Eigene Fahrzeuge Teil 1: Yamaha DT 80 LC2

Nach bereiften Erfahrungen mit Kettcar und Fahrrad folgte die Mofazeit, die ich vollkommen verpennt habe. Während meine Klassenkameraden mit ihren Mofas wie Puch Maxi Sport, Piaggio Ciao und ähnlichem die Straßen unsicher machten, wartete ich mit ersten motorisierten Erfahrungen bis zum Erwerb der damaligen Führerscheinklasse 1b, die zum Pilotieren von Leichtkrafträdern bis 80 ccm berechtigte. Diesen Schein machte ich allerdings auch erst mit 17, obwohl er schon ab 16 Jahren zu haben war.

Als Fahrschulfahrzeug stand ein damals so beliebter Vespa Roller mit Handschaltung zur Verfügung. Gott, habe ich das Ding gehasst! Diese unmögliche Sitzposition und besagte Schaltung – ein Horror. Nach bestandener Prüfung war schnell klar: Nie wirst Du einen Roller dein Eigen nennen! Mein Bekannter Axel fuhr eine Enduro aus dem Hause Honda (MTX80 glaub ich). Ja, so eine Geländemaschine kam meinen etwas über 1,90 m Körperlänge auch sehr entgegen. Die Zeitungen wurden gewälzt und schnell wurde eine passende Maschine ausgemacht.
Yamaha

Somit wurde mein erstes motorisiertes Gefährt eine gebrauchte Yamaha DT 80 LC2, das Baujahr weiß ich nicht mehr. Dafür aber die Farbe: rot / schwarz, wobei der Rotanteil stark überwog. Den Tag des Kaufes werde ich nie vergessen (und das will was heißen, denn ich vergesse wirklich viel!): mein Vater samt Geld und meinereiner fuhren zum Verkäufer. Im Schlepptau Axel mit der Honda sowie Wolfgang auf dessen Soziusplatz. Die Begutachtung verlief positiv und mein Vater regelte den Rest. 1.200,- DM (für die jüngeren Leser: DM = Deutsche Mark = die brauchbarere Währung vor Einführung des Euros = ungefähr 600 Euro) wurden fällig. Nach der Übergabe die Diskussion: Wer fährt womit?

Axel (seines Zeichens begnadeter Schrauber) schlug vor, auf meiner Maschine eine erste Testrunde zu drehen, Wolfgang nahm hinten auf der Yamaha Platz. Ich fuhr die mir bereits bekannte Honda (Hauptsache Fußschaltung!). Ebenfalls nie vergessen werde ich den Moment an der Ampel. Tja, youtube gab es damals nicht, aber die sich abspielende Szene wäre prädestiniert dafür gewesen. Mein Bekannter wollte die Fähigkeiten meines neuen Gefährts ausloten und gab seinem Sozius die Order, sich gut festzuhalten. Damals hielten sich Kerle aber nicht an Kerlen fest, also ergriff er lieber den Gepäckträger – ein fataler Fehler. Das rote Signal der Ampel war kaum erloschen, da fuhr meine Yamaha auch schon auf dem Hinterrad davon, jedoch ohne Wolfgang, denn der saß nach einem eleganten “Abstieg” mitten auf der Kreuzung. Interessanterweise bemerkte Axel den Verlust eine zeitlang nicht.

In der Folgezeit wurden Touren durch die Nordeifel gedreht, diverse Reparaturen wurden fällig, aufgrund eines klemmenden Gaszuges machte ich mal so richtig den Sittich und irgendwann stand das Gerät teilzerlegt in einer Garage und wurde nicht mehr weiter repariert. Ein Kumpel kaufte das Ding dann und ich kann mich nicht erinnern, ob die Maschine jemals wieder gefahren ist. War mir aber auch egal, denn mittlerweile war ich auf vier Rädern unterwegs. Doch dazu mehr in Teil 2.

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One Response to Eigene Fahrzeuge Teil 1: Yamaha DT 80 LC2

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