Ich sitze im Wagen und das Radio läuft. Als Werbung ertönt, verhalte ich mich nicht anders als zu Hause vorm Fernseher auch: ich wechsle zum nächsten Sender und lande bei 1Live, wo ich noch die letzten Sätze eines Interviews mit Lena Meyer-Landrut mitbekomme. Auf die Frage, was sie denn nun Dienstagsabends mache, antwortet Lena: “Two and a half men gucken!”, was sie mir als Fan der TV-Serie sehr sympathisch macht. Auch der Rest des Gesprächs wirkt locker, Lenas Antworten scheinen nicht so einstudiert, wie bei Kandidaten anderer Castingformate.

Wem der Name trotz derzeitig immenser Medienpräsenz nichts sagt: Lena Meyer-Landrut ist die Gewinnerin der Castingshow “Unser Star für Oslo”, was auch sehr schnell einfach mit Usfo abgekürzt wurde. Hierbei suchte Stefan Raab ein Gesangstalent, welches Deutschland beim Eurovision Song Contest 2010 vertritt. Für die älteren Leser: das hieß früher mal “Grand Prix d’Eurovision de la Chanson”. Die Shows liefen abwechselnd auf Pro7 und in der ARD und ich muss leider zugeben, dass ich sie nur von Zeit zu Zeit erfolgt habe, meist, wenn nichts anderes lief.

Gestern hörte ich Lena dann im Radio mit ihrem Titel “Satellite”, den die Zuschauer für sie aus drei Titeln ausgewählt hatten. Ob das jetzt die beste Wahl war, wage ich zu bezweifeln, aber egal, was Lena Meyer-Landrut für einen Titel singt, ihre Art zu Singen hat definitiv einen hohen Wiedererkennungswert. Leider gehe ich einfach mal davon aus, dass sie zu “speziell” ist und aufgrund ihres jungen Alters in Oslo eher “verheizt” werden wird.

Aber hoffen wir doch einfach das Beste – viel schlechter als in den letzten Jahren kann unsere Platzierung beim Eurovision Song Contest ja kaum noch werden. Und wenn das nicht gelingen sollte, kann sich Lena Meyer-Landrut immer noch nackt für den Playboy ablichten lassen, denn daran scheint zumindest ein reges Interesse zu bestehen, wenn man den Suchanfragen diverser Suchmaschinen Glauben schenken darf.

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