Als ich diesen Oldtimer erblickte, musste ich erst einmal scharf nachdenken, was ich da eigentlich vor mir habe. Vielleicht ein Engländer? Oder doch ein Italiener? Weit gefehlt, denn es handelte sich um einen Franzosen. Genauer gesagt um einen Renault 4 CV. Dieser war neben dem 2 CV (hier wohl eher als Ente bekannt) der “Volkswagen Frankreichs”, erlangte aber nie den Kultstatus, den die Ente hat.
Der 4 CV ist optisch sowie auch technisch allerdings näher dran am Käfer. So sind einige Designelemente denen des Käfers sehr ähnlich und auch der im Heck befindliche Motor lässt eher Parallelen zum Wolfsburger Nachkriegsfahrzeug erkennen. Allerdings ist der Motor im Renault ein “normaler” wassergekühlter Reihenvierzylinder und nicht wie im Käfer ein luftgekühlter Boxermotor.
Der große Unterschied war, dass die französischen Wagen als Viertürer gebaut wurden. Interessant beim 4 CV sind die an der B-Säule angeschlagenen vorderen Türen, die sich also andersrum öffnen ließen (sogenannte Selbstmördertüren). Insgesamt macht der kleine Renault einen knuffigen Eindruck, jedoch sind diese trotz hoher Produktionszahlen hierzulande eher selten anzutreffen und ich würde einen Käfer alleine aus Ersatzteiltechnischer Sicht immer vorziehen.


Hallo
Der Renault 4 ist auch ein sehr schönes Auto, dieser dürfte auch in einen sehr guten Zustand sein.
Schönen Gruß
Peter
Nicht das “CV” vergessen, denn der “Renault 4″ ohne CV war der Nachfolger.
Der Zustand des hier gezeigten 4 CV war wirklich sehr gut. Ich vermute, dass er mal aufwändig restauriert wurde.
freut mich,daß dieses auto euch gefällt. das auto war zu seinerzeit überall anzutreffen. in österreich war es besonders stark vertreten. an der konstruktion war ferdinand porsche beteiligt, daher vw ähnlich. in frankreich fuhr die polizei diese auto als spezialkarosserie ohne türen
der motor hatte knapp 900 ccm und war mit einer dreigangschaltung ausgerüstet. toll.
zur klarstellung : der 2 cv war von citroen – seinerzeit total getrennte firmen
werner
Hallo Werner, vielen Dank für die Infos!