Vor einiger Zeit hatten wir die Gelegenheit, einen neuen Opel Corsa D zu fahren. Das “D” steht hierbei nicht für Diesel, sondern stellt die Bezeichnung der vierten Baureihe dar. Es handelte sich um einen 1,2 Liter Benziner, der 85 PS leisten sollte. Da wir vor noch nicht allzu langer Zeit einen Corsa B mit 60 PS hatten, gingen wir davon aus, dass sich 85 PS trotz des ausstattungsbedingten Mehrgewichts des neueren Modells wesentlich agiler anfühlen sollten.
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Doch was wir zu Anfang noch nicht wussten: der Corsa war mit einer Easytronic ® ausgestattet. Hierbei handelt es sich um ein automatisiertes Schaltgetriebe. Das bedeutet, dass es wie bei einer Automatik kein Kupplungspedal gibt, man aber mit dem Schalthebel rauf- und runterschalten kann. Hat man dazu keine Lust, legt man den Hebel um und der Corsa nimmt einem diese “Arbeit” ab. Soweit so gut.
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Der Dreitürer wirkte von aussen etwas knubbelig. Also die Fahrertür geöffnet und rein in die Plastiklandschaft den Corsa. Alles war logisch angebracht. Noch immer sitzt die Anzeige vom Radio da, wo sie auch schon beim B-Corsa saß – allerdings wirkte sie nicht mehr wie aufs Armaturenbrett getackert. Und dann erblickte ich den Schalthebel des Bösen, der eigentlich rein optisch gar keinen schlechten Eindruck machte.
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Weiter umgeschaut fallen die kleinen Dreiecksfenster zwischen A-Säule und Seitenscheibe auf. Der Sinn erschließt sich mir nicht so ganz, da man als Fahrer zwar durch das Minifenster auf der Beifahrerseite sehen kann, allerdings bei einer Sitzposition ganz hinten – wie ich sie brauche – nichts durch das Pendant auf der Fahrerseite. Der Rest des Innen- und Kofferraums ist wohl klassenüblich.
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Dann folgte das Grauen: der Dreh am Zündschlüssel und die folgenden ersten Fahrversuche. Nach kurzer Zeit überlegte ich, ob eine Helmpflicht für Fahrzeuge mit diesem Getriebe nicht angebracht sei. Bei jedem Schaltvorgang machte man Nickbewegungen mit dem ganzen Körper. Von sanftem Schalten keine Spur. Ich habe versucht, es mit der Kamera per Videofunktion festzuhalten, aber die Aufnahme wurde zu schlecht.
Erschwerend kam hinzu, dass man auf der Landstraße von den eingangs erwähnten 85 PS nichts merkte. Gefühlte 45 PS ergaben Fahrleistungen, die selbst das Überholen eines Traktors zum einem abenteuerlichen Unterfangen ausufern liessen.
Fazit: Für die Stadt sicherlich ein Fahrzeug passender Größe. Will man aber eine Gehirnerschütterung vermeiden, sollte man lieber zum konventionellen Schaltgetriebe greifen.


Hehehe… erinnert mich an die Smarts der ersten Generation. Nannten sich auch Genickbrecher. Gerüchten zufolge sollte die zweite Generation mit einem HANS-System verkauft werden um etwaige Verletzungen vorzubeugen. Man konnte das Problem allerdings auch technisch lösen.
Bis vor einem Jahr hatte ich ja noch einen Smart Diesel mit 33kW/45PS. Erst dachte ich ja das man sich mit so einem Auto eher so huuuuu fort bewegt. Musste dann aber schnell feststellen das der Diesel mit seinen 100NM Drehmoment ganz sportlich zu werke geht. Da war schon viel Spaß in der Knutschkugel.
Jetzt habe ich den 71PS Benziner und bin eher enttäuscht. Probefahren durfte ich den 85PS-Benziner als Coupe, gekauft hatte ich dann aber den 71PS-Benziner als Cabrio. War der 85-PS-Benziner noch recht agil, ist der 71PS-Benziner eher als träge zu bezeichnen. Fahre ich den neuen Smart genauso wie den Diesel-Smart, welcher mit 3,5-4 Liter Diesel auskam, dann schütte ich beim 71PS-Modell gut und gerne 7 Liter/100km rein. Beim 85PS-Modell sind es sogar 8-9 Liter.
Das liegt allerdings an dieser ausgesprochen merkwürdigen Automatik. Ich kann ja auch zwischen Halbautomatik und Vollautomatik wählen. Bei Halbautomatik bekomme ich immer Schaltempfehlungen im Display. Die leuchten merkwürdigerweise jedoch gut 1.000 Umdrehungen früher auf als im Automatikmodus geschaltet wird. Bei der Halbautomatik soll ich z.B. bereits bei 2.500-3.000 Umdrehungen schalten, während die Automatik die Gänge komplett bis 4.000 oder 5.000 Umdrehungen ausfährt. Dementsprechend ist dann auch der Nickfaktor wenn der bei 5.000 Umdrehungen auskuppelt und sich ein Teepäuschen gönnt bevor wieder eingekuppelt wird.
Außerdem ist das ESP verdammt nervig. Abschalten lässt es sich nicht, jedoch ist das ESP bei den neuen Modellen so konservativ ausgelegt, dass man bei Schnee&Eis kaum noch voran kommt. Bei den alten Smarts war das ESP wesentlich zurückhaltender, damit konnte man auf Schnee schon mal einen schönen Drift hinlegen. Mit den neuen Smarts darf man sich schon freuen wenn das ESP einem erlaubt auf rutschiger Fahrbahn überhaupt los zu fahren.
Würde ich noch einmal die Wahl haben, würde ich auf alle Fälle den Smart mit Lenkradschaltung nehmen und dann so gut wie ausschließlich manuell schalten. Spart Sprit und ist deutlich angenehmer. Vielleicht gewinne ich ja im Lotto oder finde irgendwo noch nen Tausender im Kleiderschrank. Dann wird die Lenkradschaltung nachgerüstet
Das neue Blogtheme finde ich übrigens schön … und auch mich hat der Bericht an den Smart erinnert
Ich habe bis dato schon so einige Smarts fahren dürfen/können/müssen – diese Teile sind keine Autos, sondern unausgereifte Notlösungen, unabhängig davon, was ich privat fahre.
@Ralf: Danke für den ausführlichen Vergleich
@Jens: mich nicht. Das liegt hauptsächlich daran, dass ich noch keinen fahren
musstedurfte. War nur mal Beifahrer.@Der Sven: Für die City sicherlich ok. Kann ich aber schlecht beurteilen. Der Bekannte, bei dem ich mal mitgefahren bin, hatte vorher ‘ne Corvette. Er sagt, der Verbrauch des Smarts sei doch vorteilhafter
Das ist reines Schlechtreden, da hört einer Flöhe husten. Wer was zu meckern hat, der findet immer etwas …, schon lächerlich. Die easytronic in meinem 2004er Corsa kommt ohne Kopfnicken aus, viel besser als beschrieben. Ich bin sehr zufrieden, mein nächster Corsa wieder mit easytronic
Hallo Thobie,
willkommen hier!
Es freut mich, dass Dir dein Corsa gefällt und Du keine Probleme damit hast.
Mit Schlechtreden hat es hier wenig zu tun. Es ist eine Meinung, die aus einer ErFAHRung resultiert. Dazu sei angemerkt, dass ich mit dieser Meinung nicht alleine war, denn auch meine Frau hatte diesen Eindruck. Selbst der Mitarbeiter des Autohauses wies auf dieses merkwürdige Fahrverhalten hin.
Vielleicht funktionierte das Ganze im 2004er Modell auch harmonischer – da habe ich leider keine Vergleichsmöglichkeit.
Ich wünsche Dir weiterhin viel Spaß mit Deinem easytronic-Corsa!
Marco:
danke für Dein Willkommen. Du meinst also, Opel hat in den letzten 6 Jahren beim Thema easytronic nichts dazugelernt? Ich behaupte: die aktuelle easytronic funktioniert besser als vor 6 Jahren. Hersteller/ Lieferer dieser Getriebevariante sind übrigens Bosch und LuK/INA Schaeffler. Zu dem (Auf)Preis gibt es nicht besseres zu kaufen, wenn man auf ein Kupplungspedal verzichten will/muss. Übrigens bringe ich mit jedem normalem Schaltgetriebe ein Kopfnicken aufs Video, wenn ich es drauf anlege.
@Thobie: ein Kopfnicken bekomme ich mit jeder Art von Fahrzeug hin. Ich behaupte allerdings mal, dass ich normal gefahren bin und dem Auto auch nix Böses wollte und es somit auch nicht “drauf angelegt” habe. Und da fiel das Ruckeln beim Schalten schon auf, zumal ich, wie gesagt, auch nicht der Einzige war, der damit fuhr und dem es auffiel.
Ich wiederhole mich gerne: freut mich, wenn Deiner es nicht macht und er Dir gefällt. Der Wagen, den wir gefahren haben, war nix. Sollte sich mir die Möglichkeit bieten, drehe ich aber gerne noch mal eine Runde in einem anderen Corsa und werde hier berichten.
Vielleicht könnte Thobie ja mal verraten ob er einen Diesel oder einen Benziner hat. Diesel neigen wegen dem höheren Drehmoment eher zum Nicken als ein Benziner. Zudem gibt es z.B. beim hochtourigen Schalten schon ein erheblicher Unterschied zwischen Diesel und Benziner.
Zu guter letzt kann es sich auch noch um ein so genanntes Montags-Auto handeln, welches einfach schlecht eingestellt ist.
Da er ja kein Nicken hat, tippe ich auf Benziner. Aber der von mir gefahrene war ja auch einer.
Warten wir ab, ob er sich hier nochmals zu Wort meldet.
Ich habe ein Opel Vectra C 1.8 easytronic
Ich bin sehr zufrieden, mit die easytronic
Verbraugh nur 6.7 L/100 km nach 59.000 Km!!!!!
Übrigens jedem diesel mit normalem Schaltgetriebe hat mehr Kopfnicken
Hallo quovadis,
freut mich, dass auch Du mit der Easytronic zufrieden bist.
Vielleicht habe ich wirklich ein “Montagsauto” erwischt.