Gestern nahm ich einen Termin bei meinem Hausarzt wahr. Dabei ging es aber eigentlich nicht um die noch immer vorhandenen Schmerzen nach meinem Treppensturz oder die derzeitige Erkältung, die meinen Taschentuchverbrauch in schwindelerregende Höhen treibt, sondern um mein Hauptproblem: Sodbrennen.
Seit 2008 habe ich damit Probleme und im August 2008 durfte ich mich einer Magenspiegelung unterziehen. Diese ergab, dass der Muskel am Mageneingang nicht richtig verschließt und ich somit regelmäßig überlaufe und mir die Säure in die Speiseröhre klettert, was wohl auf Dauer auch nicht so toll ist.
Damals wurde mir von zwei Ärzten gesagt, dass eine Operation bzw. das damit zu erzielende Ergebnis in keinem Verhältnis zu eventuellen Komplikationen stünde und somit doch lieber Tabletten nehmen solle – bis an mein Lebensende. Seit rund 2,5 Jahren werfe ich diese nun täglich ein, aber da sie zeitweise auch nicht so hundertprozentig helfen, wollte ich bei dem Termin nochmals die Möglichkeiten abstimmen.
Der Doktor tätigte zwei aufschlussreiche Aussagen:
1. „Sie wollen mit einer OP etwas erzwingen, was sie durch ein Wechsel ihres Lebenswandels viel besser in den Griff bekämen.“
2. „Sie werden kein 2. Helmut Schmidt.“
Mein Lebenswandel gefiel ihm also nicht. Und damit meinte er hauptsächlich, dass ich keinen Sport treibe und mein Tagesablauf katastrophal sei. Warum auch immer. Stand der Dinge:
06.30 Uhr: Erwachen und Aufstehen
06.35 Uhr: Nach dem Toilettengang ein erster Kaffee und eine Zigarette („Western-Frühstück“)
Bis ca. 11.00 oder 12.00 Uhr diverse (5 – 6) weitere Tassen Kaffee und noch mehr Zigaretten.
Dann gegen Mittag ein Brot oder auch mal zwei.
Es folgen weitere Tassen Kaffee, Zigaretten und allerlei Leckereien zwischendurch.
Abends gibt es dann das, was andere Menschen als Mittagessen bezeichnen würden.
Beim Fernsehen folgen dann diverse Knabbereien.
Sollte es mich überkommen, esse ich gegen 22.00 Uhr noch ein paar Pizzabaguettes.
Literweise fließt ein koffeinhaltiges Kaltgetränk durch die Kehle.
Gegen 01.00 Uhr gehe ich ins Bett.
Nun soll ich morgens Haferbrei essen, mittags zur Not eine Suppe (besser ein richtiges Mittagessen), abends Brote oder Ähnliches. Keine Zigaretten, kein Alkohol (nicht, schwer, da ich keinen trinke), nur zwei Tassen Kaffee (eventuell auch drei) und so weiter und sofort. Und Laufen soll ich. Alle drei Tage. Langsam anfangen und dann steigern, bis ich eine Stunde am Stück laufen kann.
Na, ja, wo ich schon mal da war, verschrieb er mir noch was wegen meiner Erkältung und fragte, ob ich schon gegen die normale Grippe und die Variante vom Schwein geimpft sein. Ich verneinte und rund 10 Minuten später hatte ich in beiden Oberarmen jeweils eine Spritze stecken. Gerade die Impfung gegen die Schweinegrippe kann ja tolle Nebenwirkungen aufrufen. Ich bin begeistert.
Nun werde ich meine Ernährung umstellen müssen, den Konsum von Kaffee limitieren und das Rauchen einstellen reduzieren. Und das mit dem Laufen … *seufz*


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