Wohnmobil: neue Erkenntnisse

Der Besuch bei Martin brachte neue Erkenntnisse zum Thema Wohnmobil. Gingen wir bisher davon aus, das so ein kleiner Bus mit Aufstelldach die beste Lösung sei, konnte uns Martin vom Gegenteil überzeugen. Größer muß es sein. “Klar,”, mag man nun sagen, “der Martin baut ja gerade auch einen 12 m-Bus zum WoMo um!” Aber seine Argumentation hatte Hand und Fuß.

Erstes Argument: Platz
Schnell tritt man sich im kleinen Bus auf die Füsse. Gerade, wenn es mal 2 Tage am Stück regnet, wird der Platz schnell knapp.

Zweites Argument: Kosten
Natürlich kann man mit viel Glück für unter 2.000,- Euro einen Bus bekommen. Aber die Folgekosten und Nachteile sind nicht ohne. So hat ein 80er-Jahre-Bus keinen Katalysator, die Steuern sind immens. Eine Plakette bekommt man auch nicht und so sind bereits heute diverse deutsche Städte tabu.

Sein Lösungsvorschlag: ein Düdo. Hä? Dildo? Nein, Düdo. Das steht für Düsseldorfer und hat nichts mit den Einwohner der Rheinmetropole zu tun, sondern bezeichnet einen Mercedes-Benz der Baureihe T 2, der in Düsseldorf gebaut wurde. Und wieder einen neuen Begriff gelernt. Hinzu kommen noch die ganzen Modellbezeichnungen 508, 608, 609 und 613, die verschiedene Gewichtsklassen und Motorisierungen kennzeichnen.

Warum nun ein Düdo? Nun, die 1. Generation wurde von 1967 an gebaut. Erwischt man einen Wagen, der vor Baujahr 1980 ist – also mindestens 30 Jahre alt – und der entweder von Anfang an ein Wohnmobil war oder mindestens vor 20 Jahren dazu ausgebaut wurde (samt Eintrag in die Fahrzeugpapiere), besteht die Möglichkeit, diesen als Oldtimer anzumelden. Die Vorteile liegen auf der Hand: pauschale Steuer (derzeit rund 192 Euro) unabhängig vom Hubraum und Entfall der Plakettenpflicht. Des Weiteren ist eine entsprechende Wohnmobilversicherung recht günstig, so dass also für den Alltagseinsatz auch noch ein Kleinwagen unterhalten werden kann. Und den bräuchten wir auch, da die Düdos recht schwer sind und meine Frau nur bis 3,5 Tonnen fahren darf.

Ein weiterer Aspekt ist wohl, dass die Dinger auch recht robust sind und man viel selbst machen kann. Hört sich also nach der interessantesten Lösung an. Allerdings sind diese natürlich wesentlich teurer als ein VW Bus. So katapultieren wir uns von veranschlagten 2.000,- Euro ganz schnell auf das Doppelte für ein halbwegs brauchbares Fahrzeug. Ob das daher dieses Jahr noch zu realisieren ist, wage ich zu bezweifeln. Aber noch geben wir nicht auf, beobachten den Markt und harren der Dinge, die da kommen.

Einen Düdo haben wir ja schon:

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