… sang Nina Hagen Anfang der 80er Jahre. Damals war diese Textzeile wie für mich gemacht, war mein TV-Konsum doch entsprechend hoch. Heute ist er dies zwar auch noch, aber gewisse Veränderungen im Fernsehangebot und dem entsprechenden Zuschauerverhalten meinerseits lassen sich nicht leugnen. Und da Sascha dieses Thema nun aufgebracht hat, werde ich mich hier mal dazu auslassen, um nicht sein Kommentarfeld zu sprengen.
Früher schaute ich als Kind viel in den eckigen Kasten. Wobei der damals aktuelle WEGA-Fernseher ja überhaupt noch nicht so eckig war – eher rundlich, typisches Design der 70er Jahre eben. Dort liefen dann auf den wenigen Kanälen, die es im Vergleich zur heutigen Zeit nur gab, tolle Zeichentrickserien für Kinder: Tom und Jerry, Der rosarote Panther und andere lustige Dinge. Auch Westernserien – meist noch in schwarz-weiß – hatten es mir angetan. Leider erinnere ich mich nicht mehr an die Namen. Rauchende Colts gab es dann schon in Farbe. Ebenso wie Raumschiff Enterprise (das Original, nicht der Abklatsch der mordernen Zeit, für den ich mich nie begeistern konnte).
In den 80ern kamen die privaten Sender. Meine Mutter – und somit auch ich – wohnte entlang der Teststrecke für das Kabelfernsehen (die Nachteile spürt sie heute noch – wenn es schneit, ist wie bei einer SAT-Schüssel das Bild weg). Dadurch kamen wir recht früh in den Genuß von mehr Auswahl. Und als junger Mensch männlichen Geschlechts stand man natürlich auf alles, was die neuen Sender damals raushauten: Knight Rider, Street Hawk, Airwolf, Ein Colt für alle Fälle, Starsky & Hutch, Ein Duke kommt selten allein und Magnum waren als Fernsehserien Pflicht für (Luft-)Fahrzeugbegeisterte wie mich, Filme wie Top Gun absoluter Kult. Hier alles zu listen, was ich damals so verschlungen habe, würde den Rahmen sprengen.
[inspic=934,left,fullscreen,thumb]Doch heutzutage kann ich mir viele der alten Serien nicht mehr ansehen, wenn sie von Zeit zu Zeit wiederholt werden. Was hauptsächlich an den schlechten Geschichten und den damals eingesetzten technischen Möglichkeiten liegt. Mein Hauptaugenmerk liegt allerdings noch immer auf der kurzweiligen Unterhaltung. Langatmige Monumentalfilme kann ich mir nur selten antun. Kriminal- oder Comedyserien stehen hoch in der Gunst. Aber auch diverse Dokumentationen erscheinen mir heute unterhaltsam – als Jugendlicher hätte ich sofort zur Fernbedienung gegriffen und diese auch genutzt.
Letztendlich läuft der Fernseher hier einfach viel im Hintergrund mit. Zumindest dann, wenn das Radio nicht eingeschaltet ist. Allerdings wird wesentlich mehr gezapped, als dies in der Vergangenheit noch der Fall war. Denn diverse Wiederholungen, Werbesendungen und “Was-kommt-nach-A?-B-oderC?-Ruf-jetzt-an!”-Sendungen zwingen zu beherzten Umschaltorgien.
Und das wird mit der Zeit garantiert nicht besser werden …
(Dieser Text wurde stark verkürzt, denn ich könnte ewig über dieses Thema schreiben, vermute aber, dass das dann niemand mehr liest. Vielleicht ergeben sich in der Diskussion innerhalb der Kommentare aber noch Ansatzpunkte zu denen ich einhaken kann.)


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