Motorshow Essen 2007 …

… ich war 2 x dort – das erste und das letzte Mal. Was für eine schwache Veranstaltung! Aber der Reihe nach:

Ein Bekannter ruft an und fragt, ob wir mal ein wenig die heiligen Hallen im Ruhrpott unsicher machen sollen. Da ich die Motorshow noch nie besucht hatte, stimmte ich kurzerhand zu. Wir suchten uns einen Freitag aus – in der Hoffnung dort nicht totgetrampelt zu werden. So weit so gut. Ein kurzer Blick ins Indernet versprach Unterhaltung pur. Phaeton geborgt und ab nach Essen.

Die Hallen öffnen um 10.00 Uhr, also möglichst frühzeitig erscheinen. Aufgrund des Verkehrsaufkommens schon mal keine leichte Aufgabe. Kurz vor zehn erreichten wir die Schlange vor den Parkplätzen. Die meisten waren bereits überfüllt. Wir wurden auf den “günstigen” 7-Euro-Parkplatz gelotst (der teure kostet 8 Euro). Geparkt und schnell die Straße überquert.

Die vor dem Eingang wartende Reisegruppe setzte sich zeitgleich mit unserem Eintreffen in Bewegung – der Stau im Eingangsbereich war vorprogrammiert. Der nächste Hammer: 2 Erwachsene = 32 Euro! (Ich rechne noch immer um, macht also rund 64 DM plus umgerechnete 14 DM für den Parkplatz = 78 DM für den Besuch einer Messe!).

[inspic=34,left,fullscreen,thumb]Trotz der frühen Anreise war es aufgrund der Massen schon schwer Fotos der Fahrzeuge zu machen. Fast jeder Wagen war abgeschlossen, bei manchen waren sogar die Türgriffe mit Tape versehen, damit das gemeine Volk bloß icht auf die Idee kommt eine Fahrzeugtür öffnen zu wollen. Einzig die Standardfahrzeuge waren offen. Aber wenn ich in einem neuen Golf Platz nehmen möchte, dann fahre ich zum örtlichen VW-Dealer meines Vertrauens (näher und billiger). Auf zur “Motorsport-Meile”. Nächste Enttäuschung. Kaum Teams, kaum Aktion – LANGWEILIG!

Kleine Anekdote am Rande: Sollte man am im Fernsehen propagierten Gewinnspiel teilgenommen haben, um einen originalen BMW 320 – Rennwagen im Wert von 50.000 Euronen zu gewinnen, konnte man sich hier die Ernüchterung abholen. Der Wagen stand in erwähnter Motorsport-Meile. Ein stinknormaler 3er mit wilder Verspoilerung, Hosenträgergurten und Kriegsbemalung. Schlecht ausgeschnittene Radhäuser gibts gratis dazu. Toll!

Der Oldtimerbereich war überseht mit Mercedes – Modellen aller Dekaden. Die wenigen weiteren Oldies gingen etwas unter. Der Tuningbereich war entsprechend übersät mit gerade der Pubertät entflohenen Führerscheinneulingen, die tonnenweise Frontschürzen, Endschalldämpfer und Beschallungszubehör für Muttis 1-Liter-Polo durch die Hallen schleppten.

Einige wenige Stände lockten mit Fahrsimulatoren – sprich, ein Sitzgestell mit Lenkrad und Pedalen, PS 2 und Flachbildschirm. Darauf zu fahren: Formel 1. Ausgenudelte Lenkräder und miese Fahrzeugeinstellungen sorgten für den Spott der Umherstehenden, da man die Hälfte der Zeit damit beschäftigt war, Schumis Boliden wieder aus dem Dreck auf die Strecke zu bugsieren. Und für diesen “Spaß” musste ich nur ein Kärtchen ausfüllen und Angaben zu meinem Namen, Alter, Wohnort, Geschlecht, Schuhgröße, Sozialversicherungsnummer, bevorzugte Beischafstellung, etc. machen. Ich freue mich schon jetzt auf die Anrufe, in denen man mir wieder den Euromünzsatz des Vatikans andrehen möchte …

Hunger machte sich breit. In weiser Voraussicht hatte ich immerhin Getränke mitgenommen. Die Preise für die angebotenen Köstlichkeiten möchte ich hier lieber nicht veröffentlichen. Für eine Wurst mit Brötchen hat es noch so gerade gereicht. Dafür gab es am Premio-Stand leckere Energydrinks für lau, so dass wir dort des Öfteren vorbeischauten ;-) Bei dieser Gelegenheit drückte mir der dort anwesende Dr. Tuning ein T-Shirt in die Hand – danke! (Zu Hause ausgepackt erneut Ernüchterung: ein viel zu kleines T-Shirt – von wegen XL. Und dann auch noch für Frauen!)

Apropos Frauen: Davon gab es natürlich auch reichlich. Bei einer bin ich mir nicht sicher gewesen, ob sie einen zu kurzen Rock trug oder ob es sich doch nur um einen breiten Gürtel handelte. Immerhin lugten unten keine Haare raus … Aber mal ehrlich, die meisten der anwesenden Hobby-Prost… Hostessen waren noch hässlicher als einige der ausgestellten Fahrzeuge, dafür aber meist aufwendiger restauriert.

Fazit:
Kaum Aktion, alles zu teuer, wenig Gratiskram (manche Anbieter wollten für ihr Werbematerial echt Geld sehen) – nie mehr wieder.
Mal sehen, auf der IAA war ich auch noch nie – vielleicht besuche ich die das nächste mal.

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One Response to Motorshow Essen 2007 …

  1. Walter says:

    Also ich finde diesen Kommentar absolut übertrieben! Was erwartest du eigentlich von einer Messe? Das jeder in einem Maybach sitzen kann? Da sind genug Autos ausgestellt in denen man Probesitzen kann. Klar kann ich auch zum VW”Dealer” fahren. Aber was bei einer Messe für mich interessant ist, ist die Tatsache, dass ich direkte Vergleichsmöglichkeiten zwischen den einzelnen Marken habe!Was die Anazhl der Besucher angeht ist die IAA wesentlich schlimmer als die Motorshow. Aber darauf stellt man sich ein wenn man zu einer Messe fährt. Die Eintrittspreise sind happig, das ist klar. Aber ist die IAA billiger? Ich kann nur den Vergleich mit der momentanen IAA für Nutzfahrzeuge heranziehen: Tageskarte kostet 19€.Darüberhianus weiss jeder, dass man bei einer Messe die Verpflegung selber mitnehemn sollte, wenn man nicht gerade mit Geld um sich schmeissen kann. Natürlich ist eine Messe schrecklich wenn man ein T-Shirt für Frauen geschenkt bekommt! So, was noch…Definitiv sind auf der Motorshow alle Frauen hässlich. Die Leute werden ja bestimmt nicht gecastet und speziell ausgesucht.

    Also wenn man schon einen Bericht über sowas schreibt, dann sollte man schon mehrere Messen besucht haben um einen Vergleich zu haben und nicht das erste mal auf einer sein. Ich war bereits sowohl auf der IAA als auch schon sehr oft auf der Motorshow. Die IAA ist definitiv besser und größer. Aber das heisst nicht, dass die Motorshow schlecht ist. Die Preise sind messetypisch hoch. Es gibt auf einem Riesengelände sehr viel zu sehen und zu erleben. Rennreifenwechsel auf Zeit im Motorsportbereich. Fahrzeugüberschlagsimulation. Rennsimulatoren für die die es interessiert. Lowridershows und vieles mehr. Viele Austeller aus dem Motorsprt mit denen man locker quatschen kann.Probesitzen in den neuesten Modellen. Konnte mich über die Auswahl nicht beschweren. Von Porsche Cayman über Audi A8 W12 bis Mercedes SL oder CL war so ziemlich alles dabei. In einem Ferrari oder Lamborghini darf man auch auf der IAA nicht sitzen! Das einzige worüber mein Vorredner recht hat ist, dass dieser Tuningteilebereich im Keller echt nervig ist. An einem samstag kommt man da garnicht ert irgenwo durch weil alle Pubertierenden die T***** der DTS oder D&W girls sehen wollen oder sich mit irgendnem billigen Ramsch eindecken. Naja als ich 18 war wolte ich die Mädels auch mal sehen^^. Glaube aber, dass die verboten werden sollten. Vielleicht ists dort jetzt leerer ;-) . Naja, alles in allem ist ne interessante Messe, die man sich nicht entgehen lassen sollte wenn man autobegeistert ist und nicht allzu weit weg wohnt.

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