Alle Jungs mögen ferngesteuerte Autos. Das war schon früher so und daran hat sich bis heute nichts geändert. Die Auswahl allerdings ist gewachsen. Früher gab es Buggys, Jeeps und PKWs, die konnten vorwärts und rückwärts fahren, maximal gab es noch einen Turbogang, mit dem es schneller vorwärts ging. Heute können diese Technikwunder auf Knopfdruck hupen, das Licht ein- und ausschalten und die Türen öffnen und wieder schließen. Diese Entwicklung wäre sicherlich eine tolle Sache, wenn es da nicht das Problem mit der Qualität gäbe. So sind zumindest die Fahrzeuge aus Spielzeugläden meist schön bunt, haben dicke “Chrom”-Räder, tausende filigrane Anbauteile und der ganze Wagen ist aus Hartplastik.
Das unser Sohn nicht immer pfleglich mit seinen Sachen umgeht, hatte ich bereits in der Fahrradstory erwähnt. Somit ist es nicht weiter verwunderlich, dass er von diesen ferngesteuerten Wagen bereits einige verschlissen hat. Doch es liegt halt nicht nur an seinem Umgang mit den RC-Autos. Ich konnte mit meinem Buggy damals durch Sand fahren, Pfützen waren auch kein Problem und auch der ein oder andere Hopser oder Anstoß blieb ohne größere Folgeschäden. Das Material war entsprechend nachgiebig. Heute touchiert man mit der Hartplastikstoßstange nur leicht den Bordstein und schon zersplittert sie in tausende kleine Stücke.
[inspic=153,left,fullscreen,thumb]Letztes “Opfer” war dieser Buggy. Der sah meinem Wagen von vor 20 Jahren verdammt ähnlich, sogar der Hersteller war identisch. Zweimal vom Gehweg gehüpft und gegen den Bordstein geknallt und es blieb, was auf dem Bild zu sehen ist. Sogar eine Felge ist gebrochen. Von vorn betrachtet sah sie stabil aus, von hinten sah man das immer dünner werdende Material. Tja, irgendwo muss wohl gespart werden, wenn man bei den Preisen am Markt bestehen möchte. Außerdem baut man ja nicht mehr für die Ewigkeit, sonst gehen einem ja die Kunden aus.
Bleibt einem nur ein teureres Pendant aus einem Modellbaufachgeschäft. Oder man geht von der Straße ins Wasser. So hat unser Sohn nun von Bekannten zur Kommunion ein Boot bekommen. Im Wasser gibt es halt weniger Hindernisse, an denen das Spielzeug zerschellen könnte. Doch dazu in einem anderen Beitrag mehr

