Das 240-Euro-Birnchen

Im Firmenwagen flackerte von Zeit zu Zeit eine Warnung über den Infodisplay. Dem Phaeton fiel nämlich auf, dass das Standlichtbirnchen vorne rechts hinüber ist. Jedoch nur manchmal. Da es meinen Chef nervte, rollte ich zu zur Vertragswerkstatt. Dort schilderte ich kurz das Problem, man hatte auch direkt zwei Ideen, warum es manchmal funktionierte und manchmal nicht, bat mich kurz Platz zu nehmen, einen Kaffee zu genießen und zu warten. Der VW verschwand in der Halle.

Da das Wechseln des Birnchens auf der linken Seite letztes mal keine 5 Minuten gedauert hatte, trank ich etwas schneller und erblickte auch schon den zurückkehrenden Annahmemeister. “Wir müssen die Stoßstange abbauen, um den Scheinwerfer ausbauen zu können, um dass Birnchen ersetzen zu können. VW setzt dafür 2 Stunden an. Macht dann 240 Euro. Wir müssten aber einen Termin vereinbaren.”

Schnell erblickte er die noch funktionstüchtigen Birnen in den Rückleuchten, als sich die 313 Diesel-PS vom Acker machten. Was kostet so ein Standlichtbirnchen? 50 Cent? Dann leuchtet es eben nicht. Unglaublich …

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8 Responses to Das 240-Euro-Birnchen

  1. ker0zene says:

    Das sind so die Dinge, die einen sprachlos zurück lassen. Speziell VW hat in dieser Schiene ja mittlerweile einiges auf dem Kerbholz. Eklatante Designmängel, für die man sich schämen sollte, anstatt den Kunden auszunehmen wie eine Weihnachtsgans. Den Ingenieren sollen in der Hölle bitteschön bis zum jüngsten Tag Ziegen Salz von den Fußsolen lecken!

  2. Pingback: Fernfahrerblog

  3. Marco says:

    Das ist noch eine viel zu harmlose Strafe :evil:

  4. Maik says:

    Bei Fiat habe ich für das Wechseln einer Abblendlichtbirne an meinem Alfa 156 auch knapp 40 Euro bezahlt.
    Als “Normalsterblicher” hat man da keine Chance, selber etwas zu machen – leider.

  5. Ecki says:

    Das ist ja der Knaller. 240 Taler für so eine Birne. Man man man. Muss das so verbaut sein, das da gleich zwei Stunden für drauf gehen? Was war das früher einfach!

  6. Marco says:

    Es ist leider so. Aber das Thema hatte ich ja auch schon mal hier im Blog behandelt. Doch 240 Euro sind der neue Höhepunkt dieses Themas.

  7. muetze says:

    da lob ich mir doch die alten Fahrzeuge wie meinen alten Bullie. Da kann ich alle Birnen noch selber wechseln. Zum einen versteh ich aber nicht wie die Firmen trotzdem auf nen Birnenpreis von ca. 5€ für ne klitzekleine H2 Birne kommen. Hab nämlich an meinem Bullie Nebelscheinwerfer von Projekt 2. Aber leider ist mein Bus eh grad auf Eis weil er n Getriebeschaden hat.

    grüßle aus Frankreich
    Jonathan aka muetze

    http://vw-bully.blogspot.com/

  8. Ralf says:

    Ich hatte ja erst neulich eine Sicherung für 19,83 Euro wechseln lassen. Eine Sicherung die man nur rausziehen muss. Der Sicherungskasten ist im Fußraum und nicht einmal irgendwie abgedeckt. Die Sicherung kostet wahrscheinlich keine 20 Cent.

    Beim alten Smart-Modell musste man ja zum wechseln der Glühbirnen im Scheinwerfer die komplette Front inkl. Kotflügel demontieren. Zumindest wenn man nicht seinen Arm bis zum Ellenbogen durch ein winziges Service-Gitter in die Eingeweide des Autos versenken wollte um dann im Blindflug die Birne zu wechseln. Mittlerweile ist “smart glühbirne wechsweln” (und vergleichbares) der häufigste Suchbegriff in meinem Blog.

    So gesehen verwundert es mich nicht das der Unterhalt eines Autos mittlerweile fast genauso teuer ist wie die Anschaffung.

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