Wer kennt es nicht? Man fährt so mit grob geschätzten 53 km/h eine Hauptstraße lang. In weiter Ferne mündet von rechts eine Seitenstraße ein. Dort steht ein Wagen. In der Annahme, dass dieser wohl wartet, da man selbst ja Vorfahrt hat, nähert man sich mit unverminderter Geschwindigkeit. Kurz vor Erreichen dieser kritischen Stelle kommt der andere Fahrer – warum auch immer – auf die wahnwitzige Idee: “Das schaff’ ich noch!”
Und er gibt Gas – leider nicht genug! Denn nachdem er seinen rollenden Schrotthaufen vor dem eigenen Gefährt um die Kurve gehievt hat, vergißt er leider weiter zu beschleunigen und ruckelt vermutlich mit rund 23 km/h vor einem her. Die Differenz von rund 30 km/h führt dazu, dass man innerhalb kürzester Zeit den Hersteller des Endschalldämpfers einwandfrei entziffern kann, das Bremspedal fast durch die Bodengruppe jagt, den Blinkerhebel beim Betätigen der Lichthupe fast abreißt und durch die Schläge auf die Hupe beinahe der Airbag ausgelöst wird!
Nach einem flüchtigen Blick in den Rückspiegel, um zu kontrollieren, wer denn da hinter ihm so einen Lärm veranstaltet, bemerkt der Andere seinen Fehler, schaltet hoch in den 2. Gang und der Wagen nimmt an Fahrt zu. Die erhobene Hand als entschuldigende Geste hindert einen nicht, weiter zu fluchen und ebenfalls wild – wenn auch nicht ganz so freundlich – zu gestikulieren.
Das ist die erste von anderen Verkehrsteilnehmer falsch genutzte Geschwindigkeit. Teil 2 folgt in Kürze …


Das ist doch deutscher Alltag!
“Krampfadergeschwader Grauer Panther e.V.” auf Sonntagstour – nichts neues.
Ganz schlimm ist noch der “1. Hausfrauen- und Muttiverband gegen deutsche Rowdys im Strassenverkehr” mit Ihren Pampersbombern, welche Ihren Nachwuchs mit auf Einkaufstour nehmen.