Der hier um die Ecke sitzende Penny-Markt war, warum auch immer, abgefackelt. Der Wiederaufbau hat einige Zeit in Anspruch genommen. Nun war am Mittwoch große Neueröffnung. Kurz zuvor fand man im Briefkasten ein entsprechend großes Werbeblättchen. Da wurden diverse Eröffnungsschnäppchen angeboten, wie z. B. auch ein Fotodrucker von HP inkl. 100 Blatt Fotopapier für nur 15,- Euro.

Mir war das Angebot erst einmal egal, da wir einen großen All-in-one-Kasten haben, der auch Bilder drucken kann. Bekannte allerdings fragten, ob wir ihnen so ein Gerät besorgen könnten, da sie leider arbeiten wären und somit nicht frühzeitig im Penny erscheinen könnten. In der (fälschlichen) Annahme, dass vorausschauenderweise genügend Geräte zum Verkauf bereitstehen, machte ich mich gegen 8.30 Uhr auf den Weg. Seit 7.00 Uhr hatte der Laden, der brechend voll war, bereits seine Pforten geöffnet. Ich schlenderte durch die Gänge und entdeckte alles: Navis für 88 Euro, Flachbildfernseher, Kaffeemaschinen – alles für kleines Geld. Nur Drucker fand ich keine. Dafür einen leeren Tisch. Allerdings auch ohne Preisschild.

Gerade wollte ich den Laden verärgert verlassen, da bekomme ich mit, wie zwei Anzugträger mit Penny-Krawatten von zwei Damen mit Migrationshintergrund angesprochen werden. Wobei “ansprechen” der falsche Ausdruck ist. Sie hielten den Herren das Werbeblättchen unter die Nase, deuteten hektisch auf den dort abgebildeten Drucker und drückten sich ein “Wo ist?!?!” aus dem Kopf. Die Aussage des Anzugträgers: “Sind nicht mitgekommen. Werden in ca. 2 Stunden nachgeliefert.” Schnell im Kopf gerechnet: ca. 10.30 Uhr.

Gegen 12.oo Uhr lief meine Frau in den Penny und erwarb eines dieser Geräte, von denen schätzungsweise noch ca. 25 Stück auf dem Tisch lagen. Ich betrachte den Karton, las alle Infos und sagte zu meiner Frau: “Für 15 Euro eigentlich nicht schlecht. Komm, wir holen uns auch so ein Ding.” Fluchs rannte sie rund 45 Minuten nach ihrem Einkauf erneut in den Penny, um festzustellen, dass alle Drucker weg waren. Es folgten diverse Aussagen über die Verfügbarkeit, eventuelle Nachlieferungen, die es dann doch nicht gab, Mitarbeitereinkäufe, etc.

Fazit: Schlechte Planung oder einfach nur ein Lockangebot – ich weiß es nicht. Aber eine Frechheit ist es schon, nur so geringen Mengen zur Vefügung zu stellen, wenn man zuvor große Werbeblättchen verteilt …

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