Die Kinderstunde ist vorbei, unsere Tochter geht in ihrem Zimmer spielen. Um der Geräuscharmut in der Wohnung entgegen zu wirken, schalte ich das Radio an. Einer der lokalen Sender spielt eine schöne Mischung aus Klassikern und Charthits.
Doch dann folgt das Unvermeidliche: George Michael schleimt mir sein vor 25 Jahren (gefühlte 100 Jahre) erfundenes “Last Christmas” in die Ohren – bereits zum 472 Trilliardensten Mal diese Woche. Während mein Körper noch versucht genügend Ohrenschmalz zu produzieren, um damit sämtliche Gehörgänge zu verstopfen, versucht mein Hirn zu errechnen, wie viel Tantiemen Herr Michael für dieses Liedgut, dass übrigens noch nicht mal als Weihnachtslied gedacht war, seit der Veröffentlichung wohl eingeheimst hat. In Ermangelung von Ohrenschmalz und Zahlen scheitern beide Vorhaben.
Könnte bitte mal jemand eine Art Spamfilter fürs Radio erfinden, der bei den ersten erkennbaren Tönen von “Last Christmas” alternativ gute Musik, Wetterinformationen oder von mir aus auch Werbung abspielt? Danke!


Bis jetzt hatte ich Glück. Ich hab dieses Folterstück der Musikindustrie erst ein einziges Mal in diesem Jahr gehört. Puh…
Soll ich Dir ‘ne CD kaufen?
Danke, geht schon so…
OK