Ich habe immer viel gelesen – zumindest früher. Irgendwann hat das Ganze dann nachgelassen. Man hatte weniger Zeit, las lieber gut portionierte Häppchen im Internet. Neben einigen Sachbüchern kann ich die wenigen Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe und an die ich mich noch erinnere an einer Hand abzählen: RAIN MAN von Leonore Fleischer (einfach Kult), Christine
von Stephen King (auch ein Klassiker für Autofans) und Streiflichter aus Amerika: Die USA für Anfänger und Fortgeschrittene
von Bill Bryson (sehr lustig!).
Im letzten Jahr schrieb Martin mir in einer Konversation via Skype dann irgendwann einmal “30 C”, was mir nichts sagte. Er klärte mich über den Sacherhalt auf und empfahl mir somit das Buch Vollidiot von Tommy Jaud, welches ich regelrecht verschlang. Ich mochte den Schreibstil des Autors sehr und meine Frau schaute mich von Zeit zu Zeit verwirrt an, wenn ich mal wieder lachend auf der Couch saß und einige Zeit nicht weiterlesen konnte.
Das zweite Buch von Tommy Jaud Resturlaub: Das Zweitbuch wollte mir ein Bekannter immer mal leihen. Leider ist nie was daraus geworden, so dass ich das Buch bisher noch nicht gelesen habe. Dafür habe ich dann Millionär: Der Roman
gelesen, in dem das weitere Leben der Hauptfigur aus “Vollidiot” erzählt wird.
Dann kehrte wieder Ruhe in mein Zeit als aktiver Buchleser ein. Bis ich vor Kurzem am Bahnhof das neueste Werk von Tommy Jaud in Händen hielt: Hummeldumm. Das Roman . Ein Blick auf die Rückseite ließ den an der sozialen Untergrenze lebenden Menschen dann schon zusammenzucken, denn 13,95 Euro sind schon eine Hausnummer für ein rund 300 Seiten umfassendes Buch. Da ändert auch das im Buch enthaltene passende Lesezeichen mit Tourneeterminen nichts dran.
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Meine Mutter schenkte es mir kurz darauf, so dass ich nun doch in den Genuss des Buches kam. In rund vier Tagen hatte ich es durch. Und entgegen vieler Lobeshymnen, die ich im Netz so gelesen habe, finde ich, dass es nicht an die ersten Bücher heran kommt. Zwar ist der Schreibstil noch immer toll und die Story auch nicht die schlechteste, aber ich habe bei weitem nicht so viel gelacht. Auch fand ich es teilweise anstrengend / verwirrend zu lesen. Die verschiedenen Namen und Spitznamen der Figuren und die verschiedenen Dialekte machten es mir nicht immer leicht, dem Ganzen zu folgen. Da mag man als Hörbuchkonsument (wie Jens) sicherlich einen Vorteil haben.
Alles in Allem aber ein lesenswertes Buch, auch wenn es meines Erachtens nicht an die Klasse der ersten Bücher Tommy Jauds anschließen kann.
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