VW Käfer besichtigt (1)

[inspic=262,left,fullscreen,thumb]Nach meinem ersten Erlebnis bei der Suche nach einem VW Käfer und der damit verbundenen Erkenntnis, dass man einen Tag später schon verloren haben kann, entdeckte ich letztes Wochenende erneut einen Käfer in einem lokalen Anzeigenblatt. Allerdings auch erst am Samstag (das Blättchen erscheint freitags). Trotzdem war ich guter Dinge, denn der Wagen war bei den wenigen Fahrzeugen ohne Preisangabe gelistet, die erst am Ende des Fahrzeugteils kommen. Die Anzeige war, obwohl kostenlos, kurz und knapp:

“VW Käfer 1303, Oldtimer, Bj. 74, TÜV 05/2010, VS, Tel. …”

[inspic=266,right,fullscreen,thumb]Also rief ich am Abend die angegebene Festnetznummer an. Es klingelte eine ganze Weile und als ich gerade auflegte, meldete sich jemand am anderen Ende der Leitung – zu spät. Ich versuchte es noch zwei mal ohne Erfolg, aber rund eine Stunde später erreichte ich eine ältere Dame, die sich direkt entschuldigte. Sie sei krank und ich solle doch ihren Neffen anrufen, der sich um alles kümmere. Sie gab mir eine Handynummer, die ich im Anschluß an das Telefonat direkt wählte.

[inspic=263,left,fullscreen,thumb]Der Neffe war sehr freundlich und die Informationen vielversprechend: Erster Hand, damals neu gekauft, immer in Fachwerkstatt, bis vor 1,5 Jahren immer in der Garage gestanden, etc. Verkaufsgrund sei das Alter (über 80) seiner Großtante, die aufgrund der mangelnden Servolenkung mittlerweile Probleme mit dem Käferfahren hätte. Natürlich gäbe es auch ein, zwei Roststellen – ganz normal bei diesen Fahrzeugen. Die Preisvorstellung lag bei rund 2.000,- Euro, was für mein Budget erst einmal zu viel war. Er bot an, den Wagen unverbindlich zu besichtigen und ihn bei Interesse zu kontaktieren. Er käme dann vorbei und man könnte mal eine Runde fahren.

[inspic=265,right,fullscreen,thumb]Vor Ort angekommen, machte der Wagen aus der Ferne einen guten Eindruck. Je näher man allerdings kam, desto mehr Schwachstellen fielen auf. Es gab ausgeblichene Stellen, an anderen wurde einfach mit gelber Farbe über schadhafte Stellen drüber gesprüht. So z. B. an den Türunterkanten, beim Übergang von der Seitenwand zum Kotflügel, an den Fensterdichtungen – überall wurde einfach Farbe draufgeschmiert. Vielleicht nicht der richtige Weg. Die Trittbretter waren ein Fall für den Schrott. Dazu gab es etliche kleine Beulchen, die bei einem 34 Jahre alten Wagen sicherlich nicht ausbleiben, aber die sich bei dem aufgerufenen Kurs nicht positiv auf den Gesamteindruck auswirkten.

[inspic=264,left,fullscreen,thumb]Da die Substanz sonst jedoch recht gut war (Schweller, Boden, etc.) wählte ich die Nummer des Neffen, um den Preis vielleicht ein wenig in Richtung unseres Budgets zu drücken. Leider erfolglos, ich erreichte nur eine Mailbox. Und das 2 Tage lang. Merkwürdig. Nach einem Tag tauchte der Wagen dann für 2.200,- Euro (steigen die täglich im Wert?) bei Autoscout auf (mit sehr geschickten Fotos, die die Schwachstellen nicht zeigten) und 2 Tage später war er schon nicht mehr online. Vielleicht hat er tatsächlich einen neuen Besitzer gefunden. Wobei das Netz voll ist mit Käfern für 2.000,- Euro. Und die anderen machen zumindest teilweise auf den Bildern einen besseren Eindruck.

Nun gut, die Suche geht weiter und ich werde berichten, sobald  sich etwas ergibt.

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2 Responses to VW Käfer besichtigt (1)

  1. Ralf says:

    Bei Oldtimern ist es häufig so, dass man nur dann vernünftige Fahrzeuge zu vernünftigen preisen findet, wenn man in einem entsprechenden Club (also z.B. Käfer-Club) ist. Vor allem wenn man mal Ersatzteile benötigt sind gute Beziehungen Gold wert.

  2. Marco says:

    Das stimmt wohl. Als ich damals noch in der Szene aktiv war, bekam man viel mhr mit. Allerdings ist heute zu Zeiten des Internets auch viel möglich. Und gerade im Bereich Käfer gibt es ja zum Glück noch ausreichend Teilehändler.

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