[inspic=178,left,fullscreen,thumb]Nach dem kurzen Intermezzo mit dem ollen Passat und der Erkenntnis, dass Ersatzteile für französische Autos doch recht teuer sind, folgte wieder ein Fahrzeug eines deutschen Herstellers: ein 94er VW Golf 3 – eines der besten Fahreuge, das sich je in unserem Besitz befand. Entdeckt hatten wir ihn im Interenet bei einem Händler in Siegburg. Die Beschreibung / Ausstattung war der Hammer, alles ausser Leder war vorhanden: elektrisch zu betätigende Fensterheber, Klimaanlage, Sitzheizung, Zentralverriegelung mit Fernbedienung, abnehmbare Anhängerkupplung, Nebelscheinwerfer, usw. Zusätzlich hatte er schicke Alus (auf dem ersten Foto 16″, beim Verkauf dann nur noch 15″), Scheinwerfer im Golf 4 – Look und eine dezente Tieferlegung. Motorisiert war er mit dem unkaputbaren 1,8 Liter-Motor, der 90 PS leistete.
[inspic=231,right,fullscreen,thumb]Schnell wurde ein Termin vereinbart, Geld eingesteckt und ein Zugticket gekauft. Und schon ging es Richtung Siegburg. Die Räder waren bereits getauscht. Der Grund: die 16″ waren gut, wenn nur 2 Leute im Auto saßen, bei mehr Personen schliffen die Räder in den Radhäusern. Aber die 15″ sahen auch gut aus und beeinflußten die Preisverhandlungen zu meinen Gunsten. Da der Wagen von der Freundin des Händlers genutzt wurde, war er noch zugelassen.
[inspic=232,left,fullscreen,thumb] Als der Kaufvertrag unterschrieben war und das Geld den Besitzer gewechselt hatte, fuhren wir zwecks Abmeldung zum Straßenverkehrsamt. Die Aussage des Händlers: Mit den Kennzeichen ohne Siegel können Sie am Tag der Abmeldung noch bis nach Hause fahren. Gesagt getan. Der Wagen fuhr super, 200 km/h auf der Bahn waren kein Problem. Im Heimatort angekommen hielt ich noch schnell vor dem Supermarkt, in dem meine Frau damals arbeitete. Als ich wieder rauskam, schlich ein Polizist um den Wagen. Murphy’s Gesetz. Nach einer kurzen Aufklärung durfte ich dann noch bis zur heimischen Haustür fahren.
[inspic=230,right,fullscreen,thumb]Im Laufe der Zeit gab es eine nette Beule an der Front, über deren Entstehung ich mich hier zur Wahrung des Hausfriedens nicht weiter auslassen möchte. Diverse Verschleißteile wurden im Laufe der Zeit ersetzt, ansonsten gab es keine nennenswerten Reparaturen. Der Golf lief einfach super. Einzig das Getriebe machte irgendwann Geräusche im Rückwärtsgang und das sogar fast 1 Jahr lang. Allerdings ohne Beeinträchtigung des Fahrverhaltens.
[inspic=233,left,fullscreen,thumb]Eigentlich ein tolles Auto, aber er verlor ständig die GTI-Frontlippen, da er zu tief und gleichzeitig zu weich war. Außerdem nervte es irgendwie, dass er nur 2 Türen hatte, was mit Kindern irgendwie immer streßig ist. Ein Viertürer sollte her. Am liebsten ein Kombi. Und da der Golf doch schon recht viele km auf der Uhr hatte, wurde er kurzerhand verkauft – sicherlich ein Fehler. Aber der kommende Kombi war vielversprechend – doch dazu demnächst mehr.


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