“Ja, warum schreibt er denn jetzt nichts mehr?” mag sich so mancher Leser gefragt haben. Das ist ganz leicht zu erklären: Manchmal hat man kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu. Kennen Sie Donald Duck? Der wurde immer als größter Pechvogel Entenhausens bezeichnet. Ich bin der “Real-Life-Donald-Duck”. Erst sind aufgrund des Hosterproblems meine Seiten nicht erreichbar. Dann sind alle Daten weg. Nach dem Hosterwechsel alles neu gemacht und wieder mehr Spaß an der Blogsache gefunden.
Bis letzten Donnerstag lief alles wunderbar. Gegen 9.00 Uhr schob ich Bilder für einen neuen Beitrag ins Netz. Dann begann ich im Backend den Beitrag zu verfassen. Nach den ersten beiden Absätzen wollte ich eine Pause machen und drückte auf Zwischenspeichern. Dann folgte die Fehlermeldung, dass die Seite nicht erreicht werden kann. Ein erneuter Versuch schlug ebenfalls fehl. Die Aufrufe verschiedener Seiten führten zu nichts. Im Flur den W-Lan-Router beäugt – die Online-Leuchte war aus. Schrank auf: ISDN-Leuchte ebenfalls aus. Na toll! Alles tot. Dann wird die Geschichte interessant.
Wir sind natürlich nicht Kunde der Telekom. Also schnell das Handy gegriffen und die kostenlose Hotline von NetCologne angerufen. Den Mann von der Störungsstelle gefragt, ob es im Bereich Aachen zu Ausfällen kommt. Nüchterne Antwort: Nein. Das war gegen 10.00 Uhr. Er führte dann per Rechner einige Tests durch und erkannte, dass wir nicht erreichbar sind. Sein Lösungsvorschlag:”Wir informieren die Telekom, die kümmern sich drum. Sollen wir eine Umleitung Ihrer Rufnummer auf eine andere Nummer eingeben?” Handynummer durchgegeben und abgewartet.
Donnerstagnachmittag: SMS von NetCologne: Bitte um dringenden Rückruf. Direkt getan.
Aussage eines anderen Mitarbeiters: Bis x Meter Leitungslänge (???) muss, bevor die Telekom verständigt wird, erst einmal selbst geprüft. Terminvorschlag: Samstagvormittag!!!
Alles klar, und sonst? Sollte der Techniker dann nicht fündig werden, käme im Nachmittag noch ein Telekommitarbeiter.
Samstagvormittag: Die Angabe “zwischen 8.00 und 12.00 Uhr” finde ich super. Gegen 10.30 Uhr hake ich telefonisch nach. Gegen 11.00 Uhr erscheint der Mitarbeiter. Er steckt irgendein Technikzeugs in unsere Telefondose und stellt fest, dass es nicht funktioniert. Dann gehen wir in den Keller zum Verteiler. Niemand hat ein Käbelchen rausgerissen, alles ist an seinem Platz. An “uns” liegt es also nicht. Eindeutig liegt der Fehler irgendwo außerhalb des Hauses im Zuständigkeitsbereich der Telekom. “Die kommen dann am Montag. Lieber vormittags oder nachmittags?” Montag? Hallo? Geht’s noch? Für vormittags entschieden und nochmals telefonisch nachgehakt, was mit der Aussage des noch am gleichen Tag erscheinenden Telekommitarbeiters ist. “Die kommen nach Störungsmeldung immer erst am nächsten Werktag!”. Hatte ich mich schon bedankt?
Montagmorgen: Ich bringe meine Tochter nicht in den Kindergarten, um bloß nicht den Telekomheini zu verpassen. Ich warte. Und warte. Und warte. Gegen 10.30 Uhr piepst mein Handy: Die bekannte SMS von NetCologne (Bitte dringend melden, bla, bla). Ich rufe an und höre Erstaunliches: “Rückmeldung der Telekom ist eingegangen, Sie konnten nicht angetroffen werden! Auch telefonisch waren Sie nicht zu erreichen!” Ich explodiere fast, halte einen 15-minütigen Vortrag (den ich hier lieber nicht wiederhole), in dem ich meinen Unmut bekunde. Es wird ein Termin am nächsten Werktag, sprich Dienstagmorgen angeboten. In der Hoffnung, dass der Teledumm-Mitarbeiter das Haus diesmal findet, stimme ich zu. Was bleibt mir auch anderes übrig?
Dienstagmorgen: Unsere Tochter ist erneut nicht im Kindergarten. Erneut die gleiche Zeitangabe: zwischen 8.00 und 12.00 Uhr. Ich sitze seit 7.00 Uhr parat, ein Auge auf dem Handy, eins nach draußen blickend. Bereits um 8.20 Uhr parkt ein unbekannter Wagen mit auswärtigem Kennzeichen vor dem Haus. Dann schellt es. Der Mann steckt wie auch schon der NetCologne-Mitarbeiters am Samstag ein Gerät in unsere Telefondose und sagt, er müsse in den Keller. Neu: er müsse auch ins Nachbarhaus. Ich sehe in irgendwann draußen rumlaufen. Er steigt in seinen Wagen und fährt. Prima. Aber er wird wiederkommen, schließlich hängt sein Gerät noch hier in der Dose. Also warte ich wieder …
9.40 Uhr: das Gerät an unserer Telefondose blinkt noch immer rot, der Techniker ist noch nicht zurück. Gerade überlege ich mir, dass das Testgerät von Würth bei einem Onlineauktionshaus bestimmt ein paar Euros bringt, da geht noch eine grüne Lampe an!
Kurze Zeit später kommt der Techniker zurück.
9.45 Uhr: Alles läuft wieder!
Ausfallzeit Telefon und Internet: Donnerstag 10.00 Uhr bis Dienstag 9.45 Uhr.
Hammer! Und das in der heutigen Zeit …
Jetzt folgt das böse Fax betr. der entstandenen Kosten.

