eine Leitung.

Nun sind wir im Jahr 2010. DSL gibt es noch immer nicht. Es fehlt angeblich noch ein Teilstück entlang der Strecke. Ende 2010 soll es soweit sein. Das wurde aber acuh schon 2009 behauptet. Mein Cousin nutzt weiterhin 56k-Modem, um über die analoge Telefonleitung durch das Internet zu surfen. Wobei surfen hier nicht der richtige Ausdruck ist. Denn da die Seiten, die er häufig besucht (ebay, etc.), meist nur noch aus Grafikelementen bestehen, kann er während die Startseite geladen wird auch mal einen Kaffee kochen, diesen trinken und auch wieder wegbringen.

Eine Alternative musste her. Nun sah mein Cousin (recht unbedarft was EDV und so ein Zeug angeht) im Fernsehen die Werbung für einen UMTS -Stick. Warum auch immer kam er auf die Idee, dass ich ihm dazu Informationen geben könnte und rief mich an. “Wie schnell ist das denn?” war die erste Frage und schon musste ich passen, denn mit mobile computing hatte ich mich nie befasst (außer beim Nutzen nicht verschlüsselter WLAN-Zugänge bei Nachbarn ;-) ). Ich sagte ihm, dass ich mich informieren würde und versicherte, ihn dann anzurufen.

Wie es der Zufall so will, telefonierte ich tags drauf mit Jens. Dieser nutzt einen UMTS-Stick von D1, konnte mir sagen, dass man mit 7Mbits unterwegs ist, also schneller als mein 6.000er DSL. D1 gefiel mir gut, denn bei meinem Cousin steht ein Mast von denen, es ist das einzige Netz, mit dem man in dem Kaff Dorf Vollausschlag am Handy hat. Also informierte ich ihn, erwähnte nebenbei, das er gleich sein Uralt-PC subventioniert durch ein mobiles Pendant ersetzen kann.

Gestern war er in einem T-Punkt. Die Infos: UMTS gibt es nicht und als Endgeräte sind nur Netbooks zu bekommen. Er fragte, ob ich mit ihm zu einem großen Elektronikladen fahre und ich sagte “Klar, ich bin doch nicht blöd!” Die Werbeaussage “Das ist mein Laden!” konnte ich allerdings nicht unterstreichen, denn der eine Abteilungskundige war durchgehend mit Kunden überfordert beschäftigt. Also entschlossen wir uns spontan, den T-Punkt in der Innenstadt aufzusuchen.

Eigentlich bin ich kein Freund des rosa Riesen und war entsprechend skeptisch. Allerdings wurde ich insofern positiv überrascht, dass der Mitarbeiter, der uns beriet, sehr höflich und nett war, obwohl es kurz vorm Feierabend war. Selbst als die Kassen und erste Türen schon geschlossen wurden, beantwortete er geduldig unsere Fragen. Am Ergebnis änderte es wenig: kein UMTS. Allerdings stellte er heraus, das immerhin GSM möglich sei, was eine Geschwindigkeit von 128 kBits zulässt – immerhin das Doppelte von der Modemgeschwindigkeit. Mit einer Flat würden sich auch die Kosten im Rahmen halten, da beim heimischen Modem der Zeittarif für horrende Rechnungen sorgt. Und wenn mein Cousin wieder in der Zivilisation unterwegs ist, kann er ja UMTS nutzen.

Mal sehen, wie er sich entscheiden wird …