Viele Computerbesitzer beschweren sich über Windows, nutzen es aber weiter. Einige beschweren sich gar nicht mehr und haben sich über die Jahre an aufpoppende Fehlermeldungen gewöhnt und klicken diese wie lästige Werbung im Internet einfach weg. Einige Menschen trauen sich an Alternativen.
Auch ich habe die Standardlaufbahn hinter mir: Basic auf dem C64, DOS in verschiedenen Versionen, dann mit Windows 3.1 / 3.11 die erste grafische Oberfläche. Es folgten 95, 98, 98 SE, ME, XP und zu guter Letzt auch Vista auf meinem ersten Laptop.
Andere Betriebssysteme kenne ich überhaupt nicht aus der Praxis. Niemand im Bekanntenkreis hat einen Mac oder etwas anderes als Windows auf seinem normalen PC.
Nun habe ich das neue Notebook – natürlich nur mit der 32-bit-Version von Vista, welche mit den 4 GB RAM Arbeitsspeicher nichts anfangen kann. Ein Upgrade auf die 64-bit-Variante kostet natürlich Geld und ist wohl mit anderen Unannehmlichkeiten verbunden.
Warum also nicht mal das System wechseln? Sven schrieb hier in den Kommentaren, dass es mit Wubi eine schöne Ubuntu-Variante zur Installation unter Windows gibt, so dass man sich erst einmal mit Ubuntu beschäftigen kann und trotzdem weiter Windows genutzt wird.
Also startete ich den Download, es wurden rund 700 MB Daten gezogen, bei der Installation wählte ich die leere Partition D und alles lief wie von selbst. So weit, so gut. Dann folgte der geforderte Neustart des Systems.
Das Notebook startete neu, der Samsungschirm erschien, gefolgt von den üblichen DOS-Meldungen. Dann der Screen mit der Auswahlmöglichkeit: Windows oder ubuntu starten? Per Pfeiltasten ubuntu gewählt und bestätigt. Es folgten wieder 2 bis 3 Meldungen, dann kam ein Blackscreen und der Rechner startete neu. Ich wählte erneut ubuntu, der Rechner startete wieder neu. Das Spielchen habe ich dann 5 mal wiederholt. Dann wählte ich Windows, welches anstandslos startete.
Funktioniert das unter Vista nicht? Auf der Wubi-Download-Seite war nur Windows bis einschließlich XP angegeben.
Hätte ich auf C installieren sollen?
Mag ubuntu mein Samsung nicht?


Hmm, also diese Testinstallation auf LW C: ist sowieso immer sehr eigenartig. Am besten Das ganze in eine eigene Partition installieren (mit Bootmanager) oder zum probieren einfach nur das Livesystem laufen lassen…
Hi Schrottie.
Bitte bedenke, dass er noch keine Erfahrung mit Linux hat, von daher würde ich mit Worten wie Bootmanager/Grub etc erstmal vorsichtig sein!
Marco: 64-bit-System? Oops, könnte mein Fehler gewesen sein!
Dieser Link führt Dich zur 64-bit-Variante.
Unter Windows-Programme die alte Ubuntu-Installation vorher löschen!
*räusper* Mir war schon klar, dass der Bootmanager kein hafenmitarbeiter ist
Auch ist es mir heute am frühen Morgen auch gelungen das Gerät zur elektronischen Datenverarbeitung ganz alleine einzuschalten
Nun, ich scheine in meinem obigen Beitrag wieder mal zu viel geschwafelt zu haben.
Ich habe ubuntu mittels Windows-Installer unter Vista auf die leere Plattenpartition “D” gepackt.
Ich nutze Vista 32, meinte aber gehört zu haben, das Vista 64 besser sei, da es die vorhandenen 4 GB RAm nutzen kann.
Das beim Rechnerstart das OS auswählen kann ist wohl nicht der von Schrottie benannte Bootmanager Schuld, oder? Gibt es da noch ein separates Programm?
Zum Ausprobieren immer Virtual Box verwenden. Benötigt weder Installation noch Neustart und läuft PARALLEL zu Windows. Zudem gibt es noch die Möglichkeit einer Live-CD. Dann werden nur die Einstellungen auf der Festplatte gespeichert. Das OS startet von der CD.
Solltest du danach mit Linux irgendwie angefreundet sein (wobei ich mich immer noch frage wie man sich damit anfreunden kann*fg*), kannst du dir dann immer noch Gedanken um Bootmanger und parallele Installation machen.
Hi Ralf.
Im Gegensatz zu “reinem” Linux ist Ubuntu ja nun doch wesentlich anwenderfreundlicher! Auch ist Ubuntu nach einem Totalabsturz (soll ja bei Windows keine Seltenheit sein) wesentlich einfacher wiederherzustellen, während Du bei Windows einfach nur noch dumm aus der Wäsche guckst.
Der wohl größte Vorteil von Ubuntu ist: vorbei mit meist teurer (überflüssiger, unausgereifter) Software, denn 95% der erhältlichen Software ist bei Linux/Ubuntu einfach mal kostenfrei! Bis auf ein Programm (Travelbook) vermisse ich nicht eines!
Auch die Systemstabilität steht nach meinen bisherigen Erfahrungen weit über der von Windows. Aber ein schlichtweg 100%iger Grund, um zu Ubuntu zu wechseln: man braucht keine Firewall (im Sinne von Windows) und aufwendige Virenscanner mehr, denn alle bisher bekannten Viren/Würmer/Trojaner sind auf Windows abgerichtet!
Es gibt tausend gute Gründe, sich von Windows zu verabschieden, aber nur wenige, bei Windows zu bleiben (ausser Faulheit, Trägheit, Verwöhnheit, Dummheit etc).
Alle Systeme in meinem Haushalt laufen mittlerweile unter irgendeiner Ubuntu-Distribution (Xubuntu der Server, Edubuntu auf dem Rechner des Sohnemannes, Ubuntu auf meinem Laptop, Kubuntu auf dem Homerechner) – einfache Dateistruktur, leichte Verwaltungsmöglichkeit und 100%ige Wiederherstellbarkeit nach einem totalen Crash sprechen einfach für sich!
Früher galt mal der Spruch “Geh mir wech mit Linux, denn über die Hälfte meiner Hardware funzt net”, aber diesen Spruch kann man mittlerweile getrost in die Tonne hauen.
Keine zusätzliche Software mehr für Digicam und Konsorten – einfach herrlich.
Und das schönste ist: 40 GB freier Speicherplatz sind auch nach 6 Monaten noch 40 GB freier Speicherplatz – ganz anders als bei Windows…..!
Sven, du weißt doch: Die häufigste Fehlerursache bei Windows ist PLBKAC. Problem Located Between Keyboard And Chair (Problem wurde zwischen Tastatur und Stuhl lokalisiert)
Es gibt nämlich noch einen weiteren sehr guten Grund bei Windows zu bleiben. Den nämlich, dass es funktioniert. Und zwar ohne das ich stundenlang im Netz nach Lösungen suchen muss welche kryptischen Eingaben endlich zum Erfolg führen. Ohne das ich wieder einmal lesen muss “Nur für Windows verfügbar”. Und vor allem auch ohne Support der so aussieht, dass man 32 doofe Antworten in einem Undergroundforum bekommt weil man aus Versehen einen Tippfehler in seiner Frage hat.
Mein XP läuft seit gut 4 Jahren ohne Totalabsturz. Eine Wiederherstellung habe ich, so fern ich mich noch richtig erinnere, nur einmal unter Win95 machen müssen. Da war dann auch ich Grund&Ursache dafür.
Na so ganz richtig ist es eigentlich nicht. Ich nutze ab und zu den Wiederherstellungspunkt von XP, meistens wenn ich eine Software installiere und sie mir nicht so richtig gefällt. Einfach Wiederherstellungspunkt auswählen und mein System ist genauso wie vor der Installation.
Und das alle Viren&Würmer nur für Windows programmiert sind, ist Schwachsinn. Genauso wie es angeblich keine Viren für MacOS gibt. Die Frage ist nicht ob ein System so überlegen ist das es keine Viren dafür gibt, sondern wann sich der erste bequemt einen entsprechenden Virus zu programmieren. Und das so ein Virus früher oder später kommen wird, ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
Gerade der Glaube für Linux gäbe es keine Viren macht das System aber verdammt gefährlich. Kaum ein Linux-Nutzer setzt einen Virenscanner oder Firewall ein. Viren&Würmer haben so unbemerkt freie Hand. Das sieht unter Windows schon ganz anders aus, hier ist das Sicherheitsdenken (aus leidiger Erfahrung) wesentlich höher. Zudem kommt die meiste Software von irgendwelchen unbekannten Einzelpersonen. Wer garantiert dir das die nicht heimlich irgendwelche Funktionen einbauen um deinen PC auszuspionieren? Sicherlich gibt es auch unter Windows sehr viel OpenSource-Software, jedoch kann ich mein System auch komplett mit Kaufsoftware ausstatten und habe die Gewissheit das ich im Falle eines Falles jemanden dafür haftbar machen kann.
Linux und seine Derivate ist nicht das Allheilmittel. Jemand hatte mal zu recht gesagt, dass Linux nur so lange stabil&sicher ist, wie man es ohne Desktop (KDE&Co) nutzt. Mit Desktop ist Linux genauso anfällig für Abstürze wie ein Windows mit DOS. Alle Linux-Derivate sind übrigens architektonisch auf dem Stand von Windows95 (Oberfläche Windows, OS DOS). Da braucht mir niemand kommen und behaupten Linux sei auch nur einen Deut besser oder gar zukunftsträchtiger als Windows. Als eingebautes OS für Kleinstgeräte (Fritz-Box, TV, Toaster) mag Linux nicht verkehrt sein. Als OS für einen (bequemen) Anwender ist es die allerletzte Wahl.
Naja, die Systemwiederherstellung funktioniert auch nur solange, wie Windows noch “irgendwie” starten kann – kann es nicht mehr starten, hat sich die Konsole gänzlich erübrigt, und alle installierten Schlüssel sind für immer und ewig unbrauchbar – anders bei Linux und seinen unzähligen Derivaten!
Speziell Ubuntu ist übrigens in Sachen Sicherheit einen großen Schritt weiter, denn hier sind die Benutzerrechte so konzipiert, dass ein Eindringen von außen (nahezu) unmöglich ist!
Thema Ansprechbarkeit des Rechners: Warum lässt Microsoft so ziemlich jeden Port speeragelweit offen? Warum kommuniziert so ziemlich jedes Microsofttool pausenlos mit irgendwelchen Servern?
Ich habe bis dato NOCH NIE von einem Ubunturechner gehört, welcher von einem Trojaner/Virus etc betroffen war!
Sicher, im Gegensatz zu Windows fange ich alles an Trojanern etc mit Ubuntu ein, aber dieses ist gänzlich ungefährlich, da diese schlichtweg wirkungslos sind unter Ubuntu/Linux!
Ich will niemandem sein Windows-System schlecht machen (das macht Microsoft schon bestens alleine), aber ich sehe in Microsoft und seinen Produkten eben NICHT, dass es auch weiterhin marktführend sein wird.
Was den Punkt Software betrifft:
Warum sollte ich mir irgendeine Software kaufen, wenn Ubuntu und dessen Gemeinde gleichwertiges für umsonst und geprüft anbietet?
Und das Linux auf W95 basiert, ist auch nur eine halbe bis viertel Wahrheit, die spätestens an dem Punkt scheitert, wenn es um die Dateistruktur geht.
Viele Gerüchte über Linux entstanden aus der Unfähigkeit des Nutzers, sich in dieses System hineinzudenken und sind schlichtweg falsch.
Abschließend möchte ich noch anmerken, dass Ubuntu keinesfalls unbequem ist. Die grafische Oberfläche von Ubuntu ist mittlerweile sehr ausgereift. Was das Terminal betrifft, so liegt jedem “Fremdquellenpaket” eine Inst.-Datei bei, und die mal eben im Terminal auszuführen, dürfte für den Anwender ja wohl kaum ein Problem darstellen.
Da Dein letzter Beitrag ebenfalls (wie auch meiner) lediglich eine MEINUNG ist, und von diesen zahlreiche und unterschiedliche kursieren, dürfte eine solche Diskussion wahrscheinlich noch Jahre anhalten, aber andererseits muss es gute Gründe geben, warum die Zahl der Microsoftnutzer stetig abnimmt, die Zahl der Ubuntunutzer genauso stetig zunimmt, und auch die Hersteller mittlerweile Systeme auf den Markt schmeissen, welche zu 100% auf Linux ausgelegt sind sind.
Achja, “Fehlerquelle sitzt zwischen Tastatur und Stuhl” ist im übrigen eine recht häufige Ursache bei Problemen jeglicher Art, aber im Gegensatz zu Windows kannst Du unter Ubuntu dafür Sorge tragen, dass eine kapitale Fehleingabe nicht das System für immer und ewig zerstört.
Es gibt aus meiner Sicht bislang nur noch einen Grund, warum ich bei Windows bleiben sollte: Games!
Aber dafür gibt es Spielekonsolen…..
Ach du schei…, was hab ich denn jetzt wieder angestellt?
2 Anmerkungen meinerseits:
1. Ich habe kein Problem damit neue Dinge auszuprobieren, sonst würd ich ja auch nicht bloggen
2. Es ist wie bei allem anderen auch: es gibt immer zwei Lager, die sich niemals annähern werden: Opel- und VW-Fahrer, Schalke- und Bayern-Fans, Heavy-Metall- und Klassikhörer, usw.
Ich kümmere mich jetzt vorrangig darum, den Lappi unter Vista mit allen programmen und Daten ans Laufen zu kriegen, da dieser Standrechner hier bis Weihnachten Kinderzimmertauglich sein muss. Und wenn ich dann noch Lust habe, werde ich mal einen Linux / Ubuntu-Testlauf starten.
So, und nun habt euch wieder lieb (gruselige Vorstellung).
Wir haben uns doch immer lieb, stimmt’s Ralf?
Hey, Brummifahrer mögen allgemein kein Dumdiedeldöhdrummherumgeeiere – das wird gnadenlos und zielgenau drauf los geschossen, denn man weiß es schließlich besser!
Alles nicht so Ernst nehmen, ist nur “Aufplustern” unter Verteidigern der rechten Spur!
Na dann will ich euch nicht weiter stören
Der Verteidiger der linken Spur